Control 2017

Inficon weist Flüssigkeitslecks kostengünstig nach

Die Inficon GmbH aus Köln, ein führender Hersteller von Instrumenten und Geräten für die Dichtheitsprüfung, kommt mit einer Produktpremiere zur diesjährigen Control nach Stuttgart.

Bei der Akkumulations-Methode wird das Prüfteil in eine Akkumulationskammer gebracht und unter Druck entweder mit Formiergas oder Helium beaufschlagt, sodass das Prüfgas aus etwaigen Leckstellen austritt. Ventilatoren dienen dazu, das Prüfgas gleichmäßig in der Kammer zu verteilen.

Inficon stellt mit dem LDS3000 AQ ein neues Dichtheitsprüfgerät für den Einsatz in einer einfachen Akkumulationskammer vor. Die entscheidende Neuerung: Das Gerät kann für die Prüfung in der Akkumulationskammer erstmals auch das besonders kostengünstige Formiergas als Prüfgas nutzen. Dennoch hat das Gerät im praktischen Einsatz eine niedrige Nachweisgrenze und kann Lecks bis in den Bereich von 10-5 mbar∙l/s detektieren. Flüssigkeitslecks erkennt der LDS3000 AQ mit der einfachen Akkumulationsmethode jetzt ebenso zuverlässig, wie es früher nur die aufwendige Helium-Vakuumprüfung konnte. Der Unterschied: Die Kosten sind mit dem neuen LDS3000 AQ ähnlich niedrig wie bei einer simplen Luftprüfung.

Günstiger als Helium

Mit dem LDS3000 AQ schließt Inficon die Nachweislücke zwischen der Luft- bzw. Druckabfallprüfung einerseits und der Helium-Vakuumprüfung andererseits. Gegenüber der Luftprüfung spielt die Akkumulations-Methode von Inficon neben ihrer höheren Genauigkeit einen weiteren wichtigen Vorzug aus: Während die Ergebnisse der Luftprüfung durch Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit sehr leicht verfälscht werden können, soll die Prüfung mit dem LDS3000 AQ in der Akkumulationskammer stets zuverlässige Ergebnisse, mit sehr hoher Wiederholgenauigkeit erbringen.

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Der LDS3000 AQ ist bereits das zweite Dichtheitsprüfgerät, das Inficon für den Einsatz mit einer einfachen Akkumulationskammer entwickelt hat. Während der Inficon T-Guard allerdings auf Helium als Prüfgas angewiesen ist, lässt sich der neue LDS3000 AQ wahlweise mit Formiergas oder mit Helium betreiben. Formiergas ist ein handelsübliches, unbrennbares Gemisch, das im Wesentlichen aus Stickstoff besteht (95 Prozent) – als eigentliches Prüfgas dient ein 5-prozentiger Wasserstoff-Anteil im Formiergas. Auch mit Formiergas weist der LDS3000 AQ Lecks bis hinab in den Bereich von 10-5 mbar∙l/s nach. Gemeinsam ist den beiden Geräten T-Guard und LDS3000 AQ, dass Inficon sie mit Feldbus-Schnittstellen ausgestattet hat. So lassen sich die Prüfgeräte für einen vollständigen Datenaustausch vernetzen.

Die Akkumulations-Methode

Bei der von Inficon entwickelten Akkumulations-Methode wird das Prüfteil in eine einfache Akkumulationskammer gebracht, die weit weniger strenge Dichtheitsanforderungen erfüllen muss als eine Vakuumkammer. Das Innere des Prüfteils wird dann unter Druck entweder mit Formiergas oder Helium beaufschlagt, sodass das Prüfgas aus etwaigen Leckstellen austritt. Ventilatoren dienen dazu, das Prüfgas gleichmäßig in der Akkumulationskammer zu verteilen. Abhängig davon, wie viel von dem Gas sich in einem definierten Zeitintervall im gegebenen Volumen der Prüfkammer ansammelt – also dort akkumuliert –, errechnet sich die Leckrate. Die ebenso kostengünstige wie zuverlässige Akkumulations-Methode empfiehlt sich nicht zuletzt für kleine und mittelgroße Prüfteile, die auf Flüssigkeitslecks getestet werden sollen und beispielsweise öl- oder wasserdicht sein müssen. cs

Control, Halle 4, Stand 4316

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