Hallen- und Schwenkkrane

Von Künzelsau nach Kanada

Fünf neue Hallenkrane und zehn neue Schwenkkrane benötigte der weltgrößte Stahlproduzent Arcelor Mittal jüngst im Rahmen des Ausbaus einer seiner Erzminen in Kanada. Als das Unternehmen damit die Groupe Industriel Premium beauftragte, freute man sich auch im süddeutschen Künzelsau. Denn das Tochterunternehmen des kanadischen Kranbauers Can Stahl ist der wichtigste Verkäufer der Krantechnik von Stahl Crane Systems in der Provinz Quebec.
Reifenwechsel per Schwenkkran: Der Elektroseilzug SH hebt die bis zu zehn Tonnen schweren Lkw-Reifen.

Achtung, jetzt wird es global und richtig groß, ziemlich groß sogar: Denn es geht um Arcelor Mittal, den mit etwa 260.000 Mitarbeitern größten Stahlproduzent der Welt. In 60 Ländern ist das Unternehmen präsent. In Kanada – auch groß – arbeitet es in zwei mächtigen Tagebaubetrieben, die 40 Prozent der kanadischen Eisenerz-Produktion fördern. Eine der beiden Minen heißt Mont Wright und liegt bei Fermont in der Provinz Quebec. Durch die 2,1 Milliarden US-Dollar teure Erweiterung dieser seit 1973 betriebenen Tagebau-Mine sowie des dortigen Fuhrparks und der Produktionsanlagen will Arcelor Mittal die Produktionsleistung bis zum nächsten Jahr von 16 auf 24 Millionen Tonnen Eisenerz steigern.

Für den Bau neuer Gebäude, eines neuen Konzentrators zur Erz-Aufbereitung und einer Werkstatt für die Wartung von 400-Tonnen-Spezialtrucks – wieder was Großes – benötigte das Unternehmen insgesamt fünf Hallenkrane sowie zehn Schwenkkrane. Der stattliche Auftrag ging an Groupe Industriel Premium, ein Tochterunternehmen des kanadischen Kranbauers Can Stahl. Premium ist mit über 100 verkauften Krananlagen jährlich der Marktführer in Quebec – und darüber hinaus der wichtigste Verkäufer von Produkten von Stahl Crane Systems in dieser Region.

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Ins Spiel gebracht wurden die kanadischen Partner von Stahl Crane Systems vom kanadischen Anlagenbauer SNC Lavalin, der für Engineering und Auftragsvergabe bei der Minenerweiterung verantwortlich war. SNC Lavalin hat bereits bei anderen Projekten mit Premium zusammengearbeitet und weiß daher um die Erfahrung des Kranbauers mit komplexen Bauvorhaben im Industrie- und Anlagenbau.

Perfektes Timing gefragt

Einige Krane kamen bereits während des Baus der Anlage zum Einsatz. Sie halfen bei der Installation der großen Verarbeitungsmaschinen und mussten mitten in der Bauphase auf der Baustelle installiert werden. Perfektes Timing und gute Organisation waren da unerlässlich, um die Krane im geplanten Zeitfenster zu montieren und währenddessen den Bau mit Hunderten von Arbeitern nicht ins Stocken geraten zu lassen. Alle Krane wurden darum bereits einige Wochen vor dem geplanten Montagetermin angeliefert.

In den kommenden Jahren werden diese Krane für Wartungsarbeiten an den Maschinen eingesetzt. Die übrigen Krane helfen bei Wartungsarbeiten und Reparaturen an den Dumpern – gigantischen Lkw für den Transport der abgetragenen Gesteinsmassen. Dabei handelt es sich um einen 120-Tonnen-Kran, einen 60-Tonnen-Kran, einen freistehenden 10-Tonnenn-Schwenkkran mit einem Seilzug des Typs SH 60 als Hubwerk sowie neun 2-Tonnen-Schwenkkrane.

Nach Unternehmensangaben ausschlaggebend für den Erfolg von Premium gegenüber seinen Mitbewerbern waren die Preisgestaltung, die gute Verfügbarkeit und die Vielseitigkeit der Krantechnik von Stahl Crane Systems. Zum Einsatz kommen in Mont Wright neben Krankopfträgern und Steuerungen zahlreiche Hebezeuge des süddeutschen Krantechnik-Herstellers, unter anderem das Zwillingshubwerk AS 7 ZW mit 32 Metern Hubhöhe und einer Hubkapazität von 70 Tonnen. Konstruktionsbedingt ohne Hakenwanderung und ausgestattet mit Frequenzumrichtern ist dieses Hebezeug die perfekte Wahl, um die schweren Maschinenteile in der Verarbeitungsanlage zu positionieren. ms

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