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Verbessertes Wirtschaftsklima auch in der Lackierbranche spürbar

Ob ifo Weltwirtschaftsklimaindikator oder nach oben korrigierte Wachstumsprognosen - vieles spricht dafür, dass sich die Weltwirtschaft auf Erholungskurs befindet. Den Aufwind spüren Hersteller industrieller Lackiertechnik in Form gestiegener Projektanfragen und Aufträge. Auch die PaintExpo, internationale Leitmesse der Lackierbranche, verzeichnet eine große Nachfrage. So werden bei der Veranstaltung vom 13. bis 16. April 2010 auf dem Messegelände Karlsruhe (Deutschland) in nahezu allen Ausstellungssegmenten die Markt- und Technologieführer vertreten sein.

Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Herausforderungen ist ein starker Kundenfokus von besonderer Bedeutung. Fachmessen mit einem klar umrissenen Angebot zählen dabei zu den effektivsten Instrumenten, um bestehende Geschäftsverbindungen zu pflegen und neue Kunden zu gewinnen. Die Konzentration auf die Prozesskette der industriellen Lackiertechnik ist es auch, der die PaintExpo ihren großen Zuspruch bei Anbietern und Dienstleistern aus der Lackierbranche verdankt. "Durch ihr repräsentatives und umfassendes Angebot besitzt die PaintExpo international eine hohe Attraktivität für Anwender. Gleichzeitig wissen die Aussteller, im Gegensatz zu so genannten Oberflächentechnik-Fachmessen, dass die Fachbesucher ausschließlich an industrieller Lackiertechnik interessiert sind. Damit bietet die PaintExpo beiden Gruppen ein Höchstmaß an Effizienz", so Jürgen Haußmann, Geschäftsführer der Veranstalterin FairFair GmbH.

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Dies ist auch der Grund dafür, dass nahezu alle markt- und technologieführenden Unternehmen an der PaintExpo 2010 teilnehmen, die vom 13. bis 16. April in Karlsruhe (Deutschland) stattfindet. Ein guter Zeitpunkt, da sich der Konjunkturhimmel aufzuhellen beginnt. Ein Indiz dafür ist der ifo Weltwirtschaftsklimaindikator, der im dritten Quartal 2009 zum zweiten Mal in Folge stieg. Ein weiteres sind die in den letzten Monaten kontinuierlich gestiegenen Auftragseingänge in für Anbieter industrieller Lackiertechnik relevanten Branchen. "Die Automobil-, Stahl- und Bauindustrie zählen zu den wichtigen Kunden der BASF Coatings. Gerade in diesen Bereichen hat die Wirtschaftskrise unser Geschäft mit Fahrzeug- und Industrielacken beeinflusst. In diesem insgesamt rückläufigen Markt haben wir uns dennoch gut behauptet. Marktanteile wurden von uns in den Krisenzeiten nicht verloren sondern, im Gegenteil, in einigen Arbeitsbereichen hinzugewonnen. Die Talsohle ist durchschritten. Auch wenn die Erholung noch langsam und unstetig verläuft, insgesamt befinden wir uns auf einem guten Weg", so Raimar Jahn, CEO, BASF Coatings AG.
Dass das Geschäft global wieder anzieht, stellen auch Hersteller von Anlagen- und Applikationstechnik fest, wie Uwe A. Weidauer, Senior Vice President Systems Sales bei der J. Wagner GmbH beschreibt: "Das Aufkommen an Projektanfragen hat bei uns in der letzten Zeit stark zugenommen und bewegt sich momentan ungefähr auf dem Niveau der Rekordjahre 2007/2008. Beim Auftragseingang können wir seit einigen Monaten ebenfalls einen kontinuierlichen Anstieg verzeichnen. Und das nicht nur aus Deutschland, die Aufträge kommen auch vermehrt aus Osteuropa, Frankreich, Griechenland und der Türkei, ebenso wie aus Asien und Nordamerika". Sowohl Anfragen als auch Aufträge zielen einerseits darauf ab, durch das Ausschöpfen von Einsparpotenzialen, beispielsweise beim Energie- und Materialverbrauch, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Andererseits ist die Erhöhung der Flexibilität ein zentrales Thema. Denn das Lackieren/Beschichten kleinerer Losgrößen beziehungsweise die heute geforderte große Farbvielfalt lässt sich mit bestehenden Systemen meist nicht wirtschaftlich realisieren. Dies bestätigt auch Dr. José Gamero, Leiter Marketing bei der LacTec GmbH: "Flexibilität und Einsparungen stehen im Mittelpunkt der Anfragen, die wir vermehrt erhalten. Diese kommen aus europäischen Ländern, aber auch in Nord- und Südamerika sind die Märkte wieder in Bewegung. Auf dem asiatischen Kontinent erwarten wir insbesondere in Indien und China eine weitere Belebung des Geschäfts. Wir gehen davon aus, dass der Auftragseingang im ersten Quartal 2010 weiter zulegen wird. Darauf weist die Ernsthaftigkeit der Anfragen hin, in deren Zusammenhang wir Versuche bei uns im Haus durchführen". Bei der ILS GmbH häufen sich die Anfragen in den letzen Monaten ebenfalls wieder. Dabei konnte Michael Müller feststellen, dass sowohl bei Projekten zur Anlagenoptimierung als auch zur Erneuerung wieder mehr Wert auf Qualität gelegt wird.
Durch die sich zunehmend aufhellende Stimmung in den Märkten gehen die Hersteller teilweise davon aus, dass in absehbarer Zeit wieder mit längeren Lieferzeiten zu rechnen ist. "Bedingt durch die Wirtschaftskrise mussten wir ebenso wie andere Unternehmen unsere Ressourcen verringern und man hat sich auf die Branchen ausgerichtet, die von der Wirtschaftskrise nicht so stark betroffen waren. Die zur Verfügung stehenden Kapazitäten sind daher insgesamt reduziert. Kommt das anstehende Investitionsvolumen, das sich durch die realistischen Anfragen andeutet zum Tragen, wird dies zu längeren Lieferzeiten und eventuell auch zu höheren Preisen führen", erklärt Uwe. A. Weidauer.

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