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Interview"Spannend sind insbesondere die Sonderprojekte"

Ralf Mangold von Osbra-Formteile GmbH

Eine hohe Qualität der Produkte bei einer gleichzeitigen kurzen Umsetzungszeit, ist nur eine der Herausforderungen, denen sich Produzenten von PUR-Bauteilen stellen müssen. Neben deren Entwicklung und Produktion spielt auch der sichere Transport eine entscheidende Rolle. Herr Ralf Mangold von Osbra-Formteile GmbH gibt einen Einblick, wie diese Herausforderungen bewältigt werden können.

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Durchlaufregale und MehrwegbehälterVon Maßarbeit zu sprechen

passt im Falle Stabila gleich doppelt. Denn der Messgeräte-Hersteller hat 2003 auf seinem Werksgelände eine neue Halle fertiggestellt, in der sich neben einer Spritzguss-Fertigung und einer Montage auch ein doppelstöckiges Stückgut-Durchlaufregal zur Pufferung der Komponenten befindet. Regalanlage und Mehrwegbehälter dafür lieferte Bito-Lagertechnik. Auch das ein Stück Maßarbeit.

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Verpackungstechnik (VP),,: Von Maßarbeit zu sprechen

Der Messgeräte-Hersteller produziert rund 850 Wasserwaagen-Modelle, die sich in Länge, Form, Farbe, Material und Ausstattung unterscheiden, und aus spezifischen Kleinteilen zusammengesetzt sind. Diese Kunststoff-Module lagerten bisher in einem separaten Gebäude auf dem Werksgelände – in nicht standardisierten und für die Lagerung der Kunststoffteile nicht optimierten Lagerhilfsmitteln. Die Folge: Weite Transportwege von und zum Pufferlager und ein hoher organisatorischer Aufwand für das Einlagern, Finden und Auslagern der Teile. Kein haltbarer Zustand, eine neue Steuerungsorganisation musste her.

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Hauptanforderungen an die Planung waren kurze Wege zwischen Fertigung, Lager und Montage, eine platzsparende und übersichtliche Lagerung und der Schutz der Kleinteile während des Produktionsprozesses. Bito lieferte dazu ein zweigeschossiges Stückgut-Durchlaufregal samt Bühne und Mehrwegbehälter. Das Durchlaufregal ist 21,6 Meter lang und setzt sich aus acht Regalfeldern mit je vier Durchlaufrahmen auf beiden Etagen zusammen. Die Rollenleisten des Regals sind so angebracht, dass große Mehrwegbehälter längs und kleine quer in die 256 Kanäle eingelagert werden können. Bremsschienen verhindern, dass die Behälter herauskippen.

Die Mehrwegbehälter sind nestbar und sparen ineinander gestapelt bis zu 75 Prozent Volumen. Klappdeckel schützen die Kunststoffteile vor Verschmutzung und verhindern, dass Teile herausfallen. An den Seiten wurden Etikettentaschen angebracht: Ein Blick genügt, und der Arbeiter weiß, was im Behälter lagert, und welche Produktionsprozesse die Kleinteile schon durchlaufen haben. Alle Behälter-Größen sind auf das Europalettenmaß abgestimmt.

Während der Produktion der Wasserwaagen fallen die Kunststoffteile direkt aus der Spritzgussmaschine in die Mehrwegbehälter. Ist eine bestimmte Anzahl an Behältern gefüllt, befördern sie die Mitarbeiter in das Durchlaufregal: Die untere Ebene wird manuell beschickt, für die obere werden die Behälter auf eine Palette gepackt und per Gabelstapler in den oberen Stock gehieft. Dort entnimmt sie ein Mitarbeiter und lagert sie ein. Pro Kanal wird nur ein Produkt gelagert, so dass die Monteure auf jeden Artikel immer direkten Zugriff haben. Die Lagerung erfolgt nach dem Prinzip first in-first out: Zuerst eingelagerte Behälter werden von den Monteuren zuerst entnommen. So wird vermieden, dass Chargen sich vermischen und zuerst gefertigte Produkte immer wieder zurückgestellt werden.

Die neue Regalanlage ist das Kernstück der neuen Halle: Sie trennt die Produktion der Kunststoffteile und die Montage. Das Stückgut-Durchlaufregal unterstützt zudem die Fertigungssteuerung. Die Wegezeiten und der Zeitaufwand für produktionsfremde Aufgaben konnten erheblich reduziert werden. Auch Maschinenstörungen bei der Montage durch die Verwendung falscher Kunststoffteile sind seltener als zuvor. Der zuständige Produktionsleiter sieht jetzt auf einen Blick, wie viele Mehrwegbehälter mit Kleinteilen noch im Regal lagern und entscheidet selbstständig, wann er wieder nachproduzieren muss. Dadurch kann der Hersteller seine Lagerbestände und Lagerkosten niedrig halten.ms

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