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Artikel und Hintergründe zum Thema

VDMA-Konjunkturumfrage

Freundlicher Herbst im ostdeutschen Maschinenbau

Der ostdeutsche Maschinen- und Anlagenbau zeigte im dritten Quartal 2013 eine ermutigende Entwicklung. Wichtige Indikatoren wie Kapazitätsauslastung, Auftragsreichweite und Umsatzrendite bewegten sich auf einem guten Niveau. Zudem bewerten viele Unternehmen ihre Geschäftsaussichten positiv. Das ergab die aktuelle Konjunkturumfrage unter den 350 Mitgliedern des VDMA-Landesverbandes Ost in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Nach einem schwächeren Jahresbeginn ist die durchschnittliche Kapazitätsauslastung der Unternehmen in den vergangenen Monaten kontinuierlich gestiegen. Sie erreichte im dritten Quartal 2013 mit knapp 89 Prozent ihren höchsten Wert dieses Jahres. In 91 von 100 Firmen waren dabei die Maschinen und Anlagen zu mindestens 70 Prozent ausgelastet - zwei Drittel der Betriebe verzeichneten eine überdurchschnittliche Auslastung.

Gefestigt zeigte sich auch die Auftragsreichweite, die bei 4,6 Monaten lag. Darüber hinaus setzte sich der Aufwärtstrend beim Auftragsbestand und bei der Umsatzrendite, dem prozentualen Anteil des Gewinns am Umsatz eines Unternehmens, fort. So agierten von Juli bis September 82,4 Prozent in der Gewinnzone - im zweiten Quartal waren es 77,7 Prozent.

Viele Auftragsanfragen - zurückhaltende Investitionsentscheidungen

Die Ergebnisse spiegeln den bisherigen Jahresverlauf wider. "Bis Mitte des Jahres verlief der Auftragseingang häufig mühsam. Seit August registrieren viele Firmen einen beträchtlichen Anstieg", erklärt Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA Ost. Dennoch zählen die Betriebe die schwankende Auftragslage, die Verschiebung bereits vereinbarter Projekte, lange Entscheidungswege bei der Auftragsvergabe und kurzfristige Lieferzeitforderungen zu den größten Problemen der Branche. "Die Maschinen- und Anlagenbauer erhalten viele Anfragen, erstellen unzählige Angebote. Doch bei der Investitionsentscheidung nehmen die Kunden eine abwartende Haltung ein", sagt Pätz.

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Der Wettbewerbs- und Preisdruck, hohe Material-, Energie- und Rohstoffkosten, Wechselkursrisiken sowie nachteilige Zahlungsbedingungen bereiten ebenfalls Schwierigkeiten. Außerdem müssen die Unternehmen betriebsinterne Herausforderungen bewältigen, beispielsweise die Optimierung von Prozessen, die Verbesserung der Vertriebsstrukturen, die Bewältigung von hohen Anlaufkosten für neue Produkte oder die Suche nach geeigneten Fachkräften und Auszubildenden.

Ermutigender Blick in die Zukunft

"Unsere Unternehmen gehen bei der Lösung des Demografieproblems bereits Erfolg versprechende Wege. Wir unterstützen sie dabei, stehen im Dialog mit Vertretern der Landespolitik und Bildungslandschaft, führen Veranstaltungen für Lehrer und Studienberater durch und beteiligen uns aktiv an Messen wie der Absolventenmesse Mitteldeutschland am 19. November 2013 in Leipzig", zeigt Pätz auf.

Die positive wirtschaftliche Entwicklung wirkt sich auf die Bewertung der Geschäftsaussichten aus. Demnach gehen 86 Prozent der Befragten im vierten Quartal 2013 von gleichbleibenden oder besseren Geschäften aus. kf

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