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Editorial

Leben im Netz

„Wir leben in einer Welt, in der wir Dinge vernetzen können“, erklärt uns Dr. Phil Reeves im Interview. Für ihn ist das die Basis der Industrie 4.0. Er erfasst damit einen Kernpunkt, der, so scheint es mir, noch nicht durchgängig präsent ist. Denn nicht zwei miteinander kommunizierende Maschinen, nicht die datensammelnden Sensoren und auch nicht die Datenfülle, die heutzutage generiert wird, bilden den Mehrwert, sondern ihre Vernetzung. Und diese macht das gesamte I4.0-Konstrukt erst lebendig. 

Caterina Schröder

Damit diese Vernetzung funktionieren kann, braucht sie Platz. Viel Platz. Den findet sie nicht im Schaltschrank nebenan, sondern in Clouds, die als neues Geschäftsmodell entdeckt und etabliert werden. Das geht im kleineren Rahmen, wie es die Komet Group gerade mit einem cloudbasierten Produktions-Assistenten erprobt. Für sie unterstützt der Schritt in die Cloud maßgeblich die Digitalisierung der Produktion und eröffnet neue Wege, sobald künstliche Intelligenzen auf Maschinendaten losgelassen werden (mehr dazu ab Seite 42).

Die Cloud kann jedoch viel mehr, wenn sie die Produktionshalle verlässt und verschiedene Unternehmen oder unterschiedliche Industriezweige miteinander verbindet. So manch ein I4.0-Enthusiast hält an diesem Punkt abrupt inne. Denn Daten für das „große Ganze“ zur Verfügung zu stellen und mit Geschäftspartnern zu tauschen ist noch ein heikles Thema. Immerhin sind die Daten heute eine wichtiges Wirtschaftsgut. Die Angst vor Kontrollverlust über die eigenen Daten ist daher – verständlicherweise – omnipräsent. Das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST möchte dieser Angst mit einem Industrial Data Space den Schrecken nehmen. Es soll Unternehmen die Möglichkeit bieten, Daten auszutauschen und gleichzeitig zu bestimmen, wer die Daten zu welchem Zweck nutzen darf. Das dafür notwendige Referenzarchitekturmodell wird die Fraunhofer-Gesellschaft auf der Hannover Messe vorstellen. Die zentrale Komponente bilden sogenannte Konnektoren, die als Schnittstelle einen souveränen Datenaustausch ermöglichen sollen. Dazu prüfen sie die Identität aller Teilnehmer, checken die Authentizität der Softwarekomponenten, wachen über die Integrität der Datenpakete und managen die Rechtevergabe beim Datenzugriff, erklären die Forscher.

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Solche Ideen zum grenzübergreifenden Austausch verdeutlichen, dass nicht die Menge innovationstreibend ist, sondern dass das Verknüpfen von bisher Unbekanntem Neues schafft. Allerdings muss gleichermaßen eine weitere Netzfunktion stärker ausgenutzt werden: Ein Netz bringt und hält vieles zusammen, kann jedoch Unpassendes wieder durch die Maschen fallen lassen. Und so gilt es, das Wesentliche einzufangen und die Verbindungen intelligent zu nutzen.

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