Weltweite Umsatzeinbußen, aber ...

In Deutschland legt Atlas Copco moderat zu

Die deutsche Tochter des schwedischen Industriekonzerns Atlas Copco verzeichnete im vergangenen Jahr entgegen den globalen Trend ein Plus von 2,5 Prozent beim Rechnungsausgang. Die Auftragseingänge stiegen gleichzeitig um 0,5 %. "Die Nachfrage aus der Allgemeinen Industrie war ordentlich", sagt Piet Leys, Geschäftsführer der Atlas Copco Holding GmbH in Essen. "Aber die Automobilindustrie investierte hierzulande deutlich zurückhaltender als im Jahr davor."

Demgegenüber war diese Branche aufgrund anziehender Nachfrage aus Asien und den USA weltweit für das gute Ergebnis des Konzernbereichs Industrietechnik verantwortlich, zu dem unter anderem Atlas Copco Tools und SCA Schucker gehören.

Diverse Projekte aus der Türkei und Deutschland im Bereich Geothermie brachten der Kölner Atlas Copco Energas gute Zuwächse. Aus dem Ausland wurden außerdem Lösungen aus der Klebetechnik stark nachgefragt, wie die vor gut zwei Jahren übernommene SCA Schucker GmbH & Co. KG aus Bretten der Holding meldete. Das Baugeschäft wurde vor allem vom Export getrieben. Davon profitierte beispielsweise die Essener Atlas Copco Construction Tools GmbH. Das Unternehmen fertigt hydraulische Bauwerkzeuge, die von Deutschland aus weltweit vertrieben werden. Das vergangene Jahr war hierzulande außerdem von Akquisitionen geprägt: So wurde der Solinger Werkzeugspezialist Saltus übernommen, der mechanische und mechatronische Drehmomentschlüssel anbietet, sowie die Synatec-Gruppe aus dem Stuttgarter Raum, die sich auf intelligente Montage-Arbeitsplatzsysteme und Qualitätssicherung in der Automobilindustrie fokussiert. Allein durch diese beiden Unternehmen, die über die Grenzen Deutschlands hinaus tätig sind, weitete Atlas Copco seine Belegschaft um 170 Beschäftigte aus. Insgesamt waren zum Ende des Jahres für den Konzern hierzulande 2680 Mitarbeiter tätig, darunter 140 Auszubildende (2012: insgesamt 2360).

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Weltweit verzeichnete der schwedische Industriekonzern im vergangenen Jahr ein Umsatzminus von 7 Prozent auf umgerechnet 9,7 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn sank um 11 % auf 2,0 Mrd. Euro, der Gewinn vor Steuern ging um 12 % auf 1,9 Mrd. Euro zurück. Zum Jahresende 2013 beschäftigte die Gruppe 40.241 Menschen und damit über 400 mehr als Ende 2012 (39 811). Der Konzern fertigt und vertreibt Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik, Bau- und Bergbauausrüstungen sowie Industriewerkzeuge und Montagesysteme. Vor allem die Bergbautechnik, die etwa ein Drittel des Konzerngeschäfts ausmacht, verzeichnete ein schwaches Jahr mit weltweiten Umsatzeinbußen von 15 %. Dagegen gaben die anderen Bereiche nur leicht nach oder hielten sich stabil. kf

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