Laserbeschriftung

Je komprimierter, desto feiner

Produkte kennzeichnen, Prozesse optimieren, Qualität sichern – die lasergestützten Beschriftungssysteme von ACI Laser werden heute für viele Aufgaben eingesetzt. Bei der Suche nach dem passenden System gelten Wellenlänge, Strahlqualität und Ausgangsleistung als Richtgrößen. Welche Faktoren noch eine Rolle spielen, lesen Sie in diesem Beitrag.

Mirko Wunderlich bringt es auf den Punkt: „0,18 Millimeter Beschriftungshöhe, für das bloße Auge lediglich als feine Linie wahrnehmbar“ – mit diesen Worten zieht der Geschäftsführer von ACI Laser eine schwarze Tesa Laserfolie hervor. Unter dem Mikroskop entpuppt sich die Linie dann als Kombination aus Zahlen und Buchstaben. „Das besondere ist dabei nicht einmal die kleine Schrift, sondern eher das Werkzeug mit dem wir sie erzeugt haben“, führt Wunderlich fort und weist auf ein PC-großes System. Dabei handelt es sich um den DPL Smart Marker, ein mit 22.700,- Euro preislich höchst attraktives Einstiegs-Beschriftungslasersystem. Seit einigen Jahren werden solche Markiersysteme für Anwendungen in der Industrie genutzt.

Markieren, codieren, optimieren…

Meist werden Beschriftungslasersysteme für das eindeutige Kennzeichnen von Produkten eingesetzt. Mit Hilfe gelaserter Seriennummern und Codes soll die Rückverfolgbarkeit bis in die Produktion ermöglicht werden. Hintergrund sind nicht selten gestiegene Anforderungen des Qualitätsmanagements. Der internationale Wettbewerbsdruck – insbesondere aus Fernost – zwingt viele Unternehmen, ihren Fertigungsprozess und ihre Produkte stetig zu verbessern. Nur so lässt sich auf lange Sicht eine führende Position des Wirtschaftsstandortes Deutschland verteidigen. Durch codierte Informationen kann aber auch der Produktpiraterie ein Stein in den Weg gelegt werden. Kleinste Beschriftungen, gelaserte Logos oder Laserfolien, die auf Produkten eine fluoreszierende Signatur hinterlassen, ermöglichen die Unterscheidung von echt und unecht. Besonders aber steht die Kostensenkung durch Ausschuss und Gewährleistungsansprüche ganz oben auf der Top-10-Liste der Gründe für den Lasereinsatz. Mit Hilfe der Lasertechnologie lassen sich fertigungsrelevante Informationen (bei Bedarf individuell für jedes Werkstück!) erfassen und aufbringen. So kann im Fall der Fälle der Fertigungsprozess jedes Einzelteils bis auf den kleinsten Produktionsschritt aufgelöst und eine Fehlerquelle exakt identifiziert werden.

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Den Möglichkeiten der Laserbeschriftung sind kaum Grenzen gesetzt. Abhängig von der zu Grunde liegenden Technologie lassen sich Metalle, Kunststoffe, Keramiken und organische Materialien beschriften. ACI Laser bietet dazu alle wichtigen Technologien: Nd:YAG-, Faser- oder CO2-Laser. Mit moderner Scannertechnik und Softwarelösungen im Laser sind auch die gewünschten Layouts flexibel gestaltbar. Problemlos können kundenindividuelle Logos und Beschriftungen erstellt werden. Automatisches Erzeugen von Seriennummern, Time-Stamps, Schicht- und Maschineninformationen, Bar- und Data-Matrix-Codes gehören zum Standard. Ebenso die Verarbeitung unterschiedlicher Vektor- und Bitmap-Grafiken. Dabei macht das Zusammenspiel von Computer- und Lasertechnik die Systeme zu hochflexiblen Beschriftungslösungen.

Drei Paramter entscheiden über die Wahl des richtigen Lasersystems: Wellenlänge, Strahlqualität und Ausgangsleistung beeinflussen die Beschriftbarkeit und die Qualität des Ergebnisses maßgebend. Während die Wellenlänge das bearbeitbare Materialspektrum vorgibt, bilden Strahlqualität und Leistung die Basis für Beschriftungsqualität und -tempo. Dabei gibt die Strahlqualität im Wesentlichen Auskunft über die Leistungsverteilung im Laserpunkt: Je komprimierter die Leistung den Fokusmittelpunkt trifft, desto feiner die Beschriftung. Gleichzeitig sinkt mit einer hohen Strahlqualität die notwendige Ausgangsleistung.

Die diodengepumpten Lasersysteme von ACI Laser verfügen laut Hersteller über „eine herausragende Laserstrahlqualität“. So lassen sich bei geringer Ausgangsleistung qualitativ bessere Ergebnisse realisieren als mit herkömmlichen Systemen. Eine thermoelektrische Luftkühlung sowie eine ökonomische Leistungsumsetzung führen zu geringem Stromverbrauch: Die Systeme haben zum Teil weniger als 100 Watt Leistungsaufnahme! Zudem fallen beim Laser-Direktbeschriften keine Verbrauchsmaterialien (Farbe, Tinte, Thermotransfer-Etiketten) an, die bei konventionellen Verfahren laufende Kosten verursachen und die Umwelt belasteten.

Im hauseigenen Applikationslabor erarbeitet ACI Laser mit dem Kunden das passende Lasersystem: Integrationslösungen für vorhandene Fertigungsanlagen oder Einzelarbeitsplätze. Je nach Kundenbedarf stehen bei der Gestaltung eines Handarbeitsplatzes verschiedene Schutzumhausungen zur Wahl. Ein durch Applikationsversuche ermitteltes Lasersystem kann mit einer Workstation kombiniert werden, die mit bis zu drei ansteuerbaren Achsen einen hohen Gestaltungskomfort im Beschriftungsprozess bietet. Ihre T-Nuten-Platte nimmt Teile bis zu einer Größe von 600 x 600 mm auf oder lässt sich mit Paletten bestücken. Alle gewünschten Layouts werden in der Beschriftungssoftware Magic Mark V3 erstellt oder über diese aus der entsprechende Quelle abgerufen. Eine für den Kunden offene Programmierschnittstelle erlaubt Lösungen bei komplexen Anbindungen und den Zugriff auf ERP- oder PPS-Systeme. ms

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