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EditorialBewegte Zeiten

„The times they are changing“ sang Bob Dylan vor 40 Jahren. Heute befällt einen manchmal das Gefühl, dass sich nicht nur alles ändert, sondern sich das Rad der Entwicklungen dabei auch ständig beschleunigt.

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Auch die diesjährige Hannover Messe strahlte eine Dynamik aus wie seit langem nicht mehr, die Aussteller zündeten ein Feuerwerk an Innovationen und Neuvorstellungen. Mit über 6.000 Ausstellern kamen zudem 1.000 mehr an die Leine als im Vorjahr, und auch die Anzahl der Besucher dürfte, dem subjektiven Eindruck zufolge, die der letzten Jahre deutlich übersteigen.

Und während im vergangenen Jahr die Stimmung auf der Messe eher verhalten und abwartend war, hatte man dieses Jahr endlich wieder den Eindruck, dass Bewegung in den Markt kommt und der Optimismus unter den Ausstellern wieder Oberhand gewinnt. Auch die meisten meiner Gesprächspartner äußerten sich zuversichtlich hinsichtlich der Geschäftsentwicklung, zumindest bei den Auslandsgeschäften. Der Inlandsmarkt hinkt bei der Umsatzentwicklung leider immer noch sehr stark. Doch das wachstumsstarke Exportgeschäft und die Globalisierung der Unternehmen mit der Gründung von Niederlassungen und Produktionsstätten im Ausland hat glücklicherweise auch positive Auswirkungen für den Inlandsmarkt: Jedem Mitarbeiter, der im Ausland eingestellt wird, folgt bei Festo ein neuer Arbeitsplatz im Inland, erklärte mir Dr. Eberhard Veit, Sprecher des Vorstands der Festo AG.

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Zwei positive News sollen stellvertretend für die Stimmung auf der Messe stehen: So planen sowohl Festo wie auch die Aerzener Maschinenfabrik den Bau beziehungsweise die Erweiterung neuer Produktionsstätten – im Inland!

Die Aerzener Maschinenfabrik will 30 Mio. Euro an ihrem Standort im niedersächsischen Aerzen für ein neues Werk investieren, Festo steckt dieselbe Summe in die Erweiterung der bestehenden Produktionsstätte in St. Ingbert im Saarland. Beide Unternehmen wollen damit auch neue Arbeitsplätze schaffen.

Times are changing – auch in der SCOPE-Redaktion: Ab dieser Ausgabe werde ich Sie statt dem bisherigen Chefredakteur Dieter Capelle an dieser Stelle begrüßen. Er scheidet aus gesundheitlichen Gründen und im besten Einvernehmen aus dem Verlag aus. Wir wünschen ihm viel Gesundheit und alles Gute.

Mit einem Maschinenbaustudium, sechs Jahren Konstruktions- und Produktionspraxis bei einem Automobilzulieferer und über 16 Jahren führenden Positionen bei verschiedenen Industriemagazinen denke ich, einige Erfahrungen, Ideen und Anstöße in die Redaktion und den Verlag mit einbringen zu können, um SCOPE für zukünftige Herausforderungen weiterzuentwickeln – frei nach Bob Dylan: Das einzig Beständige ist das Neue.

In diesem Sinne wünsche ich ihnen viel Freude beim Lesen der aktuellen Ausgabe und freue mich auf Ihre Anregungen und Ideen.

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