Prüflabor für Auswuchttechnik

Einzigartiges Referenzsystem

Ohne präzise Messtechnik wackelt jedes Qualitätsmanagement. Das gilt auch für die Maschinen und Gebrauchsnormale der Auswuchttechnik. Aber gibt es überhaupt ein Ur-Normal für die Messgröße Unwucht, die als Maßstab für alle praktischen Vergleichsmessungen dienen kann? Ja! Als einzige Stelle in Europa verfügt das Prüflabor für Auswuchttechnik (PFA) von Schenck RoTec über ein Referenzsystem sowie von der DAkks akkreditierte Verfahren zur international anerkannten Qualifizierung von Auswuchtanlagen und sogenannten Meisterrotoren.

"Auswuchtmaschinen sind keine Fertigungsanlagen, sondern hochpräzise Messgeräte, die regelmäßig zu überprüfen sind", sagt Michael Baßmann. Mit diesem Credo steht der Leiter des Prüflabors für Auswuchttechnik (PFA) von Schenck RoTec auf dem Boden der ISO 9001, die für viele Unternehmen die Basis ihres Qualitätsmanagements ist: "Messmittel (...) müssen in festgelegten Abständen oder vor Gebrauch kalibriert und/oder verifiziert werden", heißt es dort. Wer weiter liest, erfährt, dass dies anhand von Messnormalen zu geschehen hat, "die auf internationale oder nationale Messnormale zurückgeführt werden können". Ein heikler Punkt, denn lange Zeit gab es für die Messgröße Unwucht kein solches Normal.

Weltweit einzigartiges Referenzsystem

Erst seit der Entwicklung neuer Prüfverfahren durch das PFA - vor etwa drei Jahren - können industrielle Anwender ihre Auswuchtmaschinen und Gebrauchsnormale nach rückführbaren Messgrößen zertifizieren lassen, und so ihr QM auf eine verlässliche Basis stellen. Inzwischen ist dieses Verfahren, dessen technologisches Zentrum eine hochgenaue Mastermaschine und ein streng behüteter Referenzrotor sind, von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkks) offiziell anerkannt. Das PFA von Schenck RoTec ist damit der einzige autorisierte Dienstleister, der die Messgröße Unwucht sowie auch verwandte Größen international gültig, herstellerneutral und nachvollziehbar genau zertifizieren kann. Das bedeutet: Produzierende Unternehmen, deren Auswuchtmaschinen, Schleuderstände, Meister- und Testrotoren das Prüfsiegel des PFA tragen, können ihren Kunden ein lückenloses QM präsentieren. "Die Firmen optimieren mit diesen Maßnahmen ihre Auswuchtprozesse, reduzieren den Ausschuss, senken ihr Haftungsrisiko und verschaffen sich so insgesamt einen sehr großen Wettbewerbsvorteil", betont Michael Baßmann.

Die nach DIN EN ISO/ IEC 17025 akkreditierten Leistungen des PFA decken die Messgrößen Geometrie, Masse, Unwucht, Drehzahl und Schwinggeschwindigkeit ab - sie reichen damit weit hinaus über sonst übliche Prüfspektren. Aufbauend darauf kann der Kunde zwischen den drei Qualitätsstufen Basic, Master und Reference wählen, die sich durch ihren messtechnischen Tiefgang und Dokumentationsumfang unterscheiden. In der höchsten Leistungsstufe Reference erhält der Anwender ein international gültiges Prüfzertifikat mit Angabe der spezifischen Messunsicherheit, eine detaillierte Dokumentation und die Sicherheit, dass seine Normale oder Maschinen (ganz gleich von welchem Hersteller) mit der derzeit höchstmöglichen Genauigkeit geprüft sind. Das PFA-Prüfzertifikat entspricht dem DKD-Kalibrierschein. Es dient als Nachweis für alle Anforderungen an Prüfmittel und Messsysteme in Automobilindustrie, Maschinenbau, Luftfahrt und Elektrotechnik nach ISO 9001, ISO/TS 16949 oder EN 9100.

Messtechnik mit anerkanntem Prüfsiegel

Die Zertifizierung von Gebrauchsnormalen ist ein wichtiger Leistungsbereich des PFA von Schenck RoTec. Dabei handelt es sich um spezielle Testrotoren oder idealtypische Serienteile - etwa eine Kurbelwelle - die in der Produktion regelmäßig zur Maschineneinrichtung verwendet werden. Nur mit derartigen Prüfmitteln lassen sich Auswuchtmaschinen normgerecht überwachen. Ist alles in Ordnung, vergibt das PFA ein entsprechendes Prüfsiegel.

Der praktische Wert einer PFA-Zertifizierung ist sehr hoch. Prüfmittelverwalter, Qualitätsmanager und Produktionsleiter brauchen damit kein Audit mehr zu fürchten. Und Betriebe, die die Qualität ihrer Produkte durch das periodisch erneuerte PFA-Prüfsiegel auf ihren Auswuchtmaschinen und Gebrauchsnormalen nachweisen können, verschaffen sich im internationalen Wettbewerb einen deutlichen Vorsprung. Übrigens: Viele neue Maschinen oder Normale aus dem Hause Schenck RoTec verlassen die Produktion nur noch mit dem PFA-Siegel. kf

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