Felgen-Identifizierung

Edle Alu-Felgen

durchlaufen während ihrer Produktion allerlei Stationen. Damit an den diversen Bearbeitungsstationen immer die passenden Typen ankommen, entwickelte Syscon schon vor Jahren seinen Design Sweeper 1.0, der Aluminiumfelgen anhand ihres Designs identifiziert und sortiert.

Das System hat sich bewährt, doch die Anforderungen wachsen. Daher unterzog das Unternehmen seine Anlage einer weit reichenden Optimierung. Sie arbeiten nun noch genauer, bieten erweiterte Einsatzmöglichkeiten und können bei Bedarf über Ozeane hinweg ferngesteuert werden. Das Prinzip: Pro Sekunde kann eine Felge (bis zu 26,5 Zoll Durchmesser) über das Transportsystem durch die gegen Fremdlicht geschützte Anlage geschleust werden. Dort erstellt eine Gig E-Kamera Bilder, die vom Vision Check-System mit den gelernten Musterbildern verglichen werden. Im Gegensatz zum Vorgängersystem geschieht dies mit der neuen Kamera nun standardmäßig sowohl bei gestopptem als auch bei durchlaufendem Betrieb. Zudem werden auf Grund der auf das Vierfache gewachsenen Auflösung auch ähnliche Objekte sicher erkannt. Das sichert eine hohe Erkennungsrate, selbst wenn gleiche Räder-Typen durch unterschiedlichen Kokillenverschleiß Varianzen aufweisen. Sicheres Erkennen mit geringen Reject-Raten ist nötig nach dem Gießen, wenn Räder in großer Vielfalt zu identifizieren sind, um sie beispielsweise zum Stanzen des Mittellochs der richtigen Stanze und dem geeigneten Werkzeug zuzuführen. Oder vor dem Röntgen, um das passende Programm auszuwählen. Oder vor dem Lackieren, damit das Lackierprogramm stimmt und die Schraublöcher ordnungsgemäß verschlossen oder abgedeckt werden. Letztendlich hilft der Design Sweeper Fehlverpackungen zu vermeiden.

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Bei designgleichen Rädern können optional Einpresstiefe oder Anlagemaß und alternativ die Radhöhe (auch Maulweite) mit einer Genauigkeit von jeweils +/- 1 mm gemessen werden. Eine weitere Option beinhaltet das Ermitteln der Ventilloch-Position (Genauigkeit +/- 2 Grad) – unverzichtbar vor einer Unwuchtprüfung oder zur Identifizierung und korrekten Positionierung der Felge in einer Bearbeitungseinrichtung wie Dreh- oder Bohrmaschine. Vor der Helium-Dichtprüfung sorgt die Ventilloch-Erkennung dafür, dass der Roboter den Stopfen korrekt einsetzt. Die Genauigkeit der Ventilloch-Messung wurde nun auch für sehr große Räder erhöht. Und schließlich kann eine Höhenmessung integriert werden, wo zur groben Unterscheidung im Halb-Zoll-Raster ein kostengünstiger Distanzsensor zum Einsatz kommt.

Die Optimierung der Anlage (Erkennungsleistung 99,9 Prozent) umfasst auch Steuertechnik und Software. Die Profi-Bus-Anbindung gehört beim Design Sweeper 2.0 zum Standard. Das Einbinden aller Erkennungsdaten in das Datenbank-Verwaltungssystem My SQL ermöglicht den Datenaustausch mit ERP- und PPS-Systemen, so dass sich Anzahl und Typen der Felgen in der Fertigungsstrecke zeitnah und auftragsbezogen kontrollieren lassen. Die selbstoptimierende Aktivliste kann über das PPS-System ferngesteuert werden. Und zum Thema Fernsteuerung bietet Syscon noch ein echtes Highlight: Mit Hilfe der VNC-Software, die den Inhalt eines entfernten Bildschirms auf den eigenen überträgt und Manipulationen daran zulässt, wird der Remote-Betrieb über Ländergrenzen und Ozeane hinweg machbar, via Internet, WLAN oder Intranet. ms

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