Weniger Besucher

Cebit hält am Business-Konzept fest

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Großbritanniens Ministerpräsident David Cameron trafen während ihres Cebit-Rundgangs auf einen Humanoiden. Großbritannien war das Partnerland der diesjährigen Cebit, der Slogan: "Tech is Great!"

Mit rund 210.000 Besuchern (2013: 289.000) geht heute die Cebit in Hannover zu Ende. Das Ziel für die Gesamtbesucherzahl wurde damit um 10 % verfehlt. Die Veranstalter bemühen sich dennoch, ein positives Fazit zu ziehen.

"Der Neustart der CeBIT ist voll gelungen. Das Business-Konzept greift", sagte Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe AG, am Freitag in Hannover. "Die Aussteller und auch wir als Veranstalter haben unsere Ziele erreicht. Die neue CeBIT ist die weltweit bedeutendste Plattform für Innovationen und Geschäft in der IT-Branche." Die CeBIT habe in diesem Jahr rund 25 Milliarden Euro konkrete IT-Investitionen angeschoben - so viel wie noch nie. Das Partnerland Großbritannien habe sich in diesem Jahr als faszinierende IT-Nation mit hoher Innovationskraft präsentiert, so Freese.

Erstmals hatte die Deutsche Messe die CeBIT in diesem Jahr mit klarem Fokus auf den Fachbesucher und sichtbarem Business-Profil ausgerichtet. "Unsere eindeutige Positionierung zeigt bei der Besucherstruktur deutliche Wirkung: 92 Prozent der Besucher sind IT-Professionals. Jeder Dritte kommt aus dem Top-Management seines Unternehmens. Mehr als ein Viertel der CeBIT-Gäste reist aus dem Ausland nach Hannover." Frese machte deutlich, dass nun die optimale Struktur für die weitere Entwicklung der CeBIT gefunden sei. "Wir werden an der Business-Fokussierung für die nächsten Jahre festhalten und gemeinsam mit unseren Ausstellern und Partnern die Details weiter in Richtung Wachstum justieren."

Frese betonte, dass die neue CeBIT in allen wesentlichen Bereichen die Ziele erreicht habe. "Mit der neuen Themenstruktur des Messegeländes haben wir den Fachbesuchern aus gut 100 Ländern eine klare Orientierung gegeben." Jeder IT-Professional besuchte durchschnittlich 26 Stände, so viele wie noch nie auf einer CeBIT. Bei den Gesprächen sei es durchweg um konkrete Projekte und Geschäftsanbahnungen gegangen. Frese: "Die Summe der Investitionen, die auf der CeBIT beschlossen wurden, ist um beachtliche 25 Prozent auf rund 25 Milliarden Euro gestiegen."

Die CeBIT Global Conferences wurden mit dem neuen Standort in der Halle 8 und prägnanten Themen ideal mit der Messe verzahnt - räumlich und inhaltlich. Mehr als 140 Sprecher in 70 Vortragsveranstaltungen, darunter IT-Ikonen wie Steve Wozniak und Jimmy Wales, bauten den Status der CeBIT Global Conferences als wichtigster Kongress der digitalen Welt weiter aus. Rund 3.000 Gäste besuchten den Kongress, der in diesem Jahr erstmals kostenpflichtig war.

Jung wie nie: "Mehr als 300 Start-ups brachten frischen Wind, Gründungsgeist und neue kreative Impulse auf die CeBIT", sagte Frese. Besonderen Zulauf, so Fresse, erfuhren die 50 Start-ups in der CODE­_n-Halle 16. Die Jungunternehmer freuten sich über zahlreiche neue Kontakte zu etablierten Unternehmen, Investoren und Venture Capitalists.

 

Auch die Programme für die Chefetage, die so genannten C-Level-Programme, hätten sich sehr stark entwickelt. "Es hat sich einmal mehr gezeigt: Gute Entscheider ziehen gute Entscheider an. Mehr als 2.000 CIOs und andere Top-Entscheider waren auf der CeBIT 2014. Damit haben wir unseren Marktanteil in diesem schmalen Besuchersegment mehr als verdreifacht", stellte Frese fest.

Jan Geldmacher, CEO von Vodafone Global Enterprise und Vorsitzender des CeBIT-Messeausschusses, bewertete den Verlauf der Veranstaltung positiv: "Der neue Ansatz der CeBIT mit klarem Fokus auf Fachbesucher und eine verstärkte Internationalisierung ist absolut aufgegangen. Das freut uns sehr, da wir als Vodafone bereits in den Vorjahren bei unserem Messeauftritt ausschließlich auf Firmenkunden sowie zunehmend auch internationale Klientel gesetzt haben. Dieses Konzept wollen wir in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Daher werden wir auch 2015 und 2016 auf der CeBIT vertreten sein."

Ebenso zog der Präsident des Hightech-Verbandes BITKOM, Prof. Dieter Kempf, eine positive Bilanz: "Die deutsche ITK-Branche ist mit der neuen Messestrategie und dem Messeverlauf sehr zufrieden. Die CeBIT war und ist unsere wichtigste Plattform mit großer internationaler Strahlkraft. Sie hat mit den aktuellen Themen Big Data, Datensicherheit, Cloud Computing und Start-ups die richtigen Schwerpunkte zur richtigen Zeit gesetzt."

Das Topthema der CeBIT 2014 Datability griff den wesentlichen Trend in der internationalen IT-Branche auf: Big Data. Frese: "Auf der CeBIT wurde sehr deutlich: Der verantwortungsvolle Umgang mit großen Datenmengen revolutioniert zahlreiche Geschäftsmodelle, Produktionsabläufe und Anwendungen. Gleichzeitig gelang es mit Datability, dem Thema Sicherheit einen neuen Stellenwert zu geben."

Mit vollen Auftragsbüchern verlassen auch die Unternehmen des Partnerlandes Großbritannien die CeBIT 2014. Frese: "Großbritannien hat sich in Hannover als starker Partner gezeigt: innovativ, jung und kreativ - ein tolles Partnerland." Der britische Botschafter in Deutschland, Simon McDonald, fügte hinzu: "Die CeBIT 2014 war nicht nur ein Riesenvergnügen für alle britischen Teilnehmer, sondern auch ein Riesenerfolg für unsere beiden Länder. Die 130 britischen Unternehmen bei der CeBIT, von denen einige dieses Jahr zum ersten Mal hier ausgestellt haben, waren insgesamt zufrieden mit dem Messeergebnis."

Insgesamt kamen mehr als 210 000 Besucher zur CeBIT 2014. "Damit haben wir unser Ziel für die Gesamtbesucherzahl zu 90 Prozent erreicht", sagte Frese. "Das ist eine starke Basis, auf der wir die CeBIT als international führendes Event der digitalen Welt mit einem klaren Business-Fokus weiterentwickeln werden."

Die nächste Cebit findet vom 16. bis 20. März 2015 statt. Kf

Ein paar Schnappschüsse von der Cebit 2014 haben wir für Sie in einer Bildergalerie zusammengstellt.

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