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RoboterzellenGutes Team

Roboterzellen

Der Automatisierungs- und Fördersystemhersteller Asa bringt zwei kooperierende Roboter als Team für die Fertigung von Rotorträgern für Hybridantriebe aus der Automobilindustrie auf den Markt. Während ein Roboter das Produkt positioniert, entgratet der andere mit unterschiedlichen Werkzeugen die zahlreichen Bohrungen, Fräsungen und Kanten.

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SpezialwerkzeugeGarantierte Lieferung binnen 24 Stunden

Mit der von den Prüfern zertifizierten Lieferfähigkeit von 99 Prozent und einer Fehlerquote von unter einem Promille garantiert die Hoffmann Group ihren Kunden eine hohe Verlässlichkeit. 10.000 Pakete mit den unterschiedlichsten Werkzeugen werden täglich verschickt. Dahinter steckt ein System von automatischen Kompaktlagern über Pick-by-Voice Technik bis hinzu permanenter EDV-gestützter Fehlererfassung. SCOPE-Chefredakteur Hajo Stotz hat einen Blick in die Lagerhallen geworfen.

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Spezialwerkzeuge: Garantierte Lieferung binnen 24 Stunden

600.000 Kataloge pro Jahr – davon 320.000 Hauptkataloge und 280.000 Betriebseinrichtungskataloge. Nebeneinander gelegt, würden sie ein orangefarbenes Band von München bis Nürnberg bilden – und damit auch die beiden wichtigsten Standorte der Hoffmann Group verbinden: Die Zentrale des Werkzeugspezialisten in der bayerischen Landeshauptstadt und das Lager in der fränkischen Metropole. Wobei die Bezeichnung Lager die Dimensionen nicht ganz trifft: Mit 36.000 qm Lagerfläche ist es das größte Werkzeug-Logistic-Center Europas - und der Katalog sein Schaufenster. Seit August ist die 43. Ausgabe aktuell, die über 125.000 Kunden können auf den 1.800 Seiten aus über 55.000 Artikeln auswählen. Zwar gibt es das 4,4 kg schwere Stück auch in e-Paper-Form und zudem einen Webshop, doch „viele Kunden wünschen nach wie vor den gedruckten Katalog“, erklärt Bernhard Dressler, Geschäftsführer Produkt der Hoffmann Group. „Wir arbeiten intensiv daran, auch ihnen unser Online-Angebot schmackhaft zu machen.“ Dazu ist nun jede Produktabbildung im Katalog mit einem QR-Code ergänzt, den der Kunde mit seinem Smartphone aktivieren und dann direkt über den Webshop mobil bestellen kann. „Damit kann er schnell und einfach direkt auf der Baustelle oder an der Maschine sein gewünschtes Produkt bestellen“, erläutert Dressler. Und bekommt es innerhalb von 24 Stunden deutschland- und 48 Stunden europaweit geliefert, wie auch der TÜV bestätigt: Mit der von den Prüfern zertifizierten Lieferfähigkeit von 99 Prozent und einer Fehlerquote von unter ein Promille garantiert der Händler seinen Kunden hohe Verlässlichkeit.

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Doch um diese Lieferfähigkeit möglich zu machen, sind entsprechende organisatorische, technische und personelle Leistungen Voraussetzung. So bewältigt der Wareneingang im Nürnberger Logistikzentrum täglich über 80 Tonnen Werkzeuge von rund 500 verschiedenen Herstellern in den unterschiedlichsten Größen und Stückzahlen: vom 1 mm-Bohrer bis zum zentnerschweren Schraubstock müssen Artikel eingelagert werden.

Hightech pur

Auf der Ausgangsseite werden im Schnitt derzeit täglich 10.000 Pakete versandt, auf bis zu 15.000 Lieferungen mit ungefähr 60.000 Bestellpositionen ist das Zentrum ausgelegt. „Eine hohe Flexibilität ist für uns das A und O“, erläutert Alexander Eckert, Geschäftsführer Logistik bei der Hoffmann Group. „Die Bestellungen können von Tag zu Tag um 500 Lieferungen schwanken, und die hohe Kunst der Organisation besteht darin, das täglich mit der Kombination Mensch und Technik in Einklang zu bringen.“ Auf der Lager-, Handhabungs- und Logistikseite wird dabei Hightech pur eingesetzt: von automatisierten Kompaktlagern über automatische Hochregallager, Pick-to-light-Systemen bis zu Pick-by-Voice-Technik für die Kommissionierer, sowie Absicherung der Null-Fehler-Strategie mit automatischen Durchlaufwaagen, permanenter EDV-gestützter Fehlererfassung und –analyse. Softwareseitig wird das Lager durch SAP R/3 gestützt.

Die genutzten Lagertechniken sind dabei auf die Produkte im jeweiligen Lagerbereich ausgerichtet. ¿Es gibt für jede Lagertechnologie eine Daseinsberechtigung¿, erklärt Alexander Eckert, ¿aber keine flächendeckende Technologie, die alle Anforderungen abdeckt. Wir nutzen daher fast jede Lagertechnik.¿ So werden Automatiklagersysteme nach dem ¿Ware-zum-Mann¿-Prinzip eingesetzt, in Umlaufregalen vom Typ Megamat für Kleinteile zeigen Leuchtdioden an, wo die Ware gepickt werden muss (Pick-to-light). Mittelgroße Teile werden in Fachbodenregalen vorgehalten und entweder per Barcode oder sprachgesteuert kommissioniert (Pick-by-Voice), während großvolumige Teile auf Paletten lagern. Zudem durchziehen über sieben Kilometer Förderanlagen das Lager. Ein Leitstand mit einer Anlagenvisualisierung überwacht das komplexe Logistiksystem, und redundante Rechenzentren gewährleisten die Ausfallsicherheit.

„Wir müssen aber immer Herr dieser Technologien bleiben“, so Logistiker Eckert, „und daher beschäftigen wir hier absolute Spezialisten. Wir sind eine Quality Company, das Thema Lieferfähigkeit wird bei uns großgeschrieben und unsere Fehlerquote liegt unter einem Promille. Deswegen benötigen wir Kräfte, die geschult sind und die Prozesse verstehen. Daher behelfen wir uns hier in Nürnberg mit maximal fünf Prozent vom gesamten Mitarbeiterstamm mit Aushilfen oder Zeitarbeiter.“

Derzeit wird mit einer Investition von rund sechs Millionen Euro die Kapazität des Logistikcenters um weitere 8.000 qm erweitert. Der Einbau einer 2-Stock-Fachbodenregalanlage erhöht die Kapazität dann auf über 100.000 Lagerbehälter. Doch das bayerische Unternehmen sieht seine Stärke nicht nur im Versenden von Drittprodukten oder der eigenen Marken Holex und Garant, die im Übrigen das größte Gewicht zum Hoffmann-Geschäft beitragen: "Allein unsere Premium-Marke Garant macht etwa 40 Prozent des Umsatzes aus", erläutert Vertriebsgeschäftsführer Christoph Kröger.

Als weiteren entscheidenden Vorteil sieht er die Position als Systempartner, der dem Anwender bei der Lösung seines Problems mit Know-How zur Seite steht. Christoph Kröger: „Durch die Rolle des kompetenten Systempartners unterscheiden wir uns deutlich von unseren Wettbewerbern.“ Etwa beim Thema Leichtbau. Sowohl in der Automobilbranche als auch in der Luft- und Raumfahrt sowie bei regenerativen Energie-Systemen werden Leichtbauwerkstoffe aufgrund ihrer Stabilität und ihres niedrigen Gewichts immer wichtiger. Bert Bleicher, Sprecher der Hoffmann Group sagt: „Die Werkzeuge, die für die Bearbeitung dieser Leichtbaumaterialien geeignet sind, müssen allerdings ganz andere Voraussetzungen erfüllen, als wir es zum Beispiel von der Stahlbearbeitung kennen. Bei hybriden Werkstoffsystemen, wie der Vereinigung von Faser-Metall-Laminat, wird die Zerspanung aufgrund der unterschiedlichen Materialanforderungen besonders schwierig.“

Etwa beim Thema Leichtbau. Sowohl in der Automobilbranche als auch in der Luft- und Raumfahrt sowie bei regenerativen Energie-Systemen werden Leichtbauwerkstoffe aufgrund ihrer Stabilität und ihres niedrigen Gewichts immer wichtiger. Bert Bleicher, Sprecher der Hoffmann Group sagt: "Die Werkzeuge, die für die Bearbeitung dieser Leichtbaumaterialien geeignet sind, müssen allerdings ganz andere Voraussetzungen erfüllen, als wir es zum Beispiel von der Stahlbearbeitung kennen. Bei hybriden Werkstoffsystemen, wie der Vereinigung von Faser-Metall-Laminat, wird die Zerspanung aufgrund der unterschiedlichen Materialanforderungen besonders schwierig."

Auf der Werkzeugmaschinenmesse AMB in Stuttgart stellte das Unternehmen zum Thema Leichtbau die erweiterte Neuauflage seiner Leichtbaubroschüre sowie ausgewählte Produktneuheiten vor. Nicht zu übersehen war auf der Messe zudem der direkt im Eingangsbereich platzierte Leichtbausportwagen Roding Roadster. Der konsequent gewichtsreduzierte Renner bringt bei 320 PS und 450 Nm gerade mal 950 Kilogramm auf die Waage und wiegt damit so viel wie der Kleinwagen VW Up. Die Hoffmann Group war bei der Entwicklung und Produktion des auf 23 Exemplare limitierten Serienfahrzeugs, das im niederbayerischen Roding gebaut wird, von Anfang an beteiligt.

Für die Fertigung des Roadsters lieferte Hoffmann die entsprechenden Spezialwerkzeuge sowie die Beratung durch ihre Zerspanungsexperten. Der Sportwagen ist mit einem Carbonchassis ausgestattet und setzt sowohl bei der Fahrgastzelle als auch bei verschiedenen Verkleidungsteilen auf CFK. Zwar bringt der Einsatz von CFK bei der Gewichtsreduzierung maßgebliche Vorteile mit sich, bei der Bearbeitung ist es aber extrem abrasiv und zerstört Werkzeugschneiden schnell. Zusammengesetzt aus den Materialien Kohlefaser und Harz, müssen im Werkzeugbau die Eigenschaften von zwei sehr verschiedenen Komponenten beachtet werden. Bei zu hoher Schnittgeschwindigkeit beispielsweise verschmelzen die Harze mit den Spänen, beim Bohren kann es rasch zu Delamination oder Gratbildung kommen.

Auf der Messe demonstrierte Hoffmann, welche Zerspanungsprodukte der hauseigenen Premium-Marke Garant besonders für die Bearbeitung von Leichtbaumaterialien wie carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) und Aluminium geeignet sind und den speziellen Ansprüchen bei der Fertigung moderner Leichtbaumaterialien genügen. Unter anderem stellte das Unternehmen hier seinen neuen Garant PKD-Hochleistungs-Vollkopfbohrer, Garant HPC-/MTC-Werkzeuge und das Garant Farbringsystem vor. Das System erleichtert es dem Anwender, schnell die passenden Werkstoff-Werkzeug-Paarungen zu finden.

Standort Bayern

Neben dem Fokus auf Werkzeuge und Dienstleistungen sieht das bayerische Unternehmen noch ein weiteres Wachstumsfeld, in das derzeit ebenfalls kräftig investiert wird: Betriebseinrichtungen. "Wir verfügen bereits heute über ein ansehnliches Portfolio im Bereich Betriebseinrichtungen. Ziel ist es jetzt, unser Angebot in dieser Sparte noch erheblich zu erweitern und europäischer Marktführer zu werden", so Bleicher.

Deshalb investiert das Unternehmen in diesem Bereich und hat im Oktober im bayerischen Odelzhausen mit dem Bau eines neuen Logistikzentrums auf einer Fläche von 70.000 qm und 39 Andockstationen für LKW begonnen. Ein Investitionsvolumen von 25 Millionen Euro ist an dem neuen Standort eingeplant, insgesamt sollen rund 150 neue Arbeitsplätze entstehen.

Im vergangenen Jahr erzielte die Gruppe weltweit einen Umsatz von 912 Millionen Euro. „Es war das erfolgreichste Jahr in der Unternehmensgeschichte”, betont Vertriebsgeschäftsführer Christoph Kröger. Für dieses Jahr erwartet er ein hohes einstelliges Wachstum. Den Fokus richtet das Unternehmen auf Asien und speziell auf China.

Doch auch wenn die Hoffmann Group vor allem international expandieren will, fiel die Entscheidung bei dem Projekt Betriebseinrichtungen bewusst für den Standort Bayern. Und Sprecher Bert Bleicher erläutert die Gründe: „Neben der Nähe zur Zentrale und einer erstklassigen Infrastruktur war für uns besonders die Verfügbarkeit von qualifizierten Mitarbeitern ausschlaggebend.“ So entsteht derzeit auf dem Areal an der A8 auf halber Höhe zwischen München und Augsburg ein Kompetenzzentrum, mit dem die Hoffmann Group beim Vertrieb von Betriebseinrichtungen an internationaler Gewichtung gewinnen will. Vielleicht kann dann mit der nächsten Katalogauflage auch noch die Strecke bis Odelzhausen orange gepflastert werden. Hajo Stotz

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