Interview

"Spannend sind insbesondere die Sonderprojekte"

Eine hohe Qualität der Produkte bei einer gleichzeitigen kurzen Umsetzungszeit, ist nur eine der Herausforderungen, denen sich Produzenten von PUR-Bauteilen stellen müssen. Neben deren Entwicklung und Produktion spielt auch der sichere Transport eine entscheidende Rolle. Herr Ralf Mangold von Osbra-Formteile GmbH gibt einen Einblick, wie diese Herausforderungen bewältigt werden können.

"Die Herausforderungen in unserem Umfeld sind insbesondere die Verbindung zwischen hoher Qualität und einer sehr kurzen Umsetzungszeit", erklärt Rald Mangold im Interview.


SCOPE: Herr Mangold, Sie arbeiten bei Osbra-Formteile GmbH, können Sie das Unternehmen in kurzen Worten vorstellen? Wo liegen Ihre Schwerpunkte?

Ralf Mangold: Die Osbra-Formteile GmbH ist ein Familienunternehmen, das seit über 30 Jahren als Zulieferer der Automobilindustrie tätig ist. Mit den aktuell circa 120 Mitarbeitern am Standort Mindelheim beliefern wir insbesondere Kunststoffanbauteile aus Polyurethan (PUR) für Klein-, Sonder- und Individualserien von diversen Automobilherstellern.

SCOPE: Was sind die größten Herausforderungen, die Sie hier zu bewältigen haben?

Mangold: Die Herausforderungen in unserem Umfeld sind insbesondere die Verbindung zwischen hoher Qualität und einer sehr kurzen Umsetzungszeit. So müssen hochwertige Anbauteile für Sondermodelle in extrem kurzer Entwicklungszeit serientauglich produziert werden.

SCOPE: Welche Anforderungen stellt das an Transport und Verpackung?

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Mangold: Da es sich meistens um kleinere Stückzahlen mit kurzer Laufzeit handelt, werden für diese Umfänge selten Mehrwegbehälter angeschafft. So benötigen wir hochwertige Einwegverpackungslösungen, die aber unsere Bauteile durch Konturaufnahmen formstabil halten, damit es keine Verformungen gibt.

SCOPE: Wie konnten Sie diese Aufgabe lösen?

Mangold: Hier sind wir immer nach individuellen und flexiblen Partnern auf der Suche. Mit V-Projekt haben wir im Bereich Verpackung einen Partner, der nicht nur sehr flexibel auf die Anforderungen reagieren kann, sondern auch bereits in der Entwicklungsphase unterstützend tätig ist. So erhalten wir die ersten Konzepte in aussagekräftigen 3D-Animationen von den Verpackungslösungen. Wenn uns dieses Konzept gefällt, erhalten wir Musterverpackungen und können diese innerhalb kürzester Zeit beim Kunden vorstellen. Durch die Technologie fallen auch wenig Einmalkosten an und es ist möglich auch geringe Stückzahlen zu beziehen.

SCOPE: Rückblickend, was war das spannendste Projekt, das Sie umgesetzt haben?

Mangold: Spannend sind insbesondere die Sonderprojekte, die zum Ende der Projektlaufzeit erst richtig vom Kunden „gepusht“ werden, um z.B. einem Fahrzeug vor dem Erscheinen eines neuen Modells noch zu Verkaufszahlen zu verhelfen. Dann werden die Bauteile von den Sondermodellen oder vom Zubehörbereich in größeren Sonderserien verbaut und dies führt dann zu erheblich höheren Stückzahlen, als bis dahin benötigt wurden. Der Kunde ist zum Ende der Laufzeit nicht mehr bereit in zusätzliche Hilfsmittel und insbesondere Ladungsträger zu investieren und diese Steigerung muss dann mit wenig oder gar keinen Zusatzmitteln gestemmt werden. Im Bereich Ladungsträger kommen hier dann häufig Einweg- oder auch Mehrwegkartonagelösungen zum Einsatz.

SCOPE: Woran arbeiten Sie zurzeit?

Mangold: Das unterliegt der Verschwiegenheitspflicht! Aktuell begleite ich im Projektmanagement diverse Klein- und Individualprojekte in der Anlaufphase (AMG GT R, Porsche Cayenne und auch Nutzfahrzeugprojekte) und dazu ein umfangreiches Projekt vom Kunden AMG (Modellpflege vom G-Modell), das ab 2018 in Serie gehen wird.

SCOPE: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Mangold: Mehr Lieferanten-Partner wie V-Projekt, mit denen die Kundenanforderungen – insbesondere Flexibilität und Zuverlässigkeit – befriedigt werden können, und die die Fähigkeit zur
zielführenden Kommunikation besitzen, beispielsweise in Zeiten von unpersönlichen Mails auch Mal das Telefon für eine schnelle Abstimmung zu nutzen.


SCOPE: Herr Mangold, wir bedanken uns für das Gespräch. 

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