Hebedruckblock

Gleichmäßig senken

Die größte Herausforderung beim Anheben von Maschinen und anderen schweren Lasten, die aufgrund ihrer Bauart oder der Einbausituation nur komplett angehoben werden dürfen, ist meist die sichere und gleichmäßige Durchführung insbesondere bei ungleichmäßig verteiltem Schwerpunkt.

Während aber das Anheben von vier erfahrenen Bedienern mit jeweils einem geeigneten Hebegerät noch einigermaßen gleichmäßig durchgeführt werden kann, wird es beim Absenken der Last in aller Regel problematisch. Denn ein synchrones, also gleichzeitiges Absenken ist aufgrund des schnellen Ansprechens der Ablassschraube und der unterschiedlichen Lastverteilung so gut wie ausgeschlossen.

Auf der letzten Hannover Messe zeigte das Waiblingener Unternehmen Jung Hebe- und Transporttechnik mit dem neuen Synchronhebe-Druckblock JD 40 ein Gerät, welches zwar das Prinzip des bisherigen Druckblocksystems übernimmt, jedoch in Bedienung und Funktion erneut eine erhebliche Verbesserung und Erleichterung für den Anwender bedeutet. Dieser Druckblock besteht aus einer Einheit von insgesamt fünf Zylindern, die zwischen eine elektro-hydraulische Pumpe und üblicherweise vier Hebegeräte gesetzt wird.

Das Arbeitsprinzip ist so gestaltet, dass mit der elektro-hydraulischen Pumpe der große Hauptzylinder im Druckblock ausgefahren wird. Dieser große Zylinder überträgt dann die Kraft über eine große Platte auf die vier kleinen Arbeitszylinder, deren Kolben in Ruheposition voll ausgefahren sind.
Der Weg des Hauptzylinders drückt die vier Arbeitszylinder (bzw. deren Druckkolben) durch die Platte um das gleiche Maß zurück, wie jenes, um das der große Kolben ausfährt. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass in jeden, an den kleinen Arbeitszylindern angeschlossenen Maschinenheber die gleiche Ölmenge transportiert wird. Daraus resultiert, dass sich die Maschinenheber und die darauf liegende Last jeweils gleich anheben, unabhängig davon, an welchem Hebegerät mehr oder weniger Last anzuheben ist.

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Der eigentliche Clou des neuen Druckwerks ist aber der doppeltwirkende Hauptzylinder. Damit lässt sich nämlich die gesamte Anlage sowohl beim Anheben wie auch beim Absenken zentral mit ledilgich einem Knopfdruck bedienen. Bei den Vorgängergeräten wurde der große Arbeitszylinder durch die Last auf den Maschinenhebern zurückgedrückt. Waren die Heber ausgefahren und die Maschine auf ein Fahrwerk gebracht, wurde dies von Hand, durch Abwarten oder durch Umstecken der Anschlüsse erledigt.

Zudem wurde durch die Vielzahl von Anschlüssen und die vielfältigen Schaltpositionen dem Bediener die Arbeit erschwert. Durch diese Vereinfachung erhöht sich auch die Sicherheit beim Umgang mit dem Druckblock erheblich.

Der neue Druckblock JD 40 von Jung ist gedacht zur Anwendung mit vier Maschinenhebern mit einer Tragkraft von maximal je 10 Tonnen. Dafür stehen je nach Anwendungsfall mehrere Versionen zur Auswahl.

Neu ist außerdem die Möglichkeit die Anlage zusätzlich mit einer VS-Steuerung auszustatten. Diese Steuerung ermöglicht es bei in der Höhe unterschiedlich Ansetzpunkten, jeden Heber einzeln auszufahren, bis der Kontakt mit der Last erreicht ist. ms

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