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EditorialGroß und klein

Groß präsentiert sich die Hannover Messe 2005. Größer als im vergangenen Jahr jedenfalls. Größer die Zahl der Aussteller (6000), und größer auch die belegte Fläche (201.400 Quadratmeter). Groß zudem das alljährliche Versprechen: Als „Technologieereignis des Jahres“ und „one place to be“ sieht sich Hannover, und möchte „Innovationstreiber für neue Technologien“ sein. Dazu vereint die internationale Industrieshow elf Fachmessen unter ihrem Dach. Und damit nicht genug. Richtig groß ist diesmal auch das Partnerland: Russland. Der Riese – willkommener Abnehmer deutscher Investgüter – dominiert mit 150 Ausstellern die Halle 13.

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Dass aber Größe allein nicht wirklich Gewicht hat, wird sich auf der Hannover Messe in den Hallen 14 und 15 zeigen. Denn hier präsentiert sich – noch in bescheidenem Umfang – was zu großer Leistung nur kleinsten Raum beansprucht und unser aller Leben in immer stärkerem Maße zu prägen beginnt: Die Mikrotechnik. Im Rahmen der MicroTechnology wollen immerhin 200 Aussteller begreifbar machen, was oft kaum mehr sichtbar ist: Kleinste Getriebe, winzige Pumpen, Motoren im Mini-Format. Der Fachverband für Mikrotechnik IVAM ewartet für die Unternehmen dieser noch jungen Branche Umsatzzuwächse von bis zu 25 Prozent. Und eine Trendstudie des VDE prognostiziert für die Mikro- und Nanotechnik bis 2010 die größten Innovationspotenziale!

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Der Einfluss der Mikrotechnik ist groß. Denn die Herstellung kleiner und kleinster Bauteile benötigt kleine und präzise Werkzeuge und Fertigungsverfahren, braucht filigrane Montageeinrichtungen, bedingt höchst exakte und extrem sensible Visualisierungs- und Messtechnik zwecks Steuerung und Qualitätssicherung. Und: Die Miniaturisierung ist ein Megatrend, der sich einen Teufel schert um Branchen- oder Produktgrenzen. Die Mikrotechnik wird sich deshalb zu einer Schlüssel- und Querschnittstechnologie entwickeln, die alle Bereiche der Technik erfasst.

Michael Stöcker

Stellvertretender Chefredakteur

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