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VDMA Ost: Gute Auftragslage im ostdeutschen Maschinenbau

Der ostdeutsche Maschinen- und Anlagenbau hat im dritten Quartal 2011 seinen Wachstumstrend fortgesetzt. Das ergab die aktuelle Konjunkturumfrage unter den 350 Mitgliedern des VDMA-Landesverbandes Ost in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA Ost

"Zwar hat sich die Dynamik des Wachstums erwartungsgemäß abgeschwächt, Anzeichen für eine Abkühlung der Konjunktur sehen wir jedoch nicht", erklärt Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA Ost. Vielmehr haben sich die Kapazitätsauslastung, die Reichweite der Aufträge sowie die Umsatzrendite der Unternehmen erneut positiv entwickelt. Zudem wollen 97 von 100 Unternehmen die Zahl der Beschäftigten in den nächsten sechs Monaten erhöhen oder auf dem derzeitigen Niveau halten.

Hohe Auslastungsgrade in der Produktion
Die durchschnittliche Auslastung der vorhandenen Produktionskapazitäten lag im dritten Quartal 2011 mit 93 Prozent weit über dem langfristigen Durchschnittswert von 89,4 Prozent. Neun von zehn Unternehmen verzeichneten eine Auslastung von mindestens 80 Prozent - jedes dritte eine Voll- oder Überauslastung. Auch die Zahl der Firmen mit einem Auftragsvorlauf von mindestens einem halben Jahr ist abermals deutlich gestiegen (3. Quartal 2011: 43 Prozent - 2. Quartal 2011: 33 Prozent).

Konstant nach oben zeigt auch die Umsatzrendite, der prozentuale Anteil des Gewinns am Umsatz eines Unternehmens. 85 von 100 Firmen und damit reichlich zwei Prozent mehr als im zweiten Quartal 2011 erzielten eine Rendite über 0 Prozent.

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Geschäftsaussichten trüben sich ein
Nach wie vor zählen die unkontinuierliche Auftragsvergabe, überdurchschnittlich lange Lieferzeiten der Zulieferer, steigende Beschaffungs-, Material- und Rohstoffkosten sowie der hohe Termin- und Preisdruck zu den größten Problemen der Unternehmen. Darüber hinaus bereitet die Suche nach Facharbeitern, Ingenieuren und qualifizierten Leiharbeitern Schwierigkeiten.

Die Euro- und Schuldenkrise hatte bislang kaum Auswirkungen auf die Geschäfte. "Wir dürfen jetzt keine Krise herbeireden", betont daher auch Pätz. "Viele Unternehmen beklagen die sich häufenden Berichte über eine angeblich aufkeimende Rezession. Diese decken sich nicht mit der Realwirtschaft, verunsichern aber die Kunden und führen schlimmstenfalls tatsächlich zu rückläufigen Investitionen", befürchtet Pätz. So schauen die befragten Unternehmen bereits etwas skeptischer als bisher in die nahe Zukunft. Ein Großteil von ihnen - 72 Prozent - geht bis zum Jahresende von gleichbleibenden Geschäften aus. Bessere Geschäfte erwarten jedoch nur knapp 14 Prozent - im Vorquartal waren es noch 27 Prozent. lg

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