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EditorialNur Positives

Das neue Jahr soll man positiv beginnen. Deshalb an dieser Stelle nichts zu dem Wanderheuschreckenverhalten von globalen Konzernen wie Nokia (erst Subventionen absahnen und wenn diese ausgelaufen sind, die Zelte abbrechen und zum nächsten – vom Steuerzahler ebenfalls subventionierten - Standort weiterziehen). Auch die Nokia-Begründung – zu hohe Löhne - wollen wir nicht diskutieren, ebenso wenig wie die Antwort der Politik (Mindestlohn von 9,50 Euro) oder die Gehaltssteigerungen von elf und mehr Prozent einiger aus der Solidargemeinschaft ausgescherter Berufgruppen.

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Die unmoralischen Gehälter von Konzern-Bossen (Wiedeking: 60 Millionen) oder auch den Bahn-Vorständen (Mehdorn: 3,2 Millionen, seine Personalchefin Suckale: 1,8 Millionen) wollen wir diesmal ebenfalls nicht thematisieren.

Kein Thema soll zum Jahresauftakt auch der Subventions-Irrsinn der Politik und Grossindustrie sein – noch weniger die Frage, wohin die 67 Milliarden Euro Subventionen, die 2006 in der EU verteilt wurden – davon ein Drittel nach Deutschland – überhaupt flossen.

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Ebenso wenig die Strategien der deutschen Automobil-Hersteller, mit den großen Herausforderungen umzugehen, der sich die Branche immer stärker stellen muss: die CO2-Diskussion (verschlafen) und die billigen Massenautos (ignoriert).

Selbst die großen Personalwechsel in der Industrie lassen wir außen vor (Gates geht bei Microsoft und Löscher wechselt bei Siemens die Führungsköpfe aus). Wobei eine Anmerkung zum Gates-Abschied doch sein muss: Noch nie hat sich ein Konzern-Boss so selbst auf den Arm genommen wie Gates in seinem Abschiedfilm auf http://youtube.com: Bill Gates last day at Microsoft. Sehenswert.

Aber, wie gesagt, wir wollen das neue Jahr mit positiven Nachrichten begrüßen, wie sie sie uns z.B. die Werkzeugmaschinen-Industrie liefert – wenn man mal von der Steueraffäre bei Maschinenhersteller Gildemeister absieht.

Zupass kommt uns da die Pressekonferenz des VDW und der Düsseldorfer Messegesellschaft zur Metav: Die Branche zeigt sich überaus optimistisch, ihr Wachstum auch in 2008 fortschreiben zu können. Hinzu kommt, dass die Metav dieses Jahr besonders gute Rahmenbedingungen hat. Durch die Zusammenlegung mit der Wire und Tube – eigentlich eine Verlegensheitslösung, da der Terminplan kein anderes Zeitfenster mehr zuließ – ist den Veranstaltern wahrscheinlich ein eher unfreiwilliger Schachzug gelungen: Das Gesamtpaket kann erstmals den Anspruch der Metav-Macher wirklich erfüllen, nicht nur die spanende, sondern auch die umformende Industrie zu repräsentieren. Damit ist das Angebot rund um die Metav deutlich breiter positioniert als ihr direkter Wettbewerber im Südwesten, die AMB.

Mit solch positiven Meldungen eingestimmt, wünscht Ihnen das gesamte SCOPE-Team ein gesundes, neues 2008.


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