Werkzeug- und Formenbau

Andreas Mühlbauer,

Neue Initiative „Marktspiegel Werkzeugbau"

Die VDWF-Mitglieder Tebis und die Gindumac haben gemeinsam mit dem VDWF die Initiative „Marktspiegel Werkzeugbau“ gestartet.

Marktspiegel Werkzeugbau: das Projektleiterteam. © VDWF

Das Ziel: Zukunftsfähigkeit im Werkzeug-, Modell- und Formenbau aktiv zu fördern. In Arbeitskreisen konkretisierte sich die Grundidee, Unternehmenskennzahlen, Produktion, Organisation, Prozesse, Marketing und Vertrieb für die Branche vergleichbar zu machen.

Jens Lüdtke (Leiter Tebis Consulting), Benedikt Ruf (Managing Director Gindumac) und Dr. Claus Hornig (Claho) entwickelten daraus das finale Konzept und trieben das Projekt aktiv voran. Mit der Messe Stuttgart als Partner wurde die Initiative im Rahmen eines Pilotprojektes mit ausgewählten Mitgliedern des VDWF Ende September zur Marktreife gebracht.

Neue Kennzahl für den Werkzeug-, Modell- und Formenbau

„Marktspiegel Werkzeugbau“ ist eine Initiative zur Schaffung einer neuen branchenspezifischen Kennzahl für die Zukunftsfähigkeit des Werkzeug-, Modell- und Formenbaus. Die Initiative ist darauf ausgelegt, Werkzeug-, Formen und Modellbauern neue Einblicke in den Entwicklungsstand ihres Unternehmens im Vergleich zur Branche zu verschaffen, um konkrete Maßnahmen für die Zukunftsausrichtung ableiten und umsetzen zu können.

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Aus dem „Marktspiegel Werkzeugbau“ soll ein neuer Branchenstandard entstehen. Unternehmen können diesen zukünftig gezielt heranziehen, um besser zu verstehen, an welchen Stellschrauben sie drehen müssen.

"Wir sind überzeugt, dass der „Marktspiegel Werkzeugbau“ genau das richtige Tool für Werkzeug-, Modell- und Formenbauer ist, um ihre Unter­nehmen markt- und umsetzungsorientiert in die Zukunft führen zu kön­nen. Dazu möchten wir einen wertvollen Beitrag leisten”, betonten Jens Lüdtke, Benedikt Ruf und Claus Hornig.

Mit dem Zindex in Richtung Zukunft

Der „Zukunftsindex“ (Zindex) ist die neue unternehmensspezifische Kennzahl zur Bestimmung der Zukunftsfähigkeit. Übergeordnet bildet der „Marktspiegel Werkzeugbau“ in der Summe und Gesamtbetrachtung aller erfassten Teilnehmerdaten die Grundlage für den so genannten „Branchenindex“ (Bindex). Dieser zeigt einen neuen Branchenstandard und Branchentrends.

Für einen unabhängi­gen Marktspiegel werden die Teilnehmer auf ihre unternehmerische Wettbewerbsfähigkeit und Wert­schöpfung analysiert, vermessen und miteinander verglichen. Der Marktspiegel ist in vier übergeordnete Analysefelder aufgeteilt: 1. Unternehmenskennzahlen, 2. Produktion, Organisation, Prozesse, 3. Marketing, Kommunikation, Vertrieb und 4. Digitalisierung, Automation.

Die Werkzeugbauer können sich gezielt nach Unternehmensgrößen, Zielmärkten und Produktbereichen vergleichen. Die Unternehmensgröße wird durch die Merkmale Bilanzsumme, Umsatzerlöse und Mitarbeiteranzahl bestimmt. In den Produktbereichen wird zwischen Werkzeugbau, Formenbau, Modellbau und Maschinenbau unterschieden. Die Zielmärkte teilen sich in Automotive, Consumer / Packaging, Electronics, Aerospace, Health / Pharma, Maschinenbau und Sonstiges auf. Sowohl interne als auch externe Werkzeugbauer können an der Initiative teilnehmen.

Der „Marktspiegel Werkzeugbau“ liefert Antworten zu grundlegenden Fragen der Unternehmensführer im Werkzeugbau.

Für jedes Unternehmen liefert der Zindex die Möglichkeit seine eigene Position zu bestimmen und im Branchenvergleich einzuordnen. Der Bindex zeigt den Status Quo und die Entwicklungen der gesamten Branche.

Die Initiative „Markspiegel Werkzeugbau“ eröffnet somit Markttransparenz und Vergleichbarkeit, liefert konkrete Handlungsempfehlungen, lässt Branchen-Trends erkennen, gibt eine valide Grundlage für Zukunftsentscheidungen und stärkt Unternehmen der Branche.

Vom erfolgreichen Pilotprojekt zur MEX 2019 Edition

Insgesamt haben sich 16 Werkzeug-, Modell- und Formenbauer aus dem VDWF im Rahmen des Pilotprojektes angeschlossen, um neue Im­pulse für Ihre Unternehmen zu schaffen. “Die Vorstellung, dass sich nun auch im jährlichen Turnus Werkzeugbauer selbst einordnen können und sich so auch eine Entwicklung in der Branche ablesen lässt, ist ein echter Mehrwert“, sagt Ralf Dürrwächter, Geschäftsführer des VDWF.

Im nächsten Schritt wurde der Marktspiegel nun für alle Unternehmen geöffnet, mit dem Ziel auf der Moulding Expo 2019 die erste „MEX-Edition“ zu präsentieren. Geplant ist  zur Moulding Expo im Zweijahresrhythmus eine neue Version mit Branchen-Index zu veröffentlichen.

Gründungsvorhaben der Marktspiegel Werkzeugbau e.G. eingeleitet

Der „Marktspiegel Werkzeugbau“ liefert seinen Mehrwert über das Engagement seiner Teilnehmer und die Qualität der erhobenen Daten. Zur Weiterentwicklung und Etablierung der Initiative sollen die Teilnehmer aktiv in Form einer Genossenschaft beteiligt werden. Die Organisation als Genossenschaft ist ein Garant dafür, dass die Daten in guten Händen sind, denn sie gehören nur den Beteiligten selbst.

Die Unternehmensdaten werden der Genossenschaft nur zur Erstellung des Markspiegels zur Verfügung gestellt und durch einen neutralen Treuhänder anonymisiert zur Verarbeitung verteilt. Aktuell befinden sich die Projektverantwortlichen in der Konkretisierung des Gründungsvorhabens und des Preismodells. Angestrebt wird ein faires Preismodell zwischen 1.000 und 1.500 Euro pro jährlichem Report.

Schon jetzt können sich alle Werkzeug-, Modell- und Formenbauer die Teilnahme am kommenden „Marktspiegel Werkzeugbau“ sichern. Auf der Webseite marktspiegel-werkzeugbau.com besteht die Möglichkeit sich für die Teilnahme zu registrieren.

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