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WGP: Neuer Präsident

Am 5. November 2009 fand in Berlin die Herbsttagung der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik (WGP) statt. Im Rahmen der Tagung wurde symbolisch das Steuerrad und damit die Präsidentschaft an Prof. Reimund Neugebauer, Institutsleiter des Fraunhofer IWU, übergeben. Seit dem 1. Januar 2010 übernimmt er nach einjähriger Vizepräsidentschaft das Amt des Präsidenten der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik für die kommenden beiden Jahre.

 

Die Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik ist ein Zusammenschluss führender deutscher Professoren der Produktionstechnik und vereinigt rund 1300 Wissenschaftler. Diese arbeiten auf dem Gebiet der Grundlagenforschung sowie der angewandten und Industrieforschung. Dabei erstreckt sich die fachliche Orientierung von den spanenden wie spanlosen Fertigungsverfahren über die zugehörigen Maschinen und Anlagen, von der Robotik und Montagetechnik, bis hin zu Fragen des Produktionsmanagements, der Arbeitsgestaltung und der Produktionslogistik. "Der Maschinen- und Anlagenbau ist als Innovationsmotor und deutsche Schlüsselindustrie auf enge und eingespielte Netzwerke mit der Wissenschaft angewiesen. Auch darauf basiert die Integrations- und Umsetzungsstärke, die unsere Unternehmen auszeichnet. Als "Speerspitze" für die Produktionstechnik in Lehre und Forschung leistet die WGP hierfür hervorragende Beiträge. Deutschland ist Industrieland und kann weltbester Produktionsstandort bleiben - daran werden wir auch in Zukunft gemeinsam mit aller Kraft zu arbeiten haben", erklärt Manfred Wittenstein, Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA).

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Durch die Kooperation mit wissenschaftlichen Instituten, gesellschaftlichen und politischen Verbänden sowie der Industrie fördert die WGP Innovationen durch Forschung, Entwicklung und Wissenstransfer. "Sie berät bei Forschungsprojekten, gestaltet die Rahmenprogramme mit, treibt so die Kommunikation und Kooperation im wissenschaftlichen und industriellen Umfeld voran", erläutert Prof. Reimund Neugebauer. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Qualifizierung durch wissenschaftliche Ausbildung sowie die Förderung des ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchses. "Alle WGP-Mitglieder haben sich das Ziel gesetzt, hochbegabte junge Menschen zu verantwortungsbewussten Persönlichkeiten für Forschung und Industrie auszubilden", so Prof. Reimund Neugebauer weiter. "Dazu gehört auch, dass fachliche sowie methodische Studieninhalte weiterentwickelt und die Ingenieurausbildung verbessert werden."

 

Als neuer Präsident der WGP möchte Prof. Reimund Neugebauer die fachlichen Diskussionen zu aktuellen, produktionswissenschaftlichen Trends sowie Fragestellungen in Forschung und Lehre forcieren. Ein aktueller Fokus der WGP ist die Steigerung der Ressourceneffizienz in der Produktion, um einen Beitrag zur Lösung des Widerspruchs zwischen zunehmender Ressourcenverknappung und weltweitem Mehrbedarf zu leisten. Das ist umso bedeutsamer, da gleichzeitig der Kohlenstoffdioxidausstoß, als eine Ursache irreversibler Klimaveränderungen, gesenkt werden kann. Ein weiterer Trend, den die WGP aktuell verfolgt, ist die Auseinandersetzung mit den produktionstechnischen Konsequenzen der Elektromobilität. Diese, hinsichtlich ihrer perspektivischen Notwendigkeit unumstrittene Entwicklung, könnte zu einem tiefgreifenden Strukturwandel in der Automobilindustrie sowie deren Zulieferern führen.

 

Im Bezug auf die Lehre wurde über die Regelung des Übergangs vom Bachelor- zum Masterstudiengang an den produktionstechnischen Lehrstühlen der WGP-Mitglieder gesprochen. Die aktuelle Diskussion zur deutschlandweiten einheitlichen Zulassung zu Masterstudiengängen ist bereits seit einiger Zeit ein wichtiges Thema der Wissenschaftlichen Gesellschaft. Die WGP spricht sich ausführlich für eine Synchronisierung der Voraussetzungen, Inhalte und Abläufe des produktionstechnischen Hochschulstudiums aus. Derzeit werden Lösungsansätze erarbeitet, welche anschließend an den WGP Instituten direkt umgesetzt werden sollen.

 

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