Endress+Hauser: Geschäftsjahr 2019

Andreas Mühlbauer,

Gute Entwicklung bei Auftragseingang, Umsatz, Gewinn und Beschäftigung

Endress+Hauser berichtet für das Geschäftsjahr 2019 über eine gute Entwicklung aller Arbeitsgebiete, Branchen und Regionen.

Endress+Hauser ist 2019 breit abgestützt und ausgewogen gewachsen. Die fortschreitende Digitalisierung in der Industrie sorgte für zusätzliche Impulse. © Endress+Hauser

Die Firmengruppe hat mehrere hundert Arbeitsplätze geschaffen, gleichzeitig hohe Investitionen getätigt und sich in der Nachhaltigkeit verbessert. CEO Matthias Altendorf zufolge kann das Familienunternehmen damit den Herausforderungen der Coronakrise aus einer Position der Stärke begegnen.

„2019 war ein gutes Jahr für Endress+Hauser“, betont Altendorf. „Unser Wachstum war breit abgestützt und ausgewogen.“ Das auf Mess- und Automatisierungstechnik für Prozess und Labor spezialisierte Unternehmen steigerte trotz abflauender Konjunktur den Nettoumsatz um 8,0 Prozent auf 2,652 Milliarden Euro. Getrieben worden sei diese Entwicklung hauptsächlich von kleineren und mittleren Projekten, erläuterte der Firmenchef auf der Bilanzmedienkonferenz in Basel.

Innovation und Nachhaltigkeit im Fokus

318 Entwicklungen meldete Endress+Hauser 2019 erstmals zum Patent an. 7,6 Prozent des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung. Mehr als 1.100 Beschäftigte arbeiten an neuen Produkten, Lösungen und Dienstleistungen. Ende 2019 zählte Endress+Hauser weltweit 14.328 Beschäftigte. Damit sind binnen eines Jahres 400 Stellen hinzugekommen.

Fortschritte erzielte das Unternehmen auch auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit. Im jährlichen EcoVadis-Audit platzierte sich Endress+Hauser unter den Top 2 Prozent der weltweiten Vergleichsgruppe. Durch die Umstellung auf Ökostrom in der Produktion konnte das Unternehmen den CO2-Ausstoß um mehr als ein Drittel senken.

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USA weiter größter Markt, China überholt Deutschland

Starke Wachstumsimpulse kamen 2019 aus Asien. Europa entwickelte sich gut, Südamerika sehr gut. Nordamerika blieb dagegen hinter den Erwartungen, während das Geschäft in Afrika und dem Nahen Osten rückläufig war. China überflügelte beim Umsatz Deutschland und liegt nun knapp hinter den USA, die weiter der größte Absatzmarkt für Endress+Hauser sind.

Das veränderte Marktumfeld zeigt sich im Betriebsergebnis (EBIT) von 343,4 Millionen Euro (plus 3,9 Prozent). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) wuchs um 9,9 Prozent auf 346,9 Millionen Euro. Dahinter steht ein gegenüber 2018 deutlich verbessertes Finanzergebnis. Die Umsatzrendite (ROS) kletterte um 0,2 auf 13,1 Prozent.

Das Ergebnis nach Steuern stieg 2019 um 14,3 Prozent auf 265,9 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote erreichte 75,6 Prozent, 4,6 Prozentpunkte mehr als 2018.

Corona-Auswirkungen nicht abschätzbar

Endress+Hauser ist mit einem nochmals gewachsenen Auftragsbestand ins Jahr 2020 gestartet. Die Coronavirus-Pandemie erschwert ein Erreichen der ursprünglichen Ziele jedoch massiv. „Noch können wir die wirtschaftlichen Auswirkungen nicht abschätzen. Aber die Krise wird bei unseren Kunden und uns Spuren hinterlassen“, sagt CEO Altendorf. Die Gruppe habe früh auf die Ausbreitung des Virus reagiert und alles getan, um die Gesundheit der Menschen zu schützen und Kunden weiterhin gut zu unterstützen.

„Wir überbrücken die physische Distanz durch digitale und emotionale Nähe“, erklärt Altendorf. So arbeiten derzeit in der Spitze bis zu 10.000 Beschäftigte aus dem Homeoffice. Kunden können die Website nutzen, um Geräte zu bestellen oder Aufträge zu verfolgen. Ein Online-Tool ermöglicht Support aus der Ferne mit Video-Unterstützung.

Firmengruppe will Beschäftigung sichern

„Unsere Helden des Alltags arbeiten in Produktion, Logistik und Service, oder unter erschwerten Bedingungen in Büro und Homeoffice“, sagt Matthias Altendorf. Dank großer Anstrengungen sei es gelungen, die Materialverfügbarkeit zu gewährleisten, Transportketten intakt zu halten und die Kunden in allen Belangen zu unterstützen. „Die Werke der Firmengruppe arbeiten, Endress+Hauser ist weiter lieferfähig. Wir haben stets solide gewirtschaftet und sind als Unternehmen bestens aufgestellt“, betont er. „Wir werden alles tun, um Beschäftigung zu sichern und Endress+Hauser gut durch diese Krise zu bringen.“ Die Gesellschafterfamilie trage diesen Kurs mit und nehme einen Gewinnrückgang in Kauf, sagte Verwaltungsratspräsident Dr. h.c. Klaus Endress. „Wir möchten, dass möglichst alle an Bord sind, wenn der Wind sich dreht und es wieder vorwärts geht.“

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