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TransportlogistikAugen auf beim Frachteinkauf!

Transportlogistik: Augen auf beim Frachteinkauf!

Volle Auftragsbücher sind ein Grund zur Freude, erfordern aber auch eine effiziente Transportlogistik: Die Produkte müssen den Kunden schnell, zuverlässig und auf einem hohen Qualitätsniveau erreichen.

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Doug Surrett im Interview„Eine Zugangshürde gibt es nicht“

Vor gut einem Jahr haben Kewill und LeanLogistics ihre Umfirmierung in BluJay Solutions bekannt gegeben. Gleichzeitig verkündete das Unternehmen die Etablierung des Global Trade Networks (GTN).

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Doug Surrett

Jetzt zieht Logistikexperte Doug Surrett gegenüber SCOPE eine erste Bilanz des Zusammenschlusses unter einer gemeinsamen Marke und zeigt, welche Vorteile die Kunden des Supply-Chain-Spezialisten aus dem GTN ziehen.

SCOPE: Welche Strategie steckt hinter der Umfirmierung der beiden bis dato getrennt operierenden Unternehmen Kewill und LeanLogistics in BluJay Solutions?

Doug Surrett: Durch den Zusammenschluss unter einer Dachmarke können wir besser als globales Unternehmen agieren. Wir können in zeitkritischen und komplexen Ausgangssituationen Spitzenleistungen erzielen. Mit BluJay Solutions können Unternehmen den Handel beschleunigen, ihre Supply-Chain-Ökonomie grundlegend umgestalten und dadurch einen globalen Wettbewerbsvorteil erzielen.

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SCOPE: Welche neuen Potenziale lassen sich durch die Fusion erschließen?

Surrett: Nach unserer Überzeugung hängt künftiger Erfolg im Welthandel von einem Strategiewechsel ab. Unternehmen werden ihre Strukturen im Zuge dessen von einem isolierten und rein funktionsoptimierten Supply-Chain-Logistikmodell zu einem globalen Handelsnetzwerk umgestalten. BluJay ist hier mit seinem Global Trade Network ein Vorreiter. Dieses neue Modell schöpft aus dem geballten Potenzial des weltweiten Supply-Chain-Ökosystems. Unser Netzwerk umfasst international 40.000 Mitglieder, darunter Verlader, Transportunternehmen, Lieferanten sowie externe Logistikdienstleister. Damit ist es das größte Supply-Chain-Netzwerk der Welt.

SCOPE: Wie unterscheidet sich das Global Trade Network von anderen Supply-Chain-Lösungen?

Surrett: Frühere Lösungen mussten lokal installiert werden und waren dementsprechend durch eine Firewall abgeschottet. Eine Vernetzung mit der Außenwelt war nur in begrenztem Maße oder gar nicht möglich. Selbst die heutige Cloud-Technologie ist nicht von vornherein besser geeignet, um ein GTN zu unterstützen. Vielmehr muss das Netzwerk von Grund auf flexibel gestaltet sein. Nur so ist gewährleis-tet, dass es auch für eine Vielzahl von Teilnehmern skaliert ist, die von unterschiedlichen Endgeräten aus darauf zugreifen. Das Global Trade Network wurde von Anfang an mit Blick auf diese Punkte gestaltet.

SCOPE: Welche Vorteile können die Mitglieder des Global Trade Network für ihr Geschäft nutzen?

Surrett: Unsere Kunden sind automatisch über GTN vernetzt. Mittlerweile nutzen bereits 40 Prozent von ihnen mehr als eine unserer Software-Lösungen – für Transport-, Zoll- oder Warehouse-Management. Die gute Adoptionsrate zeigt, welchen Mehrwert das lebendige System ineinandergreifender Lösungen für unsere Kunden hat. Eine Zugangshürde gibt es nicht, da alle Lösungen per Single Sign On sofort nutzbar sind. In der Supply Chain ergeben sich die bedeutendsten Neuerungen aus der weltweiten Vernetzung von Unternehmen: Die herkömmliche Optimierung von Lieferketten läuft ja auf dem Mikro-Level ab, wo nur eine einzelne Supply Chain optimiert wird. Die Möglichkeiten, Effizienzgewinne zu erzielen, sind begrenzt. Das GTN bietet dagegen die Möglichkeit, das gesamte Netzwerk nach kostensparenden Optionen zu durchsuchen. Diese Chancen entfalten ihre Wirkung im Zusammenspiel des gesamten Netzwerks.

SCOPE: Wie wird sich der Markt für Supply-Chain-Software Ihrer Ansicht nach in den nächsten Jahren verändern?

Surrett: Laut einer Gartner-Studie werden in den nächsten fünf Jahren mehr als drei Viertel aller Unternehmen auf Big- Data-Analysen setzen, um ihre Geschäftsprozesse zu verbessern. Dabei sind cloudbasierte Anwendungen wie das GTN entscheidend, denn sie liefern Daten, die in lokalen Lösungen schon aufgrund der viel kleineren Datenbasis nicht zur Verfügung stehen.

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