Start-ups

Get up

Start-ups sind in. Unternehmen wie Trumpf, VW oder Siemens, letzteres hat sogar eine eigene Einheit für Start-ups gegründet, treten als sogenannte Accelerator auf, um disruptive Ideen zu fördern und neue Technologien schneller voranzutreiben. Als Inkubator stellen sie die Umgebung bereit, die für einen erfolgreichen Start ins Geschäftsleben die optimalen Bedingungen schaffen soll.

Caterina Schröder

Diesen Trend haben auch die großen Messeveranstalter aufgegriffen: Sei es auf der Hannover Messe Industrial, der IAA oder der Formnext – überall wird etwas Platz für die jungen Firmen geschaffen, Pitches oder Challenges organisiert, um diese mehr und mehr zu pushen. Das wissen auch die EMO-Macher und schaffen mit der Sonderschau „Start-ups for intelligent production“ aufstrebenden Gründern in Hannover erstmals einen eigenen Stand. Hier finden sie ihre erste große Bühne, um ihre Visionen zu präsentieren und so zum Durchbruch zu verhelfen. Die Themen der Gründer treffen den Kern der modernen Produktion, indem sie beispielsweise Software für die Vernetzung von Maschinen und Prozessen programmieren oder 3D-Drucker für Metallteile entwickeln. Die jungen Unternehmer gründen aus Forschungsprojekten der Universitäten aus oder eröffnen ein Unternehmen auf der grünen Wiese.

Was macht Start-ups plötzlich so populär? Traten früher findige Jung- ingenieure in Erscheinung, wurden sie meist von den großen Firmen umworben und dann verschluckt. Damit waren sie ebenso schnell von der Bildfläche verschwunden, wie die Dynamik ihrer Idee in den Hierarchiemühlen der Konzerne pulverisiert wurde. Heutzutage scheint es dagegen en vogue zu sein, Start-ups zu unterstützen, um dann von ihnen zu profitieren, ohne sie durch festgefahrene und träge Strukturen auszubremsen.

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Es ist weniger ein Hype – auch wenn es bedingt durch Wording und Auftreten so scheint – als mehr eine logische Konsequenz der hiesigen Gegebenheiten. So sind drei der europäischen Top-10-Universitäten für Informationstechnologie in Deutschland angesiedelt (München, Karlsruhe und Aachen). Zudem finden sich hierzulande traditionelle Industrieunternehmen, gerade aus dem Automobilsektor, die nach anfänglicher Skepsis mittlerweile ausreichend Kapital bereitstellen können. Gerade weil sie frische Ideen für Themen wie Mapping, Sharing oder autonomes Fahren benötigen.

Speziell Mobilitäts-Start-ups sind heiß begehrte Kandidaten, auch für eine Übernahme. Konzerne erhoffen sich eine Vitaminspritze für zu langsam laufende Zukunftsprojekte oder den Aufschluss an die Konkurrenten. So könnte sich Siemens mit der Tass-Übernahme – das niederländische Start-up simuliert Crashs – im Bereich der Spitzentechnologie im autonomen Fahren stärker positionieren. Denn laut der Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln muss sich Siemens bei der Anzahl der Patent- anmeldungen im Bereich selbstfahrende Autos weit hinter Bosch, Audi und Continental geschlagen geben. Hoffentlich entziehen solche Akquisitionen den innovativen Köpfen nicht wieder den Nährboden.

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