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EditorialWas wird aus Hannover?

Erster Messetag: Ein ungewohntes Bild – Leere, absolte Leere auf dem Gelände. Standpersonal... o.k. Doch wo sind die Besucher? Bin ich einen Tag zu früh angereist? Alles war anders als sonst: Freie Sitzplätze im ICE nach Hannover, gute Parkmöglichkeiten nahe der Messehallen und Eingänge, keine Warteschlangen vor den Kassen und Zutrittsautomaten, zwischen den Hallen gähnende Leere, in den Hallen kein Gedrängel auf den Gängen, an den Ständen gelangweiltes Personal.

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Hier stimmt was nicht! Halle 1 völlig leer, in vielen Hallen Trennwände, hinter denen sich nichts befindet, Sitzgruppen und Ruheinseln in Hülle und Fülle, das Freigelände überwiegend wirklich frei. Und mitten in dieses Szenario hinein die Meldung: ,,Die Automatisierer, vor allem die Roboter-Hersteller, wollen eine eigene Messe in München".

Hannover: Was soll aus dem Deutschland-Flaggschiff, der weltweit größten Industriemesse werden?

Etwas Trost gab's am Zweiten und den folgenden Messetagen. Die Aussteller waren nicht mehr ganz unter sich. Mut machen auch Aussagen wie: ,,Wenig Besucher – das ist schon wahr – doch die wirklich wichtigen Gesprächspartner, die waren am Stand! Und diesmal hatten wir Zeit für sie."

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Doch diese Hannover-Messe 2003, die gibt hoffentlich der Messegesellschaft schwer zu denken: Das war ein Schuss vor den Bug! Da hilft kein Gefasel von Kriegs- oder SARS-Ängsten. Wenn sich bis 2004 nichts Grundsätzliches ändert, dann wird ein Volltreffer unser schönes Messe-Flaggschiff schon bald versenken.

Ihr

Dieter Capelle, Chefredakteur

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