Füllstand- und Druckmessung

Abwärtskompatibel?

Die FDT/DTM-Technologie hat sich zur Integration und Bedienung leistungsfähiger Feldgeräte mehr als bewährt. Aber zu jeder neuen Hardware muss meist auch ein neuer DTM installiert werden, der darüber hinaus nur bedingt kompatibel zu alten Geräten ist. Dass es auch anders geht, zeigt das Unternehmen Vega. Hier wird zu jedem Gerätetyp - unabhängig von seiner Version - nur ein DTM benötigt; denn er ist sowohl abwärts als auch aufwärts vollständig kompatibel.

Alte und neue Sensoren werden in Anlagen meist gemischt eingesetzt. Trotzdem wird bei den Geräten von Vega nur ein DTM zur Einbindung in die FDT-Rahmenapplikation benötigt. Mit ihm kann der Betreiber beispielsweise auf alle Generationen der Plics-Gerätefamilie zugreifen; und das lästige Installieren / Deinstallieren auf dem PC entfällt.

Die Schnittstelle FDT ist eine standardisierte und hersteller-unabhängige Plattform, die dem Anwender alles bietet, um seine leistungsfähigen Geräte möglichst einfach bedienen, parametrieren und auch konfigurieren zu können. Damit die geforderte Investitionssicherheit dieser Technologie gewährleistet ist, sollten die dazugehörigen DTMs sowohl aufwärts als auch abwärts kompatibel sein. Dies sind Softwaremodule, in denen die Funktionalität eines spezifischen Gerätes detailliert abgebildet ist; inklusive einer graphischen Benutzeroberfläche für eine komfortable und intuitive Bedienung. Nun ist diese Kompatibilität meist aber nicht gegeben, denn viele Hersteller entscheiden sich für den leichten Weg: Einen neuen und wesentlich schlankeren DTM, der schnell zu produzieren und einfach zu testen ist sowie wenig Aufwand und Kosten erzeugt. Damit geht aber die geforderte Abwärtskompatibilität verloren. Dass es auch anders geht, zeigt das Unternehmen Vega.

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Seit der Einführung der FDT-Technologie vor fast zehn Jahren und dem modularen Gerätekonzept Plics in 2002 gibt es bei Vega pro Gerätetyp genau einen DTM. Dieser funktioniert reibungslos mit der gesamten Gerätereihe, nach oben und nach unten. Das heißt, auch die Firmware aus der neuesten DTM-Collection arbeitet sowohl mit der aktuellen Gerätetechnik als auch mit der älteren Plics-Gerätegeneration. Auf der diesjährigen Achema hat das Unternehmen mit Plicsplus die Weiterentwicklung seines bewährten Gerätekonzepts vorgestellt. Es bietet unter anderem intelligentere Diag- nosefunktionen und mehr Speicher. Selbstverständlich sind die neuesten Varianten auch mit der Einführung des sogenannten FDT-Style-Guides kompatibel. Ein Standard, der eine einheitliche und benutzerfreundliche Bedienoberfläche für Hersteller von DTMs definiert, ohne auf individuelle Gestaltungsmöglichkeiten zu verzichten. Das Unternehmen hat als erster großer Anbieter von DTMs im Mai alle Bedienoberflächen auf diesen neuen Standard umgestellt.

Wie viele DTMs installieren Sie pro Jahr?

Diese Flexibilität der DTMs einer Gerätereihe ist ein echter Fortschritt. Denn bei anderen Anbietern kann es durchaus sein, dass der Kunde zu jeder neuen Hardware innerhalb einer Produktreihe einen neuen DTM benötigt, der natürlich auch installiert werden muss. In extremen Fällen existieren selbst innerhalb einer Gerätelinie unterschiedliche Varianten. Im Vergleich dazu, muss der Anwender bei Vega noch nicht einmal wissen, welche Gerätegeneration er in seiner Anlage hat und welchen DTM er dafür einsetzen kann. Mischt er neue und alte Geräte, was ja üblich ist, kann er diese über einen einzigen, zentralen DTM bedienen. Im Einsatz ist daher immer nur ein DTM, über den er einheitlich auf alle Generationen der Plics-Gerätefamilie zugreifen kann. Daher veröffentlicht das Unternehmen eine, maximal zwei DTM-Varianten pro Jahr. Dem Kunden bleibt es selbst überlassen, ob er eine neue Version aufspielen will. Allerdings kommt er nur mit einem Update in den Genuss neuer Features. Der Treiber erkennt online, welche Funktionalitäten er für dieses Gerät anbieten kann und zeigt auch nur diese an. Es müssen also nicht mehrere DTM-Versionen mit vergleichbarer Funktionalität gleichzeitig auf dem PC gehalten werden. Auch die Pflege der Softwarestände entfällt. Entscheidend für Vega ist, dass im Sinne eines einfachen und kostengünstigen Life Cycle Managements jeder DTM alle Änderungen abfängt. Aus diesem Grund sind alle DTMs innerhalb der zukunftssicheren Plattformen Plics und Plicsplus vollständig kompatibel.

Bei der neuesten Entwicklung ist die standardisierte Diagnose gemäß Namur Empfehlung NE107 „Selbstüberwachung und Diagnose von Feldgeräten“ integriert. Dies hat den Vorteil, dass der Betreiber endlich von seinen teuren und zyklischen Intervallen auf eine Wartung „on demand“ umschwenken kann – was die Kosten deutlich reduziert. Jeder Fehler am Sensor wird in einen bestimmten Status verpackt und an das Prozessleitsystem gemeldet. Insgesamt sind vier „Möglichkeiten“ vorgesehen: Wartungsbedarf, Funktionskontrolle, Ausfall sowie Außerhalb der Spezifikation. So kann das Personal etwa bei einem Wartungsbedarf den Sensor gezielt über den DTM aufrufen, nachsehen welche Probleme es gibt und geeignete Maßnahmen ergreifen. Wird beispielsweise der Signal-Rausch-Abstand der Radarantenne immer kleiner, könnte eine Produktanhaftung an der Antenne die Ursache sein. Je nach Fähigkeit und Funktionalität gibt ein DTM mehr oder weniger Informationen zur Diagnose und für das Asset Management preis. Wer High-End-Funktionalitäten wie die Historie von Echokurven archivieren oder die Messdatenaufzeichnung nutzen will, kann sich eine Vollversion auf CD bestellen.

Suchfunktion zum automatischen Projektaufbau

Die DTMs werden in einer FDT-Rahmenapplikation ausgeführt, wie beispielsweise PACTware, eine bewährte hersteller- und feldbusunabhängige Bediensoftware. Sie laufen unter allen bisherigen Versionen, von PACTware 2.4 bis 3.6. Auch hier hat der Kunde die Wahl. Je höher die Version, umso mehr Funktionen beinhaltet das Bedienprogramm. So steht zum Beispiel ab 3.0 ein Vega-Projektassistent zur Verfügung - eine Gerätesuchfunktion zum automatischen Projektaufbau. Er ist der erste seiner Art und ein weiterer Schritt in Richtung Einfachheit. Mit der aktuellen DTM-Collection vom Mai dieses Jahres sind bei Vega auch die Lizenzmodelle für die DTMs endgültig vom Tisch. In Zukunft kann sich jeder Kunde die Basisversion zusammen mit PACTware im Downloadbereich der Firma herunterladen – beides ist kostenfrei. Dr. Peter Stipp

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