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Flexibilität ist gefragt

ERP- und PDM-Integration sowie Kooperationswerkzeuge und Portfolio-Management treiben die Umsetzung des Product Lifecycle Managements (PLM) zukünftig an. Eine Befragung der TU Kaiserslautern zu Trends der zukünftigen industriellen Gestaltung von PLM-relevanten Prozessen und der Anwendung von PLM-Lösungen zeigt: Gefragt sind mehr Flexibilität und die Auslagerung von Entwicklungs- und Fertigungsstandorten.
Bezüglich der Prozesse, Methoden und Funktionen, die für das PLM in den kommenden Jahren von Bedeutung sind, gibt es ‚Gewinner‘ und ‚Verlierer‘. Zu den Gewinnern zählt die Integration mit ERP- und fremden PDM-Systemen, zu den Verlierern das Stammdatenmanagement. (Grafik: TU Kaiserslautern)

Um Einflussfaktoren des Produktentwicklungs-Prozesses und daraus resultierende Auswirkungen auf PLM-relevante Prozesse, Methoden und Funktionen (PMF) zu ermitteln, führte der Lehrstuhl für Virtuelle Produktentwicklung der TU Kaiserslautern im Auftrag der ‚Kompetenzzentrum – Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH‘ in Graz eine Befragung von PLM-Spezialisten durch. Diese erfolgte im Rahmen des gemeinsamen Forschungsprojektes ‚Future PLM‘.

An der Befragung beteiligten sich 70 PLM-Verantwortliche aus den Branchen Automobilbau, Luftfahrt und Maschinenbau. Die Ergebnisse lassen einen Trend bezüglich der Wichtigkeit verschiedener Einflussfaktoren und PLM-relevanter PMF im Vergleich der Jahre 2010 und 2015 erkennen. Nach Einschätzung der Teilnehmer werden beispielsweise die Notwendigkeit der flexiblen Auslagerung von Entwicklungs- und Fertigungsstandorten und die Beherrschung von Methoden des ‚Design for X‘ zur Integration von Anforderungen aus dem gesamten Lebenszyklus in die Produktentwicklung zu den Einflussfaktoren gehören, deren Bedeutung in Zukunft besonders stark zunehmen dürfte.

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Sehr deutlich haben sich insbesondere die Trends für die PLM-relevanten Prozesse, Methoden und Funktionen gezeigt (siehe Grafik). Hier wird vor allem die Integration mit ERP- und fremden PDM-Systemen wichtig, im Gegenzug verliert das Stammdatenmanagement an Bedeutung. Verlieren heißt allerdings, dass die Anwender solche PMF eher heute schon beherrschen. Die Ergebnisse dienen nun der weiteren strategischen Ausrichtung des Forschungsprojekts Future PLM. -co-

Lehrstuhl für Virtuelle Produktentwicklung (VPE), TU Kaiserslautern Tel. 0631/205-3873, http://vpe.mv.uni-kl.de


Das Projektkonsortium Future PLM:
AVL List GmbH, CSC Computer Sciences Consulting Austria GmbH, CSC Deutschland Solutions GmbH, Magna Steyr Fahrzeugtechnik AG & Co KG, TU Graz (ITL), TU Graz (KMI), TU Kaiserslautern (VPE), TU Wien – Institut für Maschinenbauinformatik und Virtuelle Produktentwicklung, Kompetenzzentrum – Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH

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