Staplerleitsystem

Den Autodidakten im Lager

hat der Hamburger Gabelstaplerhersteller Still gefunden. Sein selbstlernendes Staplerleitsystem führt die Staplerflotte unter der Berücksichtigung verschiedener Kriterien effizient durchs Lager. Es gehört zum neuen modularen Softwarepaket Materialfluss-Management-System (MMS). Mit der neuen Version des MMS verfügt das Unternehmen über umfangreiche Module für den effizienten, operativen Betrieb von Lagern und der Optimierung von innerbetrieblichen Transporten. Die verfügbaren Funktionen und Leistungen gehen weit über die üblichen Systeme hinaus. Das MMS aus Hamburg besteht im Wesentlichen aus den Modulen Lagerverwaltungssystem (LVS), Transport-/Staplerleitsystem (TLS) inklusive Kommissionierfunktionen und dem Informationssystem.

Materialbewegungen im Lager transparent organisiert

Das Touch Terminal von Still mit Wareneingangs-Positionsübersicht mit großflächigem, kontrastreichen 12,1 Zoll Display und für Extrembelastungen im rauen Industriealltag.

Mit dem Lagerverwaltungssystem (LVS) lassen sich alle Warenbewegungen vom Wareneingang über die Kommissionierung bis zur Tourenbereitstellung und Verladung im Warenausgang individuell steuern und umsetzen. Dabei werden Ladungsträger- bzw. Artikelinformationen wie Chargennummer, Mindesthaltbarkeitsdatum sowie diverse Lagerstrategien für differenzierte Einlagerungen als auch für kundenspezifische Warenzuteilungen im Zusammenspiel berücksichtigt. Damit werden die Waren zeit- und bedarfsgerecht im Materialfluss bereitgestellt und der Lagerplatz optimal ausgenutzt. Materialbewegungen im Lager werden transparent und übersichtlich dargestellt. Darüber hinaus ermöglicht das System eine optimale Leergutverwaltung und unterstützt eine Stichtags- und permanente Inventur. Das Transport-/Staplerleitsystem (TLS) führt die Staplerflotte unter der Berücksichtigung verschiedener Kriterien effizient durchs Lager. Kriterien für die Optimierung sind u.a. kürzeste Anschlussfahrt, Auftragsprioritäten, Fahrauftragstypen, Fahrzeugfunktionen, Kapazitäten für Anhänger, Ladungsträgertypen, Fahrtzeugtypen und Schichtmodelle. Komplexe Strategien lassen sich mit dem MMS TLS umsetzen, wie z.B. mehrstufige oder innerbetriebliche Transporte mit Anhängerbetrieb.

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Selbstlernendes Verfahren für die Entfernungsberechnung und Wegeoptimierung

Ein "Feintuning der Transportsteuerung" wird durch eine individuell konfigurierbare Gewichtung zwischen Wege- und Terminoptimierung ermöglicht. Das Besondere daran: Das Staplerleitsystem merkt sich permanent die realen Fahrzeiten aller Transporte zwischen Quell- und Zielplatz, bewertet diese und optimiert mit den gewonnenen Daten sämtliche zukünftige Transportbewegungen. Ändern sich Abläufe und Wege im Lager, passt sich das System automatisch an und berücksichtigt für die Optimierung der Transporte die neue Lagertopologie. Zusätzlich zu den über Schnittstellen übertragenen Transporten eröffnet der Transportgenerator umfangreiche Möglichkeiten zur manuellen Eingabe (stationär oder mobil) von Transportaufträgen und Aufgaben. Es handelt sich hierbei um eine intuitive Eingabemaske (Web-Oberfläche) und dient der Erzeugung von Transportanforderungen. Die Eingaben erfolgen hierbei entweder über den Leitstand (stationär), z.B. für Eiltransporte für die Produktionsversorgung und -entsorgung oder über das Staplerterminal (mobil) sowie andere mobile Endgeräte wie beispielsweise für die Entsorgung von Leergut. Eingabefelder, die individuell angepasst werden können, ermöglichen eine schnelle Transportabwicklung. Durch eine Leerfahrtenreduzierung, Wegeoptimierung, Fehlerreduktion, typengerechte Staplerausnutzung sowie die aktive Steuerung der Ressourcen gewährleistet das Transport-/Staplerleitsystem von Still die Effizienz aller innerbetrieblichen Transportvorgänge. Die Möglichkeiten der Erfassung und Auswertung von Aufgaben (Nebentätigkeiten der Staplerfahrer) ermöglicht eine verursachergerechte Umlegung der Kosten.

Schnittstellen systemorientiert eingebunden

Neben einer optimierten Lager- und Transportsteuerung bietet ein entsprechendes Informationssystem den Überblick über sämtliche relevante Daten, wie z.B. den Bearbeitungsstatus aller aktuellen und geplanten Auftragsdaten bis zur einzelnen Position. Eine Vielzahl von Logistikkennzahlen lässt sich schnell und übersichtlich im System darstellen oder aus diesem exportieren. Aufgrund der intelligenten Systemarchitektur lässt sich das MMS leicht an über- und untergelagerte Systeme des Kunden anbinden (z.B. SAP). Es verfügt über entsprechende Schnittstellen für diverse Hardwarekomponenten wie Terminals, Scanner und mobile Drucker, Verschieberegale und Fördertechnik, zu unternehmenseigener Hardware und zu Fahrerassistenzsystemen wie z.B. Opti Speed 4.0. Durch den modularen Aufbau des Systems kann z.B. das Transportleitsystem als eigenständiges System an bestehende Lagerverwaltungssysteme, Produktionsplanungs- und Steuerungssysteme des Kunden angebunden werden.

Terminals reagieren anwendungsfreundlich auf Berührung

Die gute Ergänzung zum MMS aus Hamburg, sind die neuen Touch Terminals 8,4 Zoll und 12,1Zoll. Sie wurden für die Extrembelastungen im rauen Industriealltag entwickelt und überzeugen durch ein großflächiges, kontrastreiches Display für die Darstellung komplexer Datenmengen, z.B. für das Kommissionieren komplexer Auftragsstrukturen. Darüber hinaus sorgen ein vibrationsresistenter Speicher, in das Gehäuse integrierte Antennen, und die Schutzklasse IP 65 für eine hohe Verfügbarkeit der Terminals in dem rauen Umfeld. ee

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