Produktionssysteme

„Produktkonfiguratoren auch mobil nutzbar machen“

Insbesondere zur Unterstützung des Vertriebs haben sich Produktkonfiguratoren bewährt. In Kombination mit seinem ERP-System sieht Software-Hersteller Proalpha noch wesentlich mehr Vorteile. Der eDM-Report sprach mit Matthias Kläsener, Vorstand der Proalpha Consulting AG, über den technischen Stand und die Einsatzmöglichkeiten.

eDM: Wie wird sich die Produktkonfiguration zukünftig technisch und funktional weiterentwickeln?

Kläsener: Eine immer größere Rolle wird die Möglichkeit spielen, Produktkonfiguration auch über das Web betreiben zu können. Ein weiterer Trend geht klar in Richtung der Unterstützung mobiler Endgeräte wie iPhone und Android-Smartphones sowie Tablet-Computer. Auch eine höhere Automatisierung wird zukünftig angestrebt. Unser Produktkonfigurator kann bereits heute automatisch CAD-Dokumente oder Produktskizzen generieren, dieses Feature soll weiter ausgebaut werden. Weiterhin soll eine noch engere Integration des gesamten Prozesses vom Vertrieb bis zur Konstruktion und Fertigung ermöglicht werden. Offene Systeme bieten durch die Fähigkeit weitere Softwarepakete anzubinden einen klaren Vorteil. Dabei darf man natürlich den Anwender nicht aus den Augen verlieren – Benutzerorientierung ist hier das Stichwort.

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eDM: Wie weit ist die webfähige Lösung von Proalpha?

Matthias Kläsener: Der Proalpha Web-Produktkonfigurator befindet sich derzeit noch im Beta-Stadium. In Kürze wird eine Praxis-Testphase mit ausgewählten Pilotkunden beginnen.


eDM: Wer gab Proalpha den Anstoß dazu, eine webfähige Lösung zu entwickeln? Kam die Anregung von Kunden oder aus dem eigenen Haus?

Kläsener: Die Anregung kam von unseren Kunden, mit denen wir sehr enge Beziehungen pflegen. Das Konzept passt aber auch sehr gut zur offenen Proalpha Systemarchitektur. Insbesondere bei der Anbindung von Kunden mit ihren Lieferanten und Vertriebsgesellschaften sind die Vorteile einer modernen Weblösung unverkennbar.


eDM: Wo gibt es konkreten Bedarf an der webfähigen Lösung? Was sind die Einsatzgebiete?

Kläsener: Die Proalpha Kunden sehen den größten Nutzen in B2B-Lösungen. Die Integration von Kunden und Lieferanten über moderne Webtechnologien in die eigenen Unternehmensabläufe bietet die Möglichkeit, Geschäftspartner enger an die eigenen Prozesse anzubinden. Darüber hinaus lassen sich über den Browser auch Anwender in ERP-Vorgänge integrieren, die üblicherweise weniger Berührungspunkte mit Proalpha haben.

Beispiele für Einsatzgebiete zwischen Unternehmen gibt es viele: Ein Verkäufer im Möbelhandel kann die Konfiguration von Küchen selbst vornehmen. Aber auch in der Entwässerungstechnik, und sogar im Bau von Yachten lässt sich ein webbasierter Produktkonfigurator ebenfalls gut einsetzen. B2C-Anwendungen für Endverbraucher könnten später hinzukommen.


eDM: Was sind die Besonderheiten am Produktkonfigurator von Proalpha?

Kläsener: Der Produktkonfigurator ist im ERP-System Proalpha voll integriert. Diese Integration ermöglicht weit über den Konfigurationsprozess hinaus gehende Funktionen wie die direkte Verfügbarkeitsprüfung aller Komponenten. Durch die sehr offene Architektur von Proalpha können viele andere Softwarepakete wie beispielsweise Outlook, Excel, Access, Visio und Word angebunden werden. So ist es möglich ein Angebot oder eine Bedienungsanleitung automatisiert zu erstellen. Auch die Erzeugung eines CAD-Modells mittels konfigurierter Komponenten in 2D und 3D ist möglich. Für schnelle Lösungen kann der Proalpha Produktkonfigurator regelbasiert arbeiten, ist aber auch durch eine eigene Entwicklungsumgebung sehr flexibel individuell gestaltbar.


eDM: Auf was sollte man bei der Auswahl eines ERP-Systems/Produktkonfigurators achten?

Kläsener: Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass die Akzeptanz eines ERP-Systems bei den Kunden von zwei ausschlaggebenden Faktoren abhängt: hohe Flexibilität und kurze Einführungszeiten. Eine ERP-Komplettlösung sollte daher eine gute Integration und die Unterstützung des gesamten Prozesses bieten. Idealerweise stammt sie aus einer Hand, verfügt über eine offene Architektur und unterstützt so viele Software-Pakete und offene Standards wie möglich.


eDM: Gibt es Besonderheiten im Bezug auf die Produktkonfiguration im Mittelstand?

Kläsener: Unsere mittelständischen Kunden stellen hohe Ansprüche an die Leistungsfähigkeit und Flexibilität des Systems. Häufig werden kleinere Stückzahlen von sehr komplexen Produkten hergestellt. Darüber hinaus muss der Produktkonfigurator einfach zu bedienen sein. Sichere Daten und Prozesse sowie ein gutes Kosten-/Nutzen-Verhältnis sind ein Muss. Der Proalpha Produktkonfigurator wird diesen Anforderungen mehr als gerecht. Mit dem Ziel, ein kundenindividuelles Produkt in Losgröße 1 mit minimalem Aufwand, wirtschaftlich und schnell zu produzieren, kann das System vollständige Stücklisten und Produktionsprozesse automatisch ableiten. Diese Kombination aus Fehlerreduktion in der Erfassung und Automatisierung von Routinetätigkeiten führt zu Kostensenkungen, sicheren Verfahren und geringeren Durchlaufzeiten. -sg-

Proalpha Software AG, Weilerbach Tel. 06374/800-0, http://www.proalpha.de

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