Temperatursensoren

Verlängerte Kalibrierzyklen senken Kosten

Mit der bescheinigten Langzeitstabilität der iTherm Temperatursensoren bietet Endress + Hauser als einziger Hersteller verlängerte Kalibrierzyklen. Das senkt die Kosten deutlich. Die DMK Deutsches Milchkontor in Hohenwestedt nutzt die Vorteile der standardisierten Temperaturmessung.

Kalibrierung des Widerstandsthermometers TM411.

Optimale Prozesstemperaturen sind die Basis für die Herstellung hochwertiger Produkte. Abweichende Werte lassen biochemische Prozesse zu langsam oder schnell ablaufen, die Toleranzen sind eng. Die Erfassung der Temperatur, dem meist gemessenen Parameter, ist sicherheits- und qualitätsrelevant.

Für die Prozessmesstechnik bedeutet dies einerseits eine Herausforderung, aber auch Potenzial für Verbesserungen in den Prozessen. „Jedes Kilogramm Milch durchläuft einen Erhitzungsprozess, bei dem gesetzlich vorgeschriebene Temperaturgrenzen eingehalten werden müssen“, erklärt Patrick Hilbert, Leiter Instandhaltung Elektrotechnik am schleswig-holsteinischen Standort Hohenwestedt von DMK Deutsches Milchkontor. „Die Problematik in Hohenwestedt war, dass wir zirka 30 verschiedene Typen von Temperaturmesstechnik eingesetzt hatten.“ So wurde es für die Instandhaltung schwierig, in kurzer Zeit auf Störungen zu reagieren.

DMK reagierte mit der Standardisierung ihrer Temperaturmesstechnik. „Unsere Wahl fiel auf Endress + Hauser, weil der Temperaturfühler alle von uns gewünschten Funktionen beinhaltet. Zum einen die Standardisierung, das heißt: Wir haben nur noch einen Temperaturfühler und verschiedene Prozessadapter, die vor Ort auf die Bedürfnisse der Anlage hin zusammengebaut werden können. Weiteres Kriterium ist die kurze Ansprechzeit des Temperaturfühlers (t90 = 0,75 s), weil es bei Milcherhitzungsanlagen auf sehr geringe Temperaturabweichungen im Bereich von 0,1 °C ankommt“, so Patrick Hilbert.

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Spezialist für die Foodbranche: iTherm mit hygienegerechtem Design.

In Hohenwestedt kommen die Vorzüge der iTherm Quicksens und iTherm Quickneck Technologien zum Tragen. Quicksens bedeutet schnelle Ansprechzeiten und hochpräzise Temperaturmessung, auch in Schutzrohren. Damit steigen die Prozesssicherheit und das Potenzial für Kostenoptimierung. Weitere Stärken sind kurze Eintauchtiefen (25 mm) mit hoher Reproduzierbarkeit sowie Robustheit bei Belastungen > 60g und damit eine sehr hohe Lebensdauer. Die iTherm Quickneck Technologie ist geprägt vom teilbaren Halsrohr. Die einfache werkzeuglose Kalibrierbarkeit bringt Zeit- und Kostenersparnisse bei häufig zu kalibrierenden Messstellen. Die Messgeräte werden in der Praxis jährlich kalibriert. Aufgrund des besonderen Sensordesigns sowie automatisierter Fertigung wurde die Langzeitstabilität der Messeinsätze der Sensoren Quicksens und Strongsens weiter optimiert. Den Nachweis erbringen Tests im Labor. Hier wurden die gebräuchlichen Prozessbedingungen der Lebensmittel-/Getränke- sowie Life Sciences Industrie simuliert.

Rund 2.000 Stunden wurden die Sensoren zyklisch getestet und kalibriert. Der Ablauf eines Zyklus umfasst rund fünfeinhalb Stunden und beginnt mit einem fiktiven Herstellungsprozess bei 40 °C. Nach einer Stunde bei 40 °C wird eine CIP (Cleaning-In-Place) Reinigung bei ca. 65 °C für eine Stunde simuliert und anschließend wieder auf Prozesstemperatur heruntergekühlt. Darauf folgt nach rund einer Stunde bei Prozesstemperatur eine Simulation der SIP (Sterilisation-in-Place) Reinigung bei 135 °C, die ebenfalls eine Stunde dauert.

Für den DMK-Standort im hohen Norden hat sich die Standardisierung der Temperaturmesstechnik gelohnt, weiß Instandhaltungsleiter Patrick Hilbert: „Die Vorteile, die wir daraus gezogen haben, sind zum einen eine deutliche Kostenreduzierung bei der Prüfmittelüberwachung durch unsere Mitarbeiter. So haben wir die Zeit für eine Prüfung, die zuvor 60 Minuten dauerte, auf rund 45 Minuten reduzieren können.“ Die Zeitersparnis ist leicht auszurechnen: 25 Stunden bei einer Anzahl von hundert zu prüfenden Messstellen in einer Anlage! Ein weiterer Vorteil, so Hilbert, ist „die Standardisierung im Materiallager. So können unsere Mitarbeiter auf einen standardisierten Temperaturfühler zurückgreifen und bei Störungen wesentlich schneller reagieren.“

Durch den Einsatz von Endress + Hauser iTherm Temperatursensoren lässt sich der Kalibrierzyklus verlängern. So ergibt sich durch die Halbierung des Kalibrieraufwands eine erhebliche Kostenersparnis pro Jahr. jg

Achema, Halle 11.1, Stand C27

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