Studie Digitalisierung

Annalena Daniel,

Anwendungen der Industrie 4.0 im Metall und Stahlhandel

Unternehmen reagieren auf wirtschaftliche Entwicklung, indem sie digitale Prozesse stärken. Dabei geraten, laut der Studie des Fraunhofer IPA, viele kleine und mittelständige Unternehmen in Rückstand. Die aktuelle Studie zeigt den künftigen Bedarf, die Ansätze der Digitalisierung und Industrie-4.0-Anwendungen im Metall und Stahlhandel.

IPA-Studie zur Digitalisierung © Fraunhofer IPA

Die Industrie-4.0-Anwendungen und digitale Produkte können den Zuschnitt und die Anarbeitung von Halbzeugen  unterstützen, indem sie Fertigungsschritte wie beispielsweise Bohren, Anfasen oder Planfräsen erleichtern. Dabei konzentrieren sich die befragten Unternehmen auf die Datenauswertung, Transparenz und Echtzeitfähigkeit. Herausforderungen bei der Umsetzung sind, laut der Befragten, die Einbindung von Bestandsmaschinen und die Schnittstellen-Problematik.

Obwohl Umsetzungsbeispiele bestehender Produkte von Industrie-4.0-Anwendungen große Potenziale zeigen, werden diese Produkte jedoch wenig genutzt. Datenerfassung erfolgt größtenteils schriftlich oder lokal in der Maschinensteuerung. Hier könnten digitale Anwendungen helfen, den Zugang der Prozessdaten für die Auftrags- und Produktionsplanung zu erleichtern.

Laut Studie des Fraunhofer IPA gaben 80 Prozent der Teilnehmer an, keine Erfahrungen mit Industrie-4.0-Anwendungen zu haben. 60 Prozent der Befragten wollen zukünftig digitale Applikationen nutzen und sind zu Investitionen bereit. Unter den Befragten herrscht ein hohes Automatisierungs-Potential, 95 Prozent der Unternehmen gaben einen Automatisierungsgrad unter 50 Prozent an.

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Digitalisierte Produkte werden von den Unternehmen akzeptiert, wobei die Führungseben dem Thema offener gegenübersteht, als die Werker an den Maschinen. Außerdem ist die Akzeptanz, laut Studie, abhängig vom Alter der Mitarbeiter.

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