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Umsatz- und Gewinnanstieg: Sage Software

Die britische Sage Group plc zieht nach Ablauf des ersten Halbjahres des Geschäftsjahres 2008/09 Bilanz (01.10.2008 bis 31.03.2009). Der Umsatz des weltweit drittgrößten Anbieters von Software und Services für Unternehmen stieg aufgrund von Währungseffekten weltweit um 17 Prozent von 640,4 Millionen britische Pfund auf 748,4 Millionen britische Pfund (ca. 853,2 Millionen Euro). Währungsbereinigt fiel der Umsatz um -3 Prozent.

Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensbestände (EBITA) stieg um 8 Prozent von 137,0 Millionen Pfund auf 148,3 Millionen Pfund (ca. 169,1 Millionen Euro). Währungsbereinigt sank das EBITA um -6 Prozent. Aufgrund eines rigiden Kosteneinsparungsprogramms konnte die Sage Gruppe zudem ihre jährlichen Ausgaben um 49,3 Millionen Pfund (ca. 56,2 Millionen Euro) reduzieren. Die kompletten Finanzergebnisse der Sage-Gruppe finden sich unter http://www.investors.sage.com.


In Deutschland konnten die Finanzergebnisse der Sage Software GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main im ersten Halbjahr ebenfalls gesteigert werden: So stieg der Gesamtumsatz dank des Konzern-internen, organisationsbedingten Rückkaufs der schweizerischen Tochtergesellschaft Sage bäurer AG um 5,4 Prozent auf rund 45,6 Millionen Euro (1. Halbjahr 2007/08: rund 43,3 Millionen Euro). Das organische Wachstum betrug drei Prozent.

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Der Gewinn (EBITA) wuchs um 7,8 Prozent auf rund 10,3 Millionen Euro (organisches Wachstum ohne die schweizerische Sage bäurer AG: 6,5 Prozent). Dieser Anstieg resultiert vor allem aus Kosteneinsparungs-Programmen, die mit Hinblick auf das auch im 2. Halbjahr weiterhin zu erwartende schwierige Geschäftsumfeld frühzeitig eingeleitet worden waren.

"Trotz der angespannten Wirtschaftslage konnte Sage in Deutschland und Österreich ein überdurchschnittliches Wachstum erzielen, das unsere starken Anstrengungen im letzten Halbjahr widerspiegelt. Allerdings spüren auch wir, dass die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise mittlerweile bei den mittelständischen Unternehmen angekommen ist und diese bei Investitionen in ihre IT vorsichtiger geworden sind", erläutert Peter Dewald, Geschäftsführer der Sage Software GmbH. "Jedoch werden Investitionen in Software und Informationstechnologie von vielen Unternehmen auch als Ausweg aus der Krise wahrgenommen. Schließlich können durch sie die Produktivität und Effizienz eines Unternehmens deutlich gesteigert werden. Angesichts der aktuellen Situation sind wir daher mit unseren Halbjahreszahlen sehr zufrieden." Das stabile Ergebnis sei vor allem dem hohen Service- und Wartungsanteil des Sage-Bestandskundengeschäfts zu verdanken. Aber auch ein vorsichtiges Kosten-Management habe einen wichtigen Beitrag geleistet. Das Lizenzgeschäft sei hingegen leicht zurückgegangen, so Dewald.


Positiv hervorzuheben ist - wie bereits im Vorjahr - der Bereich der Kundenmanagement-Lösungen (Customer Relationship Management, CRM): "So konnte unsere Software "Sage CRM" erneut ein hohes Wachstum von mehr als 30 Prozent verbuchen. Dies bestätigt den nachhaltigen Trend in diesem Produktbereich, den wir seit Jahren spüren und der von verschiedenen Marktforschungsgesellschaften auch regelmäßig durch Prognosen untermauert wird", so der Sage-Geschäftsführer Dewald. Aber auch der Bereich der Personalwirtschafts-Lösungen habe sich im abgelaufenen Halbjahr mit zweistelligen Wachstumsraten sehr erfreulich entwickelt, so Dewald.


Zum Auftakt des Geschäftsjahres 2008/09 hatte Sage zahlreiche neue Produkte vorgestellt: So führte der Software-Anbieter im Oktober 2008 seine internationale Enterprise-Resource-Planning (ERP)-Lösung "Sage ERP X3" (www.sage-erp-x3.de) auch in Deutschland ein. Die neue Lösung adressiert erstmals international tätige Firmen mit 150 bis 2.500 Mitarbeitern. "Damit hat Sage sein bestehendes Portfolio um eine weitere ERP-Lösung für den gehobenen Mittelstand deutlich nach oben hin erweitert", sagt Dewald. Die Software wurde auf der diesjährigen CeBIT in Hannover mit dem "Innovationspreis-IT" für das Bundesland Baden-Württemberg der "Initiative Mittelstand" ausgezeichnet.

Im März zur CeBIT 2009 präsentierte das Unternehmen zudem die neue Version seiner betriebswirtschaftlichen Software "Office Line Evolution 2010 Cockpit Edition" mit integrierter Business-Intelligence-Lösung (BI). Diese Software besteht aus den bewährten Warenwirtschafts- und Rechnungswesenmodulen sowie einer kompletten BI-Lösung.

"Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage gewinnt die softwarebasierte Analyse unternehmerischer Kennzahlen auch für kleine und mittelständische Unternehmen zunehmend an Bedeutung", erläutert Sage-Geschäftsführer Dewald. "Denn viele Banken fordern beispielsweise im Vorfeld von Kreditvergaben detaillierte Auswertungen und Informationen über die finanzielle Situation des Antragstellers. Gerade weil Software-Lösungen die Analyse solcher Daten einfacher machen, die Planungsprozesse verbessern und die Produktivität steigern helfen, sollten Unternehmen trotz der aktuell schwierigen Zeiten ihre Investitionen in Software und IT-Systeme nicht zurückfahren", rät Dewald.

 

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