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Suchen UND Finden

Die Produktentwicklung birgt noch viel Einsparpotential. Zum einen durch das Wiederverwenden bestehender Artikel, zum anderen durch das effiziente Arbeiten mit Produktdaten – wenn diese bekannt sind und auch schnell gefunden werden. Auf die Lösung solcher Probleme hat sich die Simus Systems GmbH spezialisiert. Das Karlsruher Unternehmen bietet Software und Dienstleistungen für die Bereiche Produktdatenklassifikation, Strukturierung und Datenaufbereitung an.
»Wir bieten unseren Kunden Lösungen, die dauerhaft zur Kostenminimierung beitragen und Qualitätssicherung noch früher beginnen lassen«, erklärt Simus Systems Geschäftsführer Dr. Arno Michelis.

Ginge es nach dem Einkauf, würden die Artikelstämme in den produzierenden Unternehmen nur einen Bruchteil ihrer realen Länge umfassen. Die Realität sieht leider anders aus: Die Zahl der angelegten Artikel wächst ständig und oft geht der Überblick verloren. Dies führt dazu, dass Teile immer neu konstruiert und angelegt werden und die Suche nach Daten immer länger dauert. Das muss nicht sein, denn es gibt hilfreiche Werkzeuge, die die Arbeit weitgehend automatisiert erledigen. Und es gibt kompetente Hilfe, die weiß, wo man ansetzen muss. Ein Spezialist für Systemintegration und Dienstleistungen zur Produktdatenklassifikation, Strukturierung und Datenaufbereitung ist die Firma Simus Systems, die sich seit 2002 auf diese Fragen konzentriert. Das Karlsruher Unternehmen entwickelt effiziente Werkzeuge und Methoden, um aus einem Datensumpf eine sinnvolle Datenstruktur mit ei- nem überschaubaren Datenbestand zu generieren.
Die Ursachen für die Datenmisere sind durchaus menschlich, weiß Simus-Vertriebsleiter Dietmar Thomes: »Das Problem beginnt meistens schon in der Produktentwicklung und setzt sich dann fort. Wenn beispielsweise fünf Mitarbeiter ein Teil benennen sollen, dann kommen fünf verschiedene Bezeichnungen dafür heraus.

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Fünf Bezeichnungen für ein Teil

Deshalb ist die professionelle Klassifikation so wichtig.« Denn Informationen, die in Materialstämmen beschrieben sind, sind oft nicht ausreichend, um Objekte eindeutig zu bezeichnen und abzugrenzen. Außerdem verhindert die mangelhafte Datenqualität in vielen Fällen, dass Daten überhaupt gefunden werden und Prozesse optimal ablaufen können.

Für den Aufbau einer Klassifikation haben die Karlsruher einen besonderen, datengetriebenen Ansatz für die Auswertung von Datenquellen, so genannte Nutzdaten, entwickelt. Diese Systematik verfolgt den Ansatz, die vorhandenen Quellen nach klassifikationsrelevanten Inhalten zu analysieren, daraus Merkmale und schließlich eine Klassifikation abzuleiten. Ein wesentlicher Vorteil liegt darin, dass durch die eigens dafür entwickelten Softwarewerkzeuge das Verhalten zwischen Klassifikationsdefinition und den bestehenden Daten in einer Datenbank abgebildet werden kann. Aus diesen Ergebnissen können dann wieder neue Anforderungen an die Klassen und Merkmale abgeleitet und so iterativ das optimale Klassifikationsergebnis erzeugt werden. Dieser Ansatz gewährleistet, dass eine auf den Kunden zugeschnittene Klassifikation entwickelt werden kann.
»Wir helfen dem Kunden, ein Bücherregal zu bauen und helfen beim Einsortieren«, lautet die einfache Philosophie von Thomes. Dass hinter dieser Vereinfachung viel mehr steckt weiß der Marktkenner; ihm ist aber auch klar, dass zu viel Komplexität abschreckt: »Es geht hier schließlich um lösbare Probleme und dafür bieten wir effiziente Produkte und Dienstleistungen an«, stellt er klar. Denn sind die Regeln erst einmal definiert und die Software installiert, dann läuft vieles automatisiert.

Hierfür haben die IT-Spezialisten die Softwarefamilie Simus Classmate entwickelt. Diese ermöglicht es, Daten zu analysieren, zu strukturieren, zu bereinigen und zu klassifizieren. Hierbei können Daten aus verschiedensten Quellen wie CAD-, PDM- oder ERP-Systemen, sowie Kataloge und Tabellen zentralisiert bearbeitet werden. Die Auswertung der Daten durch die Programme basiert auf kundenspezifisch individuell anpassbaren Regelwerken. Simus Classmate unterstützt das Daten-Prozess-Management (DPM), das die ganzheitliche Betrachtung von Daten-Qualitätsmanagement, automatischer Klassifikation und dem Finden von Lösungen beschreibt und somit eine Basis für das Product-Lifecycle-Management darstellt. Das Daten-Prozess-Management wird durch drei Funktionsbausteine und die darauf abgestimmten Produkte unterstützt: Classmate Data (Datenqualitäts-Management), Classmate CAD (Klassifikation von 3D-CAD-Modellen) und Classmate Finder (Suchen und Finden von Lösungen).

Klassifikation von CAD-Modellen

Als Basis für die Wiederverwendung bereits konstruierter CAD-Modelle sollten die Modelle klassifiziert und die Sachmerkmale der Konstruktionsteile in entsprechende Sachmerkmalleisten eingetragen werden. Diese müßige und zeitintensive Arbeit birgt oft Fehler und Unregelmäßigkeiten in der Pflege der Daten. Daher werden Klassifikationen häufig nicht oder nur inkonsequent gepflegt. Eine Wiederverwendung und somit Zeit- und Arbeitseinsparungen wird dadurch erschwert. Die Qualitätssicherung ist nicht gewährleistet. Classmate CAD klassifiziert vollautomatisch 3D-CAD-Modelle anhand der Geometrie- und Meta-Daten. Parallel zum Klassifikationsprozess wird – ebenfalls vollautomatisch – die Sachmerkmalleiste befüllt. Durch die Automatisierung wird Fehlern vorgebeugt und die Datenqualität ohne Aufwand für den Konstrukteur nachhaltig gesichert. Die Software arbeitet unabhängig von der angewandten Modellierungsmethodik und ermöglicht sowohl eine rein geometrische, als auch eine funktionale oder kombinierte Klassifikation. Über eine integrier- te Qualitätskontrolle werden fehlerhafte Modelle identifiziert und dem Konstrukteur angezeigt. Um die Wiederverwendung einer Lösung zu ermöglichen, muss sie schnell auffindbar sein. Denn lange Suchzeiten kosten nicht nur wertvolle Zeit, sondern führen in der Regel auch dazu, dass der Suchende die Suche abbricht und es vorzieht, ein neues Teil anzulegen. Durch eine Klassifikation und ein effektives Suchwerkzeug wird die Suche nach Produkt- und CAD-Daten erheblich beschleunigt. Classmate Finder wurde von den Karlsruhern als komfortables Werkzeug für die schnelle und erfolgreiche Recherche nach Produktdaten entwickelt und soll auch in sehr großen Datenbeständen erstaunliche Ergebnisse liefern. Neben einer klassenübergreifenden Suche mittels Sachmerkmalen ist auch die Suche nach ähnlichen Teilen möglich. Gesucht werden kann über frei definierbare Suchkriterien mit Hilfe der hinterlegten Sachmerkmalleiste. Eine grafische Benutzungsoberfläche, 2D-Vorschaubilder, 3D-Viewerformate und mit Piktogrammen hinterlegte Wertelisten erleichtern ebenfalls das schnelle Auffinden der gesuchten Daten.

Die Software Classmate Data hingegen strukturiert und analysiert Stammdaten automatisch und stellt diese in einem beliebigen Format zur Verfügung. Die integrierte automatische Dublettenanalyse enthüllt mehrfach angelegte Datensätze. So hilft die Lösung bei der Reduktion des Datenbestandes.

ROI in Sichtweite

Apropos Klassifizierung: Die meisten Kunden der Karlsruher sind mittelständisch geprägt, haben mehr als zehn CAD-Arbeitsplätze im Einsatz und den 3D-Umstieg bereits gemeistert. Sie setzen auch PDM- und ERP-Systeme ein. Ihnen gemeinsam ist die »K-Frage« – an welchen Kostenschrauben kann noch gedreht werden. »In diesem Zusammenhang wird selbstverständlich auch an uns die Frage nach einer Kosten-/Nutzenrechnung gestellt. Auf meine Gegenfrage, wie hoch denn die Kosten pro Teil pro Jahr im Unternehmen seien, weiß selten jemand eine Antwort. Untersuchungen haben gezeigt, dass diese zwischen sehr günstigen 200 Euro und etwa 3.400 Euro liegen. Der ROI für unsere Leistungen liegt in der Regel bei einem halben Jahr«, sagt Vertriebsleiter Thomes. -sg-

Simus Systems, Karlsruhe Tel. 0721/830843-0, http://www.simus-systems.com

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