Zulieferer von Blechbauteilen wird 125

Graepels Lochbleche in "Transformers"

Wenn Mitte 2014 die Fortsetzung der US-Filmreihe "Transformers" in die Kinos kommt, wird die Welt einen mächtigen Truck bewundern, ausgestattet mit Lochblechen von Graepel. Der Zulieferer feiert in diesem Jahr zudem sein 125-jähriges Jubiläum.

Im Debütjahr 2007 war der Film einer der erfolgreichsten und spielte über 700 Millionen Dollar ein. Die diesjährige Fortsetzung "Ära des Untergangs" soll das Ergebnis noch toppen. Der aktionsreiche Science-Fiction-Spielfilm, gedreht in Hollywood und auf US-Militärbasen, setzt auf viel Hightech und Material. "Die inszenierten Trucks sind mit Lochblechen von Graepel veredelt", freut sich Mark Zumdohme, CEO des Graepel-Werks in Omaha, USA. Er hat die Bauteile über den amerikanischen LKW-Hersteller Western Star, eine Daimler-Tochter, zugeliefert. "Sie sind auch in den Serien-Fahrzeugen eingebaut". De facto handelt es bei den Film-Trucks um Serienmodelle, nur reichlich aufgepeppt. "Optimus Prime" lautet die Bezeichnung des vorausfahrenden Leinwand-Stars.

Bei dem aufwändigen Film geht es um jedes Detail - und da können die serienmäßigen Graepel-Lochbleche für Kühlerfront und Haubenseiten auftrumpfen: Anders als viele der marktüblichen Lösungen sind die KTL-lackierten Stahlbauteile bis in die kleinste Struktur perfektioniert. So steht die ausgeklügelte Sechskantlochung mit etwa 2 mm Lochdurchmesser nicht nur für ein unverkennbar markantes Design. Auch die Sicherheit durch Formstabilität und die einwandfreie Funktion als Steinschlag- und Insektenschutz ist gewährleistet. Zudem ist der freie Querschnitt im Vergleich zu konventionellen Gittern hoch, so dass die Motoren besser mit Luft versorgt werden - relevant für Kühlung und Abgaswerte.

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Graepel ist Gründungsmitglied des RAL Gütezeichens Lochbleche: Dessen weit über DIN liegende Güteanforderungen sind auch bei diesen Bauteilen erfüllt. Allein für die Oberflächen hat Graepel mit der Oberflächentechnik Löningen Anfang des Jahres ein eigenes Spezialwerk in Betrieb genommen, das eine höhere Qualität als branchenüblich liefern soll. Durch seinen integrierten Fertigungsprozess, der sogar den anspruchsvollen Werkzeug- und Prototypenbau umfasst, kann der Zulieferer ein Höchstmaß an Werkstoffkompetenz, Verschwiegenheit und Termintreue sicherstellen.

125 Jahre Lochbleche

Als Hugo Graepel 1889 eine Halle in Budapest mietete und mit der Fertigung qualitativ hochwertiger Lochbleche begann, war nicht absehbar, dass sein Unternehmen damit 125 Jahre lang Erfolg haben sollte. "Graepel überwand alle Weltkriege, Wirtschaftskrisen und Werkstofftrends", stellt Vorstand Klaus Mecking fest. "Unsere Fokussierung auf Metallwerkstoffe ermöglicht Bauteile, die sich durch Design, Sicherheit und Funktion auszeichnen." Die führenden Hersteller von LKW, Bussen, Landmaschinen und Bahnen bezögen Rahmen- und Strukturteile, Lüftungs- und Schutzgitter sowie Aufstiege und Plattformen bei Graepel. Auch den Bausektor präge man durch Blechprofilroste, Treppen und Podeste, so Mecking. Spektakuläre Architekturprojekte zeugten davon.

Nach wie vor bilden Lochblechprodukte einen Schwerpunkt. Dabei geht es stets um möglichst viel Luft, definiert durch den freien Querschnitt. Der beträgt bei Graepel bis zu 70 Prozent. Ein Spitzenwert, der offenbart, wie gut der Hersteller sein Metier beherrscht. Denn die restlichen 30 Prozent Material müssen ausreichen, um ein Bauteil von höchster Festigkeit zu schaffen. Das gelingt unter anderem durch eine ausgeklügelte Sechskantlochung, ein Resultat der Bionik-Forschung. Der Anspruch verpflichtet: Graepel ist einer der Initiatoren des RAL Gütezeichens Lochbleche, dessen Qualitätsvorgaben weit über DIN-Niveau liegen.

Die Zentrale des Familienunternehmens befindet sich im norddeutschen Löningen. In Seehausen in der Altmark sowie im amerikanischen Omaha bestehen weitere Werke. Erst Anfang des Jahres hat man in Löningen ein weiteres Werk in Betrieb genommen. Es ist auf die Oberflächenveredelung der eigenen Produktion spezialisiert - einmal mehr mit dem Ziel, das Branchenniveau zu übertreffen. Auch an andere Unternehmen richten sich die Dienste.

Mit 620 Mitarbeitern erwirtschaftet Graepel einen Jahresumsatz von 82 Millionen Euro. Dass die Entwicklung längst nicht am Ende ist, zeigt das umfangreiche Re-Design, das man für Kundenprodukte durchführt. Meist geht es um Kosteneinsparung, Gewichtsreduzierung oder Fertigungsoptimierung. Dank der integrierten Produktionskette, die sogar den anspruchsvollen Werkzeug- und Prototypenbau umfasst, schafft man kurze Durchlaufzeiten und ein Höchstmaß an Geheimhaltung. kf

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