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VDW: Zweites Technologiesymposium in der Wolgaregion

Zum zweiten Mal hat der VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) ein deutsches Technologiesymposium im russischen Samara veranstaltet. Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung im November haben 28 namhafte deutsche Werkzeugmaschinenhersteller aus den Bereichen Zerspanungs-, Umform- und Steuerungstechnik ihre geballte Lösungskompetenz für die Modernisierung und den Ausbau der russischen Industrie präsentiert. Rund 380 Kunden, insbesondere aus der russischen Automobil- und Zulieferindustrie, dem Maschinenbau sowie der Luft- und Raumfahrtechnik folgten der Einladung des VDW.

Zum zweiten Mal hat der VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) ein deutsches Technologiesymposium im russischen Samara veranstaltet.

"Wir wollen uns auf diesem Wege persönlich vorstellen und unsere Kunden an der Wolga, aus Uljanowsk und anderen Regionen Russlands direkt ansprechen", sagte Martin Kapp, Vorsitzender des VDW, in Samara. Russland steht auf Platz 10 in der Rangliste der größten Werkzeugmaschinenmärkte weltweit. Mehr als vier Fünftel der benötigten Maschinen werden importiert. Die Einfuhren kommen zu einem Viertel aus Deutschland, dem mit Abstand wichtigsten Lieferanten für Werkzeugmaschinen. "Deshalb ist Russland als Standort für deutsche Technologiesymposien einer der attraktivsten Märkte weltweit mit hohem Potenzial", so Kapp.

Russisch-deutsches Werkzeugmaschinengeschäft auf gutem Wege
Die russische Wirtschaft befindet sich auf gutem Wege. Die Zeichen für Bruttoinlandsprodukt und Industrieproduktion stehen im kommenden Jahr auf Wachstum. Die Industrie investiert. Moderne Werkzeugmaschinen sind dabei der wichtigste Schlüssel, um den heimischen Markt mit hochwertigen Produkten zu versorgen und international wettbewerbsfähig zu werden. Entsprechend wachsen der Werkzeugmaschinenverbrauch und die Investitionen in Werkzeugmaschinen überproportional. Viele wichtige Abnehmerbranchen in Russland steigern ihre Investitionen in Werkzeugmaschinen zweistellig, allen voran die Hersteller von Metallerzeugnissen, die Metallerzeugung und -bearbeitung, der Maschinenbau, die Automobilindustrie und der Transportbereich inklusive Luftfahrtindustrie.

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Im ersten Halbjahr 2011 sind die deutschen Werkzeugmaschinenlieferungen um fast ein Drittel auf 184 Mio. Euro gestiegen. Mit ihrem vielfältigen Angebot an Spezialmaschinen haben deutsche Anbieter großes Potenzial, um russische Kunden zu unterstützen und sich erfolgreich zu positionieren.

Deutsche Werkzeugmaschinenhersteller wertvolle Partner für russische Industrie
Vor allem deshalb haben sich so viele deutsche Anbieter am VDW-Symposium beteiligt. Stellvertretend sagt Christian Kock, Verkaufsleiter Europa bei der Peter Wolters GmbH in Rendsburg: "Mit der Teilnahme am Symposium können wir das Interesse und das Potenzial für unsere Produkte in der Wolga-Region ausloten. Wir finden hier ein sehr breites, interessiertes und hoch spezialisiertes Publikum vor." Und Dieter Kollmar, Geschäftsführer bei der Emag Holding in Salach, ergänzt: "Wir haben bereits vor fünf Jahren auf dem Gelände der Universität Samara eine so genannte Technologie-Schule eingerichtet. Mit der Teilnahme am VDW-Symposium erneuern wir die Zusammenarbeit mit der für uns sehr wichtigen Region Samara."

Die deutschen Hersteller möchten ihre Erfahrungen im internationalen Werkzeugmaschinengeschäft mit Kunden aus vielen Abnehmerbranchen einbringen und einen Beitrag für den Fortschritt der russischen Industrie leisten. Sie streben eine langfristige und partnerschaftliche Zusammenarbeit an und wollen die russischen Kunden von ihrer Kreativität und Leistungsfähigkeit überzeugen. Vladislaw Woloskow, stellvertretender Hauptingenieur bei Molott-Mettem (Metallerzeugnisse) sagt: "Die beiden Symposiumstage haben eindrucksvoll gezeigt, in welche Richtung sich die Werkzeugmaschinenindustrie technologisch entwickelt."

Das kommt bei den russischen Kunden an. "Die Zusammenarbeit mit den deutschen Werkzeugmaschinenanbietern hilft dem russischen Maschinenbau, einen modernen Entwicklungsstand zu erreichen", hofft Sergei Nagaizew, Direktor für Weiterentwicklung bei Altor-S (Metallverarbeitung) in Samara. Und Denis Zhidkov, Direktor für Wirtschaft in der Stadtverwaltung von Togliatti, ergänzt: "Wir erhoffen uns von dem Symposium eine Intensivierung der Zusammenarbeit und eine Stärkung des Werkzeugmaschinenparks, den unsere Betriebe dringend brauchen."

Bereits zweites deutsches Technologiesymposium in Samara
Der VDW begleitet seine Mitglieder regelmäßig mit Technologiesymposien in wichtige Auslandsmärkte. In Russland wurden bereits vier erfolgreiche Veranstaltungen mit insgesamt fast 1 000 registrierten russischen Fachbesuchern durchgeführt.

Für die Veranstaltung in Samara hat der VDW den russischen Maschinenbauverband und das Industrieministerium der Region Samara als starke Kooperationspartner gewonnen. Maxim A. Barov, Projektleiter im Industrieministerium, bestätigt. "Wir begrüßen die Initiative des VDW zur Durchführung eines Symposiums sehr und freuen uns, dass so viele deutsche Unternehmen sich in ihrer ganzen Vielfalt der russischen Industrie präsentieren." lg

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