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Vorstellung des Lifecycle Engineering Solutions Center (LESC)

Innovation als tägliches Geschäft: Das ›Lifecycle Engineering Solutions Center‹ ist die im Jahre 2008 gegründete innovative Einrichtung für Informationsmanagement im Ingenieurwesen (IMI) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das LESC als Wissens- und Transfer-Einrichtung sieht seine Aufgabe in Bildung und Forschung, in der die Verbindung von modernen Technologien mit neuen Prozessen in virtuellen Welten geschaffen wird. In diesem innovativen Umfeld werden inhaltlich unterschiedlichste Lösungen erarbeitet.
Überzeugend präsentierte Informationen helfen bei der Analyse komplexer Aufgabenstellungen, der Darstellung von Möglichkeiten und der Bewertung alternativer Prozesse.

Bei allen Lösungen, die im Zusammenhang mit der Verwaltung von komplexen und umfangreichen Datenmengen stehen – wie sie zum Beispiel in Engineering-Prozessen anfallen – setzt das LESC mit seinem Ansatz ›Reducing Complexity‹ an und reduziert die Komplexität auf das Wesentliche, um Entscheidungsprozesse zu vereinfachen.

Ein Aspekt, der hinter dem Konzept des LESCs steckt, ist die Tatsache, dass Entwickler, Hersteller und Dienstleister gemeinsam in Projekten agieren, deren Inhalt sich im Bereich der virtuellen Welt bewegt. Das LESC möchte inspirieren und auf neue Weise Menschen ansprechen, die sich für moderne Technologien interessieren.

Kreativität und Modellierung koppeln

Ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm ist ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation mit der gesamten Wissensgesellschaft. Diese Ausrichtung hilft uns bei der Bewältigung der größten Herausforderung – Studierende, Wissenschaftler und Unternehmer aus verschiedenen Disziplinen zusammenzuführen. Ziel des LESCs ist es, das Potential der virtuellen Realität unserer Gesellschaft breit zugänglich zu machen.

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Wir möchten durch unsere neuartige Einrichtung und Arbeit erreichen, dass Menschen einander an ihren Ideen teilhaben lassen können. Zurzeit unterstützt die Visualisierung als solche einen Großteil der Planungs- und Herstellungsprozesse, nicht jedoch die ihnen vorausgehende ideenreiche und kreative Phase. Gemäß unserer Vision kann das LESC hier auf zwanglose Art die ideale Nahtstelle für freien Ausdruck bieten und gleichzeitig die Kluft zwischen dem kreativen Teil und der präzisen Modellierung schließen.
Ziel unserer Forschung ist es, ein intuitives Zusammenspiel verschiedener Disziplinen durch den Einsatz immersiver Technologien zu ermöglichen. Unser Forschungsansatz führt drei Sichten zusammen, die der Prozesse, die der Zusammenarbeit und die der Technologie.

Er gliedert sich so in drei Forschungsbereiche: Lifecycle Engineering, Collaborative Engineering und Virtual Engineering.

Lifecycle Engineering ist die informationstechnische lebenszyklusumfassende Unterstützung von Ingenieurprozessen, unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher und umweltbezogener Gesichtspunkte. Innerhalb des Lifecycle Engineering wird ein Produkt in allen Lebensphasen von der Spezifikation über die Entwicklung, Herstellung, Nutzung bis zum Recycling betrachtet.

Unter Collaborative Engineering ist die Entwicklung von Produkten in verteilten Teams, auch unter Einbindung externer Partner zu verstehen. Die performante, zeitnahe und konsistente Bereitstellung aktueller Produktdaten an verteilten Orten ist entscheidend für das Ergebnis des Collaborative Engineering.

Zusammenarbeit über Grenzen hinweg

Virtual Engineering schließlich ist die frühzeitige, kontinuierliche Unterstützung der Produktentstehung durch vernetzte Prozesse und integrierte Systeme mit Hilfe virtueller Prototypen. Damit liegt der Fokus des Virtual Engineering in der Abstimmung, Bewertung und Konkretisierung der Entwicklungsergebnisse durch alle Partner. Heute ermöglicht es das Virtual Engineering, dass Ingenieure mehr Konzepte in kürzerer Zeit testen, als dies jemals mit traditionellen Methoden möglich war. Niemand kann voraussagen, welche Möglichkeiten dies freisetzen wird, auch hinsichtlich ganzer Technologiebereiche. Wir wissen bereits, dass durch das Virtual Engineering der Innovationszyklus eines Produktes wesentlich verkürzt werden kann. Neuartigen Technologien wird so die Möglichkeit eröffnet, schneller in die Produktions- und Betriebsphase zu gelangen, als es in früheren Jahrzehnten möglich gewesen wäre.

Die Zusammenführung von Informationen im LESC führt zu einer neuen Arbeitsumgebung, in der Menschen aus verschiedenen Fachbereichen mit unterschiedlichen, jedoch sich ergänzenden Erfahrungen nachhaltig zusammen arbeiten können. So helfen überzeugend präsentierte Informationen Menschen heute bei der Analyse komplexer Aufgabenstellungen, der Darstellung von Möglichkeiten und der Bewertung alternativer Prozesse. Aktuelle wirtschaftliche Trends fordern eine Optimierung der Entstehungsprozesse von Produkten und Dienstleistungen. Ob ein Produkt heute Erfolg hat, hängt von vielen Faktoren ab, diese wiederum bilden ein komplexes Gefüge. So geben die von Emotionen geprägte Sicht des Menschen, die veränderten demografischen Strukturen, das verstärkte Umweltbewusstsein, die wachsende Mobilität sowie die weltweite Vernetzung von Unternehmen und Märkten den Rahmen für die Entwicklung moderner Produkte vor. Die entscheidende Herausforderung für Wissenschaft und Wirtschaft liegt heute in der Beherrschung dieser Komplexität. In diesem Zusammenhang können Managemententscheidungen nicht nachhaltig getroffen und begründet werden, ohne die innere Überzeugung, im Besitz und im durchdrungenen Verständnis aller relevanten Informationen zu sein. Hier bietet die Visualisierung eine einmalige Kommunikationsbasis zwischen technischer Entwicklung und den Entscheidern, um die Komplexität auf ein rezipierbares Maß zu reduzieren.

Das LESC trägt dazu bei, Ingenieurarbeit auf Basis moderner Technologien für unterschiedlichste Zielgruppen erlebbar zu machen. Dieser Ansatz bietet hervorragende Möglichkeiten, um Optimales zu entdecken, Unerwartetes zu erkunden und Probleme zu lösen. Im LESC ist solch eine Zusammenarbeit heute schon möglich, wir laden Sie herzlich dazu ein! -co-

Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für Informationsmanagement im Ingenieurwesen (IMI), Lifecycle Engineering Solutions Center (LESC) Prof. Jivka Ovtcharova M.Sc. Esther Legant www.lesc.kit.edu

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