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Fehlerzuordnung im Karosseriebau

Fehlerzuordnung im KarosseriebauHackathon: Team Tricycle überzeugt

Im Audi Forum Ingolstadt drehte sich vom 4. bis 6. Oktober zum zweiten Mal alles um Big Data, Machine Learning, Algorithmen und Datenvisualisierung. Beim Smart Factory Hackathon entwickelten rund 80 Data‑Science‑Talente aus aller Welt anhand echter Datensätze aus der Audi‑Produktion Softwarelösungen für die Fabrik der Zukunft.

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Das Team „Tricycle“ gewann den Programmierwettbewerb. Maximilian Backenstos, Svenja Seip und Niel Wagensommer hatten sich für das Thema „Fehlerzuordnung im Karosseriebau“ entschieden. Sie haben ein lineares Modell entwickelt, mit dem sich schon frühzeitig potenzielle Fehler der Karosseriemaße voraussagen lassen. Anhand dieses Systems ist bereits an kleineren Werteabweichungen feststellbar, wo später Fehler entstehen könnten und wie sich diese vorab vermeiden lassen. Dies ermöglicht eine höhere Prozessstabilität und vermeidet präventiv Ausschuss.

Smart Factory Hackathon

Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr ging der Smart Factory Hackathon nun in die zweite Runde. Verschiedene Audi‑Abteilungen aus Presswerk, Karosseriebau, Montage und Logistik hatten dafür reale, anonymisierte Datensätze zur Verfügung gestellt. Die Programmiergenies feilten in Gruppen aus drei bis fünf Teilnehmern mit ihrem Know‑how aus IT, Mathematik oder Kommunikationsdesign an digitalen Lösungen für die vorgegebenen Problemstellungen. Dafür hatten sie 25 Stunden Zeit, angelehnt an die 25. Stunde von Audi – “The extra hour“. Sie steht symbolisch für den Zeitgewinn beim autonomen Fahren. Die sechsköpfige Jury aus Audi‑Experten, externen IT‑Spezialisten sowie Unternehmensberatern bewertete die Ergebnisse und beurteilten insbesondere nach technischer Methodik, Benutzerfreundlichkeit, Mehrwert und Art der Präsentation. In die Bewertung floss zudem die Stimme des Publikums ein.

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Die beiden Jurymitglieder von Audi – Tarek Mashhour, Leiter Zentralfunktionen Produktion, und Chief Information Officer Mattias Ulbrich – übernahmen die Schirmherrschaft für den diesjährigen Wettbewerb. Tarek Mashhour lobt: „Für Data‑Science‑Talente ist unser Hackathon die ideale Plattform, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Sie geben uns wertvolle Impulse, wie wir Big‑Data‑Aktivitäten angehen können. Im Gegenzug möchten wir ihre Innovationsfreude fördern und ihnen als Sprungbrett für ein eigenes Start‑up dienen.“

Mattias Ulbrich sagt: „Wir sind kontinuierlich auf der Suche nach neuen Use Cases, um den Digitalisierungstrends von heute Rechnung zu tragen. Dabei ist der Smart Factory Hackathon ein wichtiger Baustein. Es war auch in diesem Jahr wieder sehr inspirierend für mich zu sehen, mit welcher Leidenschaft und mit welchem Einsatz junge, kreative Köpfe neue Softwarelösungen für die Produktion und Logistik kreieren – und das innerhalb von nur 25 Stunden. Ich bin gespannt auf die Weiterentwicklung der Konzepte zusammen mit den Teams.“

Knapp 170 Bewerbungen gingen für den Hackathon ein; 80 Teilnehmer, aufgeteilt in 19 Teams aus Ländern wie Indien, Ägypten, Deutschland oder Israel schafften es in den Wettbewerb. Bei einer Werktour stimmten sich die Teilnehmer zunächst auf die anstehende Aufgabe ein. In der Fabrik erläuterten ihnen Audi‑Experten aus Produktion und IT die aktuellen und kommenden Herausforderungen. Sie unterstützten anschließend auch als Mentoren bei der Bearbeitung der Wettbewerbsbeiträge.

Rund zwei Drittel der Ideen aus dem ersten Smart Factory Hackathon von 2016 treibt das Unternehmen aktuell voran und integriert sie in Kooperation mit den Teams in die Produktion. Die vielversprechendsten Lösungsvorschläge wird Audi auch in diesem Jahr zusammen mit den Hackathon‑Teilnehmern weiterverfolgen und in der Fertigung umsetzen. Die drei bestplatzierten Teams dürfen zudem an einer Audi driving experience teilnehmen. kp

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