Märkte + Unternehmen

Ziehl-Abegg: Wachstum in allen Geschäftsbereichen und Regionen

Das Künzelsauer Industrieunternehmen Ziehl-Abegg hat im Jahr 2011 den Umsatz um 15 Prozent auf 358 Mio. Euro gesteigert. Gleichzeitig ist auch die Mitarbeiterzahl beim Ventilatoren- und Antriebshersteller auf rund 3100 (Vorjahr 2800) geklettert. Dies hat das Unternehmen aufgrund des vorläufigen Jahresabschlusses 2011 bekannt gegeben.

Christian Kagerah programmiert bei Ziehl-Abegg einen modernen Schweißroboter im bestehenden Werk "Gewerbepark Waldenburg", wo das Künzelsauer Industrieunternehmen einen Neubau für 12 Mio. Euro erstellen wird.

Als größte Einzelinvestition ist 2011 die Erweiterung des Werks in Marcali (Ungarn) für 3,5 Millionen Euro gestartet worden. Für die Verbesserung des Maschinenparks in Schöntal-Bieringen und im Gewerbepark Hohenlohe (GPH) an der A6 ist ein zweistelliger Millionenbetrag investiert worden. Im laufenden Jahr 2012 wird ein Werksneubau im Gewerbepark für 13 Mio. Euro begonnen. Zudem wird ein Schwerpunkt die Markteinführung eines eigenen Elektroantriebs für Nutzfahrzeuge im Straßenverkehr sein.

Ziehl-Abegg hat den Umsatzeinbruch im Zusammenhang mit der weltweiten Wirtschaftskrise 2009 nun endgültig wettgemacht. "Der erneut deutlich zweistellige Umsatzzuwachs ist quasi die lineare Fortschreibung des Vorkrisen-Wachstums", freut sich Vorstandsvorsitzender Peter Fenkl. "Und die Bestätigung unserer langfristigen Personalpolitik", fügt Finanzvorstand Achim Curd Rägle hinzu. Denn auch im Krisenjahr hatte man an der Stammbelegschaft festgehalten, um den erhofften überproportionalen Aufschwung bewältigen zu können.

Weltweiter Produktions- und Serviceverbund

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Das süddeutsche Industrieunternehmen nutzt die Wachstumsphase, um die Produktion weltweit auf- und auszubauen. "Wir montieren und fertigen dort, wo unsere Kunden sind", erklärt Technikvorstand Norbert Schuster. Als Beispiel führt er Ziehl-Abegg USA in North Carolina an. Dort sind im vierten Quartal 2011 neue Räume bezogen worden, um neben der Montage auch Schweißarbeiten vornehmen zu können. "Wenn ein Klimagerätehersteller kurzfristig eine Änderung haben will, können wir diesem nicht sagen, dass wir seinen Ventilator zurück nach Deutschland schicken müssen", verdeutlicht Schuster. Ein Mehr an Fertigungsstandorten bedeutet allerdings auch, dass weltweit mehr Einzelteile auf Lager liegen. "Das bindet zusätzliches Kapital", sagt Finanzchef Rägle.

"Wir haben uns in den zurückliegenden drei Jahren über stetig zweistellig wachsende Zahlen im Auftragseingang gefreut", sagt Vorstandschef Fenkl. Daher sei er nach der Konsolidierung der Konjunktur im vierten Quartal gespannt, wie sich die Wirtschaft im Jahr 2012 entwickeln wird. Eine deutlich spürbare Belebung erwartet der Unternehmenschef erst gegen Ende des zweiten Quartals.
"Wir müssen uns die Erfolge grundsätzlich härter erkämpfen als früher", meint Fenkl. Da steigende Rohstoffpreise nicht komplett an die Kunden weitergereicht werden können, drückt dies die Erlössituation. Ziehl-Abegg benötigt beispielsweise im Motorenbau große Mengen an "Seltenen Erden". Dass China Export-Zölle und Ausfuhr-Quoten bei Rohstoffen eingesetzt hatte, verschärfte die weltweit angespannte Lage auf den Rohstoffmärkten zusätzlich.
Einen zusätzlichen Impuls im Ventilatorengeschäft, der schon jetzt zu spüren ist, wird das neu entwickelte Material ZAmid bringen. Ziehl-Abegg bietet Lüfterräder aus diesem Verbundwerkstoff an, die leichter und leiser sind sowie im Betrieb weniger Energie verbrauchen. lg

 

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