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Thyssenkrupp nimmt Sinterversuchsanlage in Betrieb

Schleifmittel„Robotics sind bei der Schleifanwendung kein Trend, sondern Realität“

Andreas Boxberger, General Sales & Marketing Manager bei 3M

3M hat sich vom Erfinder des wasserfesten Schleifpapiers im Laufe der Jahrzehnte zum Multiproduktanbieter entwickelt. SCOPE sprach mit Andreas Boxberger, General Sales & Marketing Manager bei 3M, über Trends und Perspektiven im Schleifmittelgeschäft. Für die Zukunft sieht er vor allem den Bereich der Automatisierung als wichtiges Einsatzfeld für technisch ausgereifte Präzisionsschleifmittel.

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Rohstoffe effizient einsetzenThyssenkrupp nimmt automatisierte Sinterversuchsanlage in Betrieb

Thyssenkrupp hat in Duisburg eine nach eigenen Angaben weltweit einzigartige Sinterversuchsanlage in Betrieb genommen, mit deren Hilfe künftig auch Emissionen der betrieblichen Sinteranlage reduziert werden sollen. Ziel des Stahlherstellers ist es, mit der versuchsweisen Sinterproduktion sich auf das Problem schwankender Rohstoffqualitäten einstellen zu können.

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Thorsten Stürmer vor der Sinterversuchsanlage bei Thyssenkrupp in Duisburg

"Mit der Anlage versuchen wir frühzeitig auf die weltweiten Veränderungen von Erzqualitäten zu reagieren und flexibel Schwankungen auszugleichen. Durch die vollständige Digitalisierung der Versuchsprozesses haben wir nicht nur exakte Qualitätskennzahlen, sondern gleichzeitig den Emissionsgehalt der Einsatzstoffe im Blick“, sagt Dr. Urban Janhsen, Leiter des Teams „Technologie Erz und Eisen“ bei der Thyssenkrupp Steel Europe AG. Mit der Versuchsanlage kann in kleinen Chargen getestet werden, wie sich Rohstoffe in der Massenproduktion verhalten werden.

Beim Sintern wird das feinkörnige Eisenerz mit anderen Stoffen vermengt, stark erhitzt und durch Anschmelzen der Erzkornränder zu größeren Stücken zusammengebacken. Die Brockenform des so genannten Sinterkuchens ist für die Produktion von Roheisen im Hochofen erforderlich. Für die tägliche Massenproduktion von Sinter können mithilfe der Versuchsanlage im Forschungsbereich binnen weniger Stunden exakte Vorhersagen über optimale Mischverhältnisse der Einsatzstoffe getroffen werden. Vom Wiegen der Probe vor der Untersuchung bis zur Prüfung des fertigen Sinters übernimmt ein Roboter alle Füll- und Transportschritte. Zudem bietet die Anlage für ältere oder leistungseingeschränkte Mitarbeiter aufgrund der Automatisierung der Umfüll- und Transportprozesse ein hohes Maß an Ergonomie und Arbeitssicherheit.

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Eine weitere, maßgebliche Innovation stellt die bis ins kleinste Detail mögliche Staubanalyse des gesamten Versuchsprozesses dar, wodurch das Reduzieren von Emissionen ermöglicht werden soll. Mit einem Laser werden Austrittsstoffe gemessen und können als repräsentative Proben bewertet werden. Dank des vollautomatisierten Ablaufs können staubarme Einsatzstoffe identifiziert und ihr optimaler Einsatz bestimmt werden. Die Anlage wurde mit der Unterstützung der Ingenieursfirma Heat and Power Engineering GmbH (Stuttgart) gebaut. Das Steuerungsmodell stammt von der Siemens AG.

Die Sinterversuchsanlage stellt einen weiteren aktiven Beitrag für eine bessere Umweltsituation in Duisburg dar. Erst kürzlich hat Thyssenkrupp Steel Europe mit dem Bau eines weiteren, modernen Tuchfilters begonnen, mit dem nahezu 99,99 Prozent des Sinterstaubs verursacht durch die Sinterproduktion eingefangen werden können. Diese Anlage soll im Frühjahr 2017 in Betrieb genommen werden. kf

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