Scope Online - Industriemagazin für Produktion und Technik
Sie befinden sich hier:
Home> Produktion> Montage + Handhabungstechnik> Was der Roboter kann

RoboterzellenGutes Team

Roboterzellen

Der Automatisierungs- und Fördersystemhersteller Asa bringt zwei kooperierende Roboter als Team für die Fertigung von Rotorträgern für Hybridantriebe aus der Automobilindustrie auf den Markt. Während ein Roboter das Produkt positioniert, entgratet der andere mit unterschiedlichen Werkzeugen die zahlreichen Bohrungen, Fräsungen und Kanten.

…mehr

Roboter-SchleifanlagenWas der Roboter kann

zeigt die SHL Automatisierungstechnik anhand der Maschinenfabrik Reinhausen, die Stufenschalter für die Energieversorgung herstellt. Das Unternehmen hat mit den Jahren ein breites Spektrum an Komponenten und Geräten für Energieübertragung, -verteilung und die Peripherie entwickelt. Ein Roboter erledigt jetzt die geforderten Arbeiten günstiger, schneller, in hoher und reproduzierbarer Qualität sowie prozesssicher. Konventionell ausgestattet war die Teilefertigung bei der Maschinenfabrik Ende der 80er Jahre und daher wurde sie umstrukturiert. Die Mitarbeiter belegten Schulungen bei SHL. Roboter-Tests wurden gefahren. 1998 bekamen die Automatisierungstechniker den ersten Auftrag von mittlerweile drei fast identischen Roboter-Schleif- und Bearbeitungsanlagen. In enger Zusammenarbeit mit den Spezialisten aus Böttingen entstand eine multifunktionelle und universell einsetzbare Roboter-Bearbeitungsanlage. Heute schleifen die SHL-Roboter Kupfer- und Aluminiumteile, entgraten Blechteile, bringen Bohrungen und Senkungen ein und verputzen die Blechteile. Die Roboter-Schleifanlagen sind als komplett gekapselte Bearbeitungszellen konzipiert. Sie bestehen jeweils aus einem Sechs-Achsen-Industrieroboter Kuka KR 30/3 für maximal 30 Kilogramm Traglast, einer positionierbaren Doppel-Kontaktrollen-Schleifmaschine PDKS, einem Rundtisch/Drehsockel und einer Doppelbürstmaschine DDP550 ROB. Dazu kommen noch zwei Frässpindeln, eine Drehspanneinheit zum Wenden/Umspannen von Werkstücken, ein Wechselspanner für verschiedene Werkstückgreifer und ein Doppel-Zuführtisch für palettierte Rohteile. Des Weiteren gehört ein Ausfuhrband für fertige Werkstücke, eine Schallschutzkabine mit Absaugeinrichtung, eine Sicherheitseinrichtung und die Steuerung mit Software und einem Handbedienterminal zur Anlage.

sep
sep
sep
sep
Anzeige

Automatische Ablage

Roboter-Schleifanlagen: Was der Roboter kann

Die Doppelbürstmaschine DDP550 ROB und die beiden Frässpindeln sind auf dem Rundtisch/Drehsockel installiert und werden je nach Bearbeitungsaufgabe automatisch geschwenkt oder in Arbeitsposition gebracht. Der Doppel- oder Paletten-Zuführtisch stellt in Wechselpaletten oder Aufnahmen dem Roboter die Werkstücke lageorientiert zur Verfügung. Der Roboter entnimmt ein Teil, verfährt zur jeweiligen Bearbeitungsstation zum Schleifen, Entgraten, Bohren oder Senken. Danach setzt er das Werkstück auf dem Austragförderband ab. Dieses hat eine gewisse Länge und dient als Puffer für viele Teile. Die geschliffenen Kupfer- und Aluwerkstücke sind von Hand zu entnehmen. Der Bediener finisht sie an einer in direkter Nähe befindlichen Feinschleif- und Polierstation. Anschließend werden die Blechteile entnommen und in Transportbehälter gelegt.

Schnelles Umrüsten

Bei der Hauptbearbeitung, nämlich dem Schleifen und Bürsten von Kontakteilen und Schaltelementen aus Kupfer und Aluminium, nehmen die beiden Wechselpaletten des Zuführsystems 120 Werkstücke auf. Pro Schicht werden rund 100 Stück gefertigt. Das sind an einem Tag im Dreischichtbetrieb etwa 300 Teile. Folglich läuft die Anlage über mehr als eine Schicht autark. Der Bediener kann sich dem Finishing, der Roboter-Programmierung und dem Materialfluss widmen. Das Umrüsten geht schnell vonstatten, weil die Anlage so ausgerüstet ist, dass alle Aggregate und Werkzeuge schon vorhanden sind. Lediglich die Greifer, die Werkstück-Aufnahmen und die Arbeitsprogramme müssen gewechselt werden. Da die Roboter-Schleif- und Bearbeitungsanlagen von der MR sehr universell, flexibel und dabei hochgradig genutzt werden, hat sich die Investition schnell gerechnet. ee

Anzeige
Diesen Artikel …
sep
sep
sep
sep
sep

Weitere Beiträge zum Thema

Team B-Human

RoboCup 2017Igus Humanoid Platform führt aufs Siegertreppchen

Roboter holen Weltmeistertitel beim RoboCup 2017 mit Unterstützung von Igus. Die Teams NimbRo und B-Human gewinnen die internationalen Roboterfußball-Meisterschaften in Japan.

…mehr
Isolation von Datenleitungen

Kompakte Kabel für RoboterNicht mit Kupfer knausern

Je enger Menschen mit Robotern zusammenarbeiten, desto kleiner und kompakter werden die kollaborierenden Assistenten. Das hat Konsequenzen für die Anbieter von Verbindungslösungen, denn sie müssen ihre Leitungen und Steckverbinder ebenfalls auf Diät setzen.

…mehr
AMB 2018

AMB 2018Zuwachs in der Fläche, neue Dimensionen

Zur AMB 2018 werden in Stuttgart rund 90.000 internationale Fachbesucher und 1.500 Aussteller erwartet. Mit der neuen Paul Horn Halle stehen 15.000 Bruttoquadratmeter mehr zur Verfügung.

…mehr
Robolink Roboterarme Igus auf der HMI

Roboter-BaukastenRoboter ab 5.000 Euro frei konfigurieren

Einfach konfigurieren und kostengünstig automatisieren – Igus präsentiert auf der Hannover Messe neue Robolink Komponenten für individuelle Robotik-Lösungen.

…mehr
Yaskawa Demozelle Cebit

Cebit-PremiereYaskawa zeigt Lösungen für die Digitale Fabrik

Yaskawa ist erstmals auf der Cebit vertreten und stellt Lösungen für die digitale Fabrik in den Fokus. Unter anderem beweisen in einer als Konzeptstudie entwickelten Demozelle aus dem „Yaskawa Innovation Center“ im japanischen Kitakyushu neue Miniroboter die Potenziale individualisierter Fertigung (Build to Order), indem sie am Stand Modellautos montieren.

…mehr
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Neue Stellenanzeigen

Anzeige

Direkt zu:


ExtraSCOPE


TrendSCOPE


Robotik in der industriellen Fertigung