Türkische Maschinenbauindustrie

Andreas Mühlbauer,

Schlechte Aufragslage und fehlende Kapazitätsauslastung

Die Dachorganisation der Maschinenbauverbände in der Türkei MAKFED hat in der letzten Märzwoche eine Umfrage unter ihren Mitgliedern durchgeführt.

Der türkische Maschinenbau leidet unter der Corona-Kise. © Pixabay/www_slon_pics

Demnach produzierten nur 20 Prozent der Unternehmen mit voller Kapazität. 44 Prozent waren weniger als zur Hälfte ausgelastet, und 20 Prozent der Unternehmen hatten die Produktion ganz ausgesetzt.

Geschuldet ist dies der Auftragslage. Nur 40 Prozent der Maschinebauer verfügten zu dem Zeitpunkt über Aufträge für die nächsten drei Monate, 38 Prozent hatten noch Aufträge für rund einen Monat und ein Zehntel der Unternehmen war völlig ohne Aufträge. Entsprechend konnten nur 38 Prozent ihre Mitarbeiter voll weiter beschäftigen.

Guter Start ins Jahr 2020

Trotz steigender Preise war die türkische Maschinenbauindustrie gut in das Jahr 2020 gestartet. Für den Januar verzeichnete sie Export-Anstiegeum 7, für den Februar um 5 Prozent, im März gab es immerhin noch ein Plus von einem halben Prozent.

Obwohl die Türkei mit der Senkung des Außenhandelsdefizites auf 5 Mrd. US-Dollar auf einem guten Weg gewesen ist, konnten hinsichtlich der Importzahlen keine weiteren Erfolge verzeichnet werden. Der Import stieg in den ersten Monaten um 16 Prozent.  Nachdem vier der fünf wichtigsten Märkte, welche 40 Prozent der Aufträge ausmachen, unter Quarantäne-Einschränkungen stehen, musste die türkische Maschinenbauindustrie ihre Erwartungen sowie die Produktion bremsen. Die aktuellen Aufträge wurden über die Zeit verteilt und die Kapazitäten gesenkt.

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Der Gesamtexport der Türkei Stand 12. April ist um 9,5 Prozent zurückgegangen, Maschinenexporte um 5,9 Prozent.  In der Automobil- und Stahlindustrie sieht es dramatischer aus. Hier verzeichnet die Türkei einen Rückgang von 18 Prozent.

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