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VDMA Ost: Beschäftigungsaufbau im ostdeutschen Maschinenbau geplant

Der ostdeutsche Maschinen- und Anlagenbau befindet sich weiter auf der Überholspur. Das ergab die Konjunkturumfrage für das 2. Quartal 2011 unter den 350 Mitgliedern des VDMA-Landesverbandes Ost in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

"Wichtige Indikatoren wie die Kapazitätsauslastung, die Umsatzrenditen und Personal¬planungen entwickeln sich positiv. Damit hat sich der Aufwärtstrend der vergangenen Monate gefestigt", erläutert Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA Ost.

Dennoch beurteilen die befragten Unternehmen ihre Geschäftsaussichten etwas schlechter als bisher. 92 von 100 Unternehmen erwarten in den kommenden drei Monaten bessere oder gleichbleibende Geschäfte - im 1. Quartal waren es noch 96. Nach oben zeigen indes die Personalplanungen: 42 Prozent der Firmen wollen in den kommenden sechs Monaten Mitarbeiter einstellen - lediglich vier Prozent planen einen Stellenabbau.

Vollauslastung steigt
Die durchschnittliche Auslastung der vorhandenen Produktionskapazitäten lag mit
91 Prozent erstmals seit Ende 2008 wieder über der 90-Prozent-Marke. Bereits mehr als ein Drittel der befragten Firmen verzeichnete eine Voll- oder Überauslastung. Darüber hinaus ist die Zahl der Unternehmen mit einem Auftragsvorlauf von mindestens einem halben Jahr stark gestiegen (2. Quartal 2011: 33 Prozent -
1. Quartal 2011: 26 Prozent). Nach wie vor besonders schwierig gestaltet sich indes die Lage im Druck- und Druckverarbeitungsgewerbe.

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Eine konstante Aufwärtsentwicklung zeigt sich auch bei der Umsatzrendite, dem prozentualen Anteil des Gewinns am Umsatz eines Unternehmens. 83 von 100 Firmen und damit reichlich 1 Prozent mehr als im 1. Quartal 2011 erreichten eine Rendite über 0 Prozent.

Zulieferer bereiten Probleme
Allerdings beklagen zahlreiche Unternehmen, dass Aufträge nach wie vor nur schleppend, dann aber zu kaum realisierbaren Wunschterminen vergeben werden. "Als besonders problematisch erweisen sich dabei die langen Lieferzeiten bei der Materialbeschaffung", weiß Pätz. "Aber auch die Zahlungsforderungen von Kunden und Zulieferern sind fragwürdig. Unsere Maschinen- und Anlagenbauer müssen immer öfter hohe finanzielle Vorleistungen eingehen und lange Zahlungsziele akzeptieren. Das kann schnell zu unverschuldeten Liquiditätsengpässen führen."

Schwierigkeiten bereiten darüber hinaus der immense Preisdruck, die steigenden Beschaffungs-, Material- und Energiekosten sowie die Suche nach geeigneten Auszubildenden, Facharbeitern, Ingenieuren und qualifizierten Leiharbeitern. Die Ereignisse in Japan und Nordafrika hingegen wirken sich weiterhin kaum auf die Geschäfte aus. Wenn überhaupt, wird es einen zeitverzögerten Umsatzrückgang geben, da viele ostdeutsche Unternehmen lediglich indirekt exportieren. lg

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