Editorial

Aufschwung ante portas

Ist das nicht schön? Wir können uns wieder trauen! Niemand braucht mehr Angst davor zu haben, die Wirtschaftsseiten in den Tageszeitungen aufzuschlagen. Es gibt sie wieder, die guten Meldungen, die positiven Nachrichten über die Entwicklung der Konjunktur, der Branchen, der Unternehmen. Beispiele gefällig?

Die Stahlindustrie – namentlich Thyssen Krupp – kündigt für das laufende Geschäftsjahr kräftige Gewinnsteigerungen an. Die Automobilbauer – allen voran Porsche, Ausnahme Opel – geben wieder Gas. Mercedes traut sich sogar, die Preise zu erhöhen. Die Werkzeugmaschinen-Hersteller erwarten für 2004 satte vier Prozent Produktionsanstieg und behaupten ihre internationale Top-Position. Die Unternehmen aus Informationstechnik und Telekommunikation rechnen mit steigenden Umsätzen im deutschen Markt. Ja, selbst die in den vergangenen Jahren arg gebeutelte Kunststoffbranche – inklusive der Maschinenbauer – blickt wieder optimistisch in die Zukunft. Und ganz gleich, ob Sie die Unternehmen nach Geschäftsklima, Umsatzerwartungen, Auftragseingang oder Investitionsverhalten fragen: Fast immer erhalten Sie positive Auskünfte. Einziger, und zweifellos sehr bedenklicher Aspekt ist, dass sich der Stellenabbau quer durch alle Branchen offenbar fortsetzt. Das ist nicht schön.

Jetzt kommt es darauf an, das Feuer des einsetzenden Aufschwungs zu entfachen. Dazu kann jeder sein Scherflein beitragen. Die Tarifpartner durch maßvolle Lohnabschlüsse in allen Branchen (bitte mehr Konsens!). Die Unternehmer und Manager durch Mut, Kreativität und Selbstbewusstsein (mehr Offensivdrang bitte!). Wir alle, indem wir endlich auch den letzten Jammergedanken in uns killen (einfach Delete-Taste im Hirn drücken!).

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Michael Stöcker

Stellvertretender Chefredakteur

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