Vision 2020+

Andreas Mühlbauer,

Siemens stellt Weichen für die Zukunft

Siemens will mit einer vereinfachten und schlankeren Konzernstruktur die Weichen für dauerhafte Wertschaffung durch beschleunigtes Wachstum und Stärkung der Ertragskraft stellen.

Die Konzern-Zentrale der Siemens AG in München. Das Unternehmen beschäftigt heute rund 348.000 Mitarbeiter und ist in über 200 Ländern weltweit aktiv. © www.siemens.com/presse

Kern der Unternehmensstrategie „Vision 2020+“ ist, den einzelnen Geschäften mehr unternehmerische Freiheit unter der Marke Siemens zu geben und damit den Fokus auf die jeweiligen Märkte zu schärfen. Außerdem ist geplant, mit Investitionen in neue Wachstumsgebiete, wie etwa den IoT-Services, dezentrales Energiemanagement oder infrastrukturelle Elektromobilität das Wachstumsportfolio zu stärken. Dazu wird auch der konzentrierte Ausbau der industriellen Digitalisierung beitragen. Damit sollen mittelfristig die jährliche Wachstumsrate des Umsatzes und die Gewinnmarge des Industriellen Geschäfts um jeweils zwei Prozentpunkte steigen.

Das im Jahr 2014 initiierte Strategieprogramm „Vision 2020“ ist größtenteils abgeschlossen. „Wir haben in den vergangenen vier Jahren hart gearbeitet. Fast alle Geschäfte sind heute deutlich ertragsstärker, die Kundenzufriedenheit ist auf einem Rekordniveau und unsere Digital Factory ist Marktführer in der Industriellen Digitalisierung“, sagt Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG. Der Siemens-Vorstandschef bezeichnete die Digitalisierung als die größte Veränderung der Industriegeschichte.

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Mehr unternehmerische Freiheit, weniger zentrale Steuerung

Ziel der neuen Konzernstruktur ist eine größere unternehmerische Freiheit für die einzelnen Geschäfte. Dazu werden die Organisationsebene der bisherigen Divisionen gestrichen, die Landesorganisationen für mehr Kundenorientierung neu geordnet und die Konzernzentrale schlanker aufgestellt. „Mit der Weiterentwicklung unserer Strategie bauen wir jetzt die nächste Generation Siemens. Weniger Steuerung durch die Zentrale und mehr Freiheit für die Geschäfte machen uns stärker und flexibler“, sagte Kaeser.

Unterhalb der Konzern-Ebene wird es künftig drei Operating Companies und drei Strategic Companies geben. Die neue Struktur tritt zum neuen Geschäftsjahr am 1. Oktober 2018 in Kraft. Die Umsetzung erfolgt schrittweise und soll bis 31. März 2019 abgeschlossen sein. In den drei neuen Operating Companies (Gas & Power, Smart Infrastructure und Digial Industries) gehen die Divisionen Building Technologies (BT), Energy Management (EM), Power and Gas (PG), große Teile der Process Industries & Drives (PD) und Digital Factory (DF) auf. Die Business Units des Unternehmens werden ebenfalls neu aufgestellt und den drei Operating Companies zugeordnet.

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