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TÜV Nord: Milliardengrenze übersprungen

Die TÜV Nord Gruppe hat 2011 einen Rekordumsatz erzielt. Erstmals in seiner Geschichte übersprang der weltweit agierende technische Dienstleister die Milliardengrenze. Damit hat das Unternehmen seinen Umsatz innerhalb von fünf Jahren um 40 Prozent erhöht.

Hauptgebäude der TÜV NORD Group in Hannover.

Durch eine Steigerung von 11,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr wuchs der Umsatz auf 1,025 Mrd. Euro (2010: 922,6 Mio. Euro). Innerhalb von fünf Jahren gelang damit ein Umsatzsprung von ca. 40 Prozent. Das Betriebsergebnis (EBIT) kletterte 2011 um 18,3 Prozent auf 43,4 Mio. Euro (2010: 36,7 Mio. Euro). Die Umsatzrendite, gemessen am EBIT, stieg von 4,0 (2010) auf 4,2 Prozent. Noch nie beschäftigte der Konzern so viele Menschen wie 2011. Im Durchschnitt waren 9.982 Vollzeitkräfte tätig (2010: 9.139), das bedeutet eineSteigerung gegenüber dem Vorjahr um 9,2 Prozent. Alle Köpfe zusammengenommen belief sich die Zahl der Mitarbeiter auf 14.232.

Der Vorsitzende des Vorstandes Guido Rettig kündigte auf der Bilanzpressekonferenz in Hannover an, vor allem das internationale Geschäft weiter voranzutreiben. "Wir wollen unsere Stellung in den globalen Märkten deutlich
ausbauen. Als technischer Dienstleister sehen wir gerade in den wirtschaftlich aufstrebenden Staaten
Asiens und Südamerikas großes Potenzial." Im Jahr 2011 entfielen 22 Prozent des Konzernumsatzes auf das Ausland, jeder fünfte Mitarbeiter ist im Ausland beschäftigt.

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Dynamik durch neuen Geschäftsbereich Aerospace

Einen kräftigen Schub hat die TÜV Nord Gruppe 2011 mit der Gründung des Geschäftsbereichs Aerospace
erhalten. Dadurch hat der Konzern ein weiteres Alleinstellungsmerkmal im Markt. Das zugekaufte Unternehmen ALTER TECHNOLOGY TÜV NORD (ATN) beschafft und prüft u.a. elektronische Bauteile für Satelliten. ATN (Hauptstandorte Madrid, Sevilla) ist an der zurzeit laufenden NASA-Marsmission mit dem Marsroboter "Curiosity" beteiligt, der den Nachbarplaneten im August erreichen wird.

Elektromobilität weiter vorantreiben

Angebote und Dienstleistungen zur Elektromobilität machen TÜV NORD zu einem der Treiber der Branche.
"Mit der 2011 in Hannover eingeweihten bundesweit einmaligen eSTATION mit 23 Lademöglichkeiten begleiten wir die Entwicklung sicherer und leistungsfähiger Antriebsbatterien", so Guido Rettig. "Insgesamt erwarten wir hier für 2012 eine deutliche Auftragssteigerung von Fahrzeugherstellern und Zulieferfirmen."

Energieversorgung der Zukunft im Fokus

Bei den erneuerbaren Energien setzt TÜV Nord vor allem auf Windenergie, Biomasse und intelligente Energienetze, die Smart Grids. Vorstandsvorsitzender Guido Rettig: "Die Energiewende ist noch längst nicht geschafft. Schon jetzt zeigt sich, dass allein durch den Bau der benötigten Stromtrassen weit höhere Kosten entstehen als zunächst geplant. Hier müssen wir schnell vorankommen."

Rettig forderte, parallel zum Einsatz regenerativer Energien den Bau konventioneller Kraftwerke zu forcieren: "Wir benötigen auch in Zukunft modernste Kohle- und Gaskraftwerke. Politische Vorbehalte, Rechtsunsicherheiten und schlechte wirtschaftliche Rahmenbedingungen müssen schnell überwunden werden. Nur so kann die viel zitierte Energiewende gelingen. Davon hängt auch ab, ob in der Branche nachhaltig Arbeitsplätze geschaffen werden können. Rettig kündigte an, TÜV NORD werde seine Dienstleistungen auch im Bereich der Kernenergie weiter
anbieten.

Erfolgreicher Auftakt des Geschäftsjahres 2012

Die TÜV Nord Gruppe ist erfolgreich in das Jahr 2012 gestartet. "Das Umsatzwachstum in den ersten vier
Monaten beträgt neun Prozent", erläuterte Finanzvorstand Elmar Legge. "Bei Dienstleistungen für erneuerbare Energien sind wir schon jetzt bis Jahresende ausgelastet." Vorstandsvorsitzender Guido Rettig: "Wir stoßen bei
unseren Kunden auf eine durchweg gute wirtschaftliche Stimmung. Neben dem organischen Wachstum wollen wir das Unternehmen im Jahresverlauf mit Zukäufen weiter ausbauen. Dazu laufen zurzeit Gespräche im In- und Ausland." kf

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