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VDMA: Industriearmaturenhersteller verhalten optimistisch

Die Unsicherheit über die Entwicklung im Euroraum bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die deutschen Industriearmaturenhersteller. Der Gesamtumsatz der deutschen Industriearmaturenhersteller legte von Januar bis Juli 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lediglich um ein Prozent zu. Der Umsatz im Inland war im genannten Zeitraum mit minus fünf Prozent rückläufig, wie der VDMA-Fachverband Armaturen meldet.

Während die Inlandsorder um zehn Prozent nachgaben. legten die Bestellungen aus dem Ausland im Berichtszeitraum um sechs Prozent zu. Allerdings lässt eine Abnahme der Dynamik in den großen Schwellenländern die Perspektiven für den Außenhandel eher durchwachsen erscheinen.

In den einzelnen, vom VDMA statistisch erfassten, Produktgruppen entwickelten sich die Umsätze von Januar bis Juli 2012 auf unterschiedlichem Niveau. Bei den Regelarmaturen blieben diese auf Vorjahresniveau, die Hersteller von Absperrarmaturen verzeichneten ein Minus von zwei Prozent und die Sicherheits- und Überwachungsarmaturen erzielten ein Umsatzwachstum von zehn Prozent.

Der traditionell hohe Exportanteil der in Deutschland produzierten Industriearmaturen macht die Hersteller abhängig von der Entwicklung der Weltwirtschaft. Das Wirtschaftswachstum der wichtigen Exportmärkte China, USA und Russland hat sich verlangsamt. Im Zeitraum Januar bis Juni 2012 erzielten die deutschen Industriearmaturenhersteller ein Exportvolumen von 1,6 Mrd. Euro (+13,5 %). Das macht sie zum viertgrößten Exporteur von Industriearmaturen weltweit.

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Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes behaupteten China, USA und Russland ihre Positionen als Top drei Absatzmärkte für deutsche Industriearmaturen. Das Exportvolumen nach China reduzierte sich allerdings im ersten Halbjahr 2012 um vier Prozent auf 192 Mio. Euro.

Die Exporte in den US-amerikanischen Markt konnten von Januar bis Juni 2012 deutliche Zugewinne erzielen. Insgesamt stiegen die deutschen Ausfuhren in die USA um 32 Prozent auf 144 Mio. Euro an. Die Industriearmaturenexporte nach Russland erhöhten sich im ersten Halbjahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent auf 109 Mio. Euro.

Der Fachverband Armaturen erwartet für 2012 ein nominales Umsatzergebnis auf Vorjahresniveau, sofern die Exportmärkte ihre Stärke wiedergewinnen. Im Bereich der Kernenergie sowie der Papier- und Zellstoffindustrie rechnet die Branche mit Nachfragerückgängen. Impulse kommen demgegenüber insbesondere aus der Öl- und Gas Industrie sowie der Petrochemie. kf

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