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Union beendet Kurzarbeit

Union Werkzeugmaschinen in Chemnitz hat bei ihren 175 Mitarbeitern die erst im Dezember eingeführten 15 Prozent Kurzarbeit (85% Leistung) aufgrund guter Auftragslage ab 1. Januar wieder aufgehoben.

"In den letzten Monaten konnten wir die ersten Früchte unseres seit Jahresbeginn laufenden Restrukturierungsprogramms Task-Force-Future ernten. Unsere Auftragsbücher sind für die nächsten Monate wieder so gut befüllt, dass Kurzarbeit nicht mehr nötig ist - unsere Geschäftsleitung denkt sogar über die Einstellung von zusätzlichem Personal nach," freut sich Thomas Ulrich, Vertriebsdirektor bei Union und verantwortlich für weltweite Expansion.

Der deutsche Maschinenbau, und hier insbesondere die Hersteller von spanenden Werkzeugmaschinen sind von der Wirtschaftskrise am schlimmsten betroffen. Der Verband der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) berichtet über Auftragsrückgänge von über 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Union-Geschäftsführer Gerhard Glanz (Bild): "Das von unseren Mitarbeitern forcierte und umgesetzte Restrukturierungsprojekt hat uns vom Mitbewerb so deutlich abgesetzt, dass unser Vertrieb nunmehr anstatt, wie früher 10 Prozent der von unseren Kunden getätigten Bohrwerksinvestitionen für uns gewinnen kann, sondern 50 bis 60 Prozent der Aufträge nach Hause holt. So bekommen wir ein deutlich größeres Stück des zwar kleiner werdenden Kuchens, aber in Summe wieder die etwa gleiche Anzahl von Maschinenaufträgen wie in 2007 und 2008."

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Im Dezember wurde mit über 7,2 Millionen Euro sogar ein Rekord-Auftragseingang verbucht. Mit Aufträgen aus Deutschland, China, Russland, USA und Polen hat sich das Unternehmen das Geschäftsjahr 2010 endgültig abgesichert.

Die Frage, ob denn seiner Meinung nach die Krise nun vorbei sei, verneint der 50-jährige Österreicher vehement. "Dieser Illusion geben wir uns nicht hin, obgleich dies ein wunderbares Weihnachtsgeschenk für die gesamte Weltwirtschaft wäre. Wir werden weiterhin unter Volldampf arbeiten um uns auch in Zukunft positiv vom Mitbewerb abzuheben."

Union baut die sogenannte Königsklasse unter den spanenden Werkzeugmaschinen, nämlich Bohrwerke. Die Toleranzen an den Werkstücken, die mit solchen Maschinen zu bearbeiten sind, werden in Tausendstel von Millimetern angegeben; und dies bei Verfahrwegen von bis zu 40 Metern in der horizontalen und bis zu 10 Metern in der vertikalen Achse. Die Gesellschaftsanteile werden zu 80 Prozent vom holländischen Private Equity Investor Nimbus und zu 20 Prozent vom Geschäftsführer Gerhard Glanz gehalten. Der Jahresumsatz liegt bei 35 Millionen Euro.

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