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RoboterzellenGutes Team

Roboterzellen

Der Automatisierungs- und Fördersystemhersteller Asa bringt zwei kooperierende Roboter als Team für die Fertigung von Rotorträgern für Hybridantriebe aus der Automobilindustrie auf den Markt. Während ein Roboter das Produkt positioniert, entgratet der andere mit unterschiedlichen Werkzeugen die zahlreichen Bohrungen, Fräsungen und Kanten.

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LaserlichtWenn Licht vor Licht schützt

Zur Produktkennzeichnung von Sonnenblendlagern hat Prumatech bei der Sondermaschine zum Verpressen von Achse und Lagerblock und zur Überprüfung des Drehmoments einen E-Solarmark von Bluhm verbaut. Zahlreiche Gründe sprachen für diesen CO2-Laser.

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Montage- und Handhabungstechnik: Wenn Licht vor Licht schützt

Ist Ihnen dies schon einmal aufgefallen? Wenn man im Auto die Sonnenblende herunter oder zur Seite klappt, so geschieht dies mit einer definierten Kraft und einem Drehmoment im Bereich von 60 - 120 Ncm. Findige Autokonstrukteure haben genau dieses Drehmoment als für den Fahrer angenehm definiert, um die besagte Sonnenblende bequem zu benutzen. Verantwortlich für diese Funktion ist ein optimales Einpassen von Lagerbock und Sonnenblendenachse. Das Zusammenstecken dieser Bauteile sowie das Drehmoment werden genau überprüft, bevor das Bauteil an die Automobilhersteller geliefert wird. Eine Maschine, die solche Aufgaben erfüllt, erhält man bei einer Firma für Sondermaschinenbau - der im Jahre 2005 in Schwäbisch Hall gegründeten Prumatech GmbH. Trotz des noch jungen Alters des Unternehmens können seine Mitarbeiter auf einen umfangreichen und langjährigen Erfahrungsschatz im Sondermaschinenbau zurückgreifen. Realisiert wurden bereits Aufgaben mit Portalrobotern, Kamerasystemen, Transportbändern, Drehtischen usw.

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Innerhalb der Toleranzen

Für die beschriebene Anwendung hat man an die, ebenfalls in Schwäbisch Hall ansässige Aruso-Plast Ruoff, eine Sondermaschine zum Verpressen von Achse und Lagerblock, sowie zur Überprüfung des Drehmoments geliefert. In Schwäbisch-Hall wurden die Sonnenblendenlager in der Vergangenheit von Hand zusammen gepresst. Eine Drehmomentprüfung fand nur stichprobenartig statt. Mit der neuen Anlage von Prumatech kann eine 100-prozentige Kontrolle jedes einzeln montierten Teiles stattfinden. Dazu erläutert Norbert Wais, Geschäftsführer des Maschinenbauunternehmens: "Die von uns auf Kundenwunsch konstruierte Anlage besteht aus jeweils einer Sortiereinrichtung mit der entsprechenden Zuführung für die Achsen und Lagerböcke. Zur weiteren Bearbeitung dient ein Drehteller mit acht Stationen. An diesen acht Stationen werden die Achsen und Lagerböcke zugeführt. Achse und Lagerbock werden miteinander verpresst. Der Lagerbock gedreht und ausgerichtet und anschließend das Drehmoment gemessen. Per Rechner erfolgt ein Soll/Ist Vergleich der Drehmomente. Ist das Bauteil innerhalb seiner Toleranzen erfolgt per Laser eine Kennzeichnung zur Rückverfolgung. Ein Bauteil, welches die Prüfung nicht besteht, wird auf einer späteren Station ausgeschleust", erklärt Norbert Wais. Für die Station der Produktkennzeichnung hat Prumatech einen 10 Watt E-Solarmark Laser von Bluhm Systeme gekauft.

Vom Jahr zur Sekunde

"Einer unserer Kunden aus der Automobilindustrie stellte die Anforderung, dass jedes Bauteil mit einer eindeutigen, nicht mehr entfernbaren Kennzeichnung versehen werden soll", erzählt Stephan Munz, Ingenieur von Aruso-Plast. "Erfüllt ein Bauteil in der Automobilproduktion nicht seine gestellten Anforderungen, soll über diese Kennzeichnung eine Rückverfolgung gewährleistet werden. In unserem Fall schreibt der Laser eine Information über das Jahr, Monat, Tag sowie Uhrzeit mit Stunde, Minute und Sekunde in den POM Kunststoff." Die Frage, warum man für diese Aufgabe auf einen kostenintensiverer Laser anstelle anderer Kennzeichnungstechnik setzt, antwortet Munz: "Ein Lasersystem wie der E-Solarmark ist für uns eine viel flexiblere Lösung. Unsere Kunststoffbauteile können alle möglichen Farben haben, sodass eine Kennzeichnung per Tinte irgendwann immer den falschen Farbton haben würde. Der Laser kommt mit jedem Material, mit jeder Farbe klar. Und was für uns ganz wichtig war: die Bediener haben beim E-Solarmark Laser keinerlei Reinigungs- oder Wartungsaufwand. Verbrauchsmaterialien fallen keine an und mit einem Staubtuch ist das ganze System sauber zu halten", erklärt Munz einen der großen Vorteile von Laser gegenüber sonstigen Kennzeichnungssystemen.

Schnell verstellt

Bei Aruso-Plast wird zu Zeit noch alle drei bis fünf Sekunden ein Bauteil unter den Laserkopf geführt, um gekennzeichnet zu werden. Im Extremfall könnte der Laser bis zu 1.000 Zeichen pro Sekunde oder bis zu 33.000 Produkte pro Stunde beschreiben. Die Prumatech Ingenieure haben den E-Solarmark Laser in der Art in die Sondermaschine integriert, dass er mit wenigen Handgriffen sowohl in der Höhe, als auch in der Neigung verstellt werden kann. Ein Codieren von rechten und linken Sonnenblenden ist damit einfach gewährleistet.

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