Wirkdruckmessung nach ISO 5167

Gut für den Geldbeutel

Warum sich eine gute Messung lohnt? Wasserdampf hat speziell in der Energiewirtschaft eine enorme Bedeutung; schon geringe Volumen können viel Energie transportieren. Die Nachfrage nach Lösungen für eine möglichst genaue Abrechnung steigt. Allerdings sind die Grundlagen für die Abrechnung oft sehr undurchsichtig. Erfahrungen belegen mittlerweile jedoch, dass Messungen nach dem Wirkdruckprinzip für Abrechnungsmessungen und hochwertige Bilanzierungs- oder Kontrollmessungen am besten geeignet sind.

Die Wirbelzählertechnik ist für Dampfapplikationen geeignet; für die Abrechnung sind jedoch weitere Maßnahmen erforderlich.

Prinzipiell gibt es nur eine begrenzte Anzahl messtechnischer Verfahren, die sich für Dampfanwendungen eignen. Die wichtigsten sind Wirbelzähler, die Stausondenmessung und die klassische Wirkdruckmessung nach DIN EN ISO 5167. Welche sich am besten eignet, lässt sich nur entscheiden, wenn man die Anforderungen der Dampflieferanten und Dampfbezieher näher betrachtet. Beide haben großes Interesse an einer genauen und vor allem vertrauenswürdigen und nachvollziehbaren Messeinrichtung. Gefragt sind also neben einer hohen Verfügbarkeit eine möglichst große Messgenauigkeit bei großer Messdynamik. Die Qualität der Messwerte sollte sich vor Ort überprüfen lassen, Rechtssicherheit bieten bzw. sich auf international gültige Regelwerke zurückführen lassen. Die Spezialisten des Unternehmens Metra Energie-Messtechnik haben aufgrund ihrer fast dreißigjährigen Erfahrung als Lieferant für Dampfdurchfluss- bzw. Dampfenergiezähler festgestellt, dass die Messung nach dem Wirkdruckprinzip (DIN EN ISO 5167) und einer darauf abgestimmten Gerätetechnik hierfür die besten Voraussetzungen bietet.

Anzeige

Die Wirkdruckmessung nach ISO 5167 bietet gute Voraussetzungen. Keines der anderen Verfahren wurde so ausgiebig untersucht sowie durch zahlreiche Kalibrierungen auf verschiedenen Prüfständen untermauert. Die weitverbreitete Meinung, dass mit der Wirkdruckmesstechnik nur eine sehr geringe Messdynamik bei gleichzeitig hoher Messunsicherheit gefahren werden kann, ist schon lange nicht mehr gültig. Dank der Weiterentwicklungen der letzten Jahre, erlaubt die heutige Gerätetechnik in der klassischen Wirkdruckmesstechnik Messbereiche von bis zu 50 : 1 bei einer Messunsicherheit von 0,5 % vom Momentanwert bezogen auf den Masse- und Energiedurchfluss.

Universeller Durchfluss- und Energierechner

Um solch große Messbereiche bei gleichzeitiger minimaler Messunsicherheit zu realisieren, werden an die einzelnen Komponenten und an das Prüfverfahren einer Wirkdruckmesskette allerdings hohe Anforderungen gestellt. Dies betrifft die richtige Auswahl des Wirkdruckgebers, der Umformertechnik (Differenzdruck, Absolutdruck, Temperatur) bis hin zum Dampfdurchfluss- bzw. Dampfenergierechner. Wichtig für eine korrekte Auslegung ist dabei immer die richtige Einschätzung und Berücksichtigung der Ein- und Auslaufsituation sowie des Dampfzustandes. Wichtig ist zudem die richtige Auswahl des Kalibrier-Institutes, das über das geeignete Equipment verfügen muss. Sie wird vom Strömungszustand beim tatsächlichen Einsatz der Dampfmessung bestimmt.

Ein entscheidender Vorteil liegt in der einfachen Überprüfbarkeit einer bereits in Betrieb befindlichen Dampfmessung. Bei der richtigen, anwendungsorientierten Auswahl des Wirkdruckgebers ist ein Verschleiß der messrelevanten Teile des Gebers auch über Jahre nicht zu befürchten. Die zugehörige Umformertechnik wie Differenzdruck, Temperatur, Absolut- druck oder Durchfluss-/Energierechner lassen sich mit entsprechenden Normalen einfach vor Ort überprüfen. Wenn alle diese Anforderungen berücksichtigt werden, ist eine vertrauenswürdige, nachvollziehbare Dampfmessung realisierbar, die vergleichbar mit einer geeichten Messeinrichtung ist.

Genauigkeit rechnet sich

Eine Beispielrechnung zeigt deutlich den finanziellen Nutzen, den Dampflieferant und -bezieher von einer solchen Messung haben können: Geht man aus von einem Dampfmassenstrom von 80 Tonnen pro Stunde bei einem Dampfpreis von 25 Euro pro Tonne und einer Betriebszeit von 7.200 Stunden im Jahr, ergeben sich jährliche Kosten von 14,4 Millionen Euro. Jetzt kommen Messunsicherheiten ins Spiel. Bei einer angenommenen Messunsicherheit von +/– 5 %, wie sie in der Praxis oft in Kauf genommen wird, betragen die Kostenschwankungen +/– 720.000 Euro/pro Jahr bei sonst gleichen Bedingungen. Bei einer Messunsicherheit von +/– 2 % reduzieren sich die Schwankungen auf +/– 288.000 Euro/Jahr und bei einer Messunsicherheit +/– 0,5 % auf lediglich +/– 72.000 Euro/pro Jahr. Messunsicherheiten im einstelligen Prozentbereich können also mehrere Hunderttausend Euro im Jahr kosten. Mit der beschriebenen Gerätetechnik lassen sich unnötige Ausgaben durch falsche Berechnungen bis um den Faktor 10 senken. Für Dampfabrechnungsmessungen ist damit die klassische Wirkdruckmesstechnik nach ISO 5167 ein ausgesprochen lohnendes Verfahren, egal ob Dampf als Arbeitsmittel, für Heizzwecke oder als Prozessenergie genutzt wird. ee

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Sensortechnik

Sick verstärkt seinen Vorstand

Seit Beginn des Jahres hat die Sick AG ein neues Vorstandsmitglied. Damit will der Aufsichtsrat das Wachstum stärken. Der 48-jährige Dr. Tosja Zywietz tritt für das Ressort „Operations“ in den Vorstand des Sensorherstellers ein.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem SCOPE Newsletter

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite