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MesstechnikEndress+Hauser baut US-Fertigung aus

Endress+Hauser

Der Mess- und Automatisierungstechnik-Spezialist Endress+Hauser hat seine Fertigung in den Vereinigten Staaten weiter ausgebaut. In Ann Arbor/Michigan erweiterte das Unternehmen für 9 Millionen US-Dollar die Produktion von Raman-Analysatoren; in Greenwood/Indiana entstand für 8 Millionen US-Dollar ein neues Werk für Temperaturmesstechnik.

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Schutzkappen, Stopfen u.a.Der Trick mit dem Körbchen

Mit Schutzkappen und Endstopfen, die Gewinde und Bohrungen vor Staub und Schmutz schützen, kennen sie sich aus, die Entwickler von Pöppelmann. Und obgleich das Standard-Sortiment des Lohner Unternehmens bereits eine Fülle möglicher Anforderungen abdeckt, müssen sie immer wieder kundengerechte Maßanfertigungen realisieren. Dabei sind es oft die Automobil-Zulieferer, die aufgrund der hohen Qualitätsmaßstäbe im Fahrzeugbau gezwungen sind, ihre Komponenten und Bauteile für den Transportweg optimal zu sichern.

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Messen/Prüfen: Der Trick mit dem Körbchen

So lag der Fall auch, als ein namhafter Hersteller von Gehäusen für Turbolader an den Kunststoffverarbeiter herantrat. Sein Problem: Nachdem die Gehäuse die obligatorischen Testläufe absolviert haben, bleiben in ihren Anschlussgewinden kleine Mengen von Öl zurück. Diese Restmengen würden jedoch bei der Demontage und spätestens beim Verpacken der Bauteile auslaufen und dabei Turboladergehäuse und Umfeld verunreinigen. Versuche mit herkömmlichen Stopfen brachten hier keine zufrieden stellenden Ergebnisse. Entweder sie schlossen nicht dicht genug ab oder aber sie ließen sich nicht einfach genug wieder heraus ziehen.

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Schaum im Korb

Um dem Problem auf die Schliche zu kommen, konstruierten die Entwickler einen zweiteiligen Stopfen, dessen Geometrie sich grundlegend von allen bisherigen Lösungen unterscheidet. Er besteht aus einem Körbchen, in dem ein passgenaues Stück PUR-Schaum sitzt. Dieses Schaumstück dient als Saugelement, das die Ölreste im Gewinde aufnimmt. Das Körbchen hingegen fungiert als Trägerelement. Es hat eine abstehende Griffflasche, mit der es leicht eingesteckt und herausgezogen werden kann – ohne dass sich der Monteur die Hände schmutzig macht.

Durch seine konische Form findet der Korb-Stopfen festen Halt in der Gewindeöffnung. Und der verwendete offenporige Polyurethanschaum hat eine ausreichend gute Saugwirkung. Zudem ist das Schaumelement an seiner äußeren Seite mit einer Folienhaut abgeschlossen. So tritt auch nicht die kleinste Ölspur ans Tageslicht. Als Werkstoff für den kleinen Korb wählte man den technischen Kunststoff PE-HD. Dieses Polyethylen ist besonders beständig gegen Chemikalien und Öle.

Die Entwickler von Pöppelmann haben mit ihrer Lösung den Nagel auf den Kopf getroffen. Der saugende Korb-Stopfen funktioniert so gut, dass ihn der Hersteller gleich in drei weiteren Größen nachbestellte. Fazit: Klein aber oho! Michael Stöcker

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