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Starrag Heckert Holding: Übernahme der deutschen Dörries Scharmann abgeschlossen

Mit der notariellen Beurkundung des entsprechenden Kauf- und Abtretungsvertrages konnte die Übernahme am Mittwochnachmittag vollzogen werden. Starrag Heckert hat damit die Dörries Scharmann Werkzeugmaschinengruppe zu 100 Prozent übernommen. Der Kaufpreis von 70 Mio. Euro wird durch eigene flüssige Mittel und einen Überbrückungskredit des Mehrheitsaktionärs Walter Fust von 50 Mio. Euro finanziert. Es ist vorgesehen, den Überbrückungskredit in einigen Monaten durch eine Kapitalerhöhung abzulösen. Der Kauf wird begünstigt durch den momentan starken Schweizer Franken.

Erfolgreiche Dörries Scharmann

Die Dörries Scharmann Technologie GmbH mit Hauptsitz im deutschen Mönchengladbach stellt Werkzeugmaschinen der renommierten Marken Dörries, Droop+Rein, Ecospeed, Scharmann und Berthiez zum Bohren, Drehen, Fräsen und Schleifen von mittleren und grossen Werkstücken her und zählt zu den Technologieführern der Branche. Die weltweit vertriebenen Produkte decken sämtliche zerspanenden Bearbeitungsverfahren ab. Das Unternehmen unterhält Produktionswerke in Deutschland (Mönchengladbach, Bielefeld) und Frankreich sowie eigene Verkaufsniederlassungen in Grossbritannien, den USA, Brasilien, Russ- land und China.

Erhöhung des Gewinns je Aktie

Dörries Scharmann war auch während der jüngsten Wirtschaftskrise stets profitabel und erwirtschaftete 2010 mit rund 790 Mitarbeitenden einen Umsatz von rund 130 Mio. Euro. 2009 erarbeitete das Unternehmen einen hohen einstelligen Millionengewinn. Die Erfolgszahlen für 2010 liegen noch nicht vor. Der Kauf wird den Gewinn je Aktie positiv beeinflussen. Zum Kaufdatum verfügt Dörries Scharmann über eine Nettoliquidität von rund 10 Mio. Euro.

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In jeder Hinsicht ideale Kombination

Der kumulierte Umsatz der beiden Gesellschaften, die zusammen rund 1500 Mitarbeitende beschäftigen, beträgt etwa 400 Mio. Schweizer Franken. Die industrielle Logik für das künftige Zusammengehen erfolgt aus der Tatsache, dass die beiden Firmen die gleichen Zielmärkte bearbeiten, sich jedoch im Produktsortiment komplementär ergänzen. Beide Firmen haben sich in der Vergangenheit auf das obere Qualitätssegment konzentriert. Hauptabnehmer sind weltweit grosse multinationale Kunden aus den Bereichen Luftfahrt, Energieerzeugung, Transport und Präzisionsmaschinenbau. Im Luftfahrtsektor, wo es primär um die komplexe Fertigung grosser Bauteile geht, ergänzt sich die Stärke von Starrag Heckert bei der Bearbeitung von Titan mit jener von Dörries Scharmann bei der Bearbeitung von Aluminium und Verbundwerkstoffen (Composites). Als gemeinsamer Nenner und in diesem Ausmass einzigartiger Vorteil ermöglichen die Produkte den Kunden höchste Produktivität bei tiefen Herstellkosten. Im Energiebereich wird man in Zukunft in der Lage sein, ein umfassendes Sortiment von Drehmaschinen bzw. Grossbearbeitungszentren für die Herstellung von Gas- und Dampfturbinen sowie den wachsenden Bedarf an Windenergieanlagen anbieten zu können. Im Transportsektor gesellen sich zu den erfolgreichen Horizontal-Bearbeitungszentren von Starrag Heckert die Grossmaschinen von Dörries Scharmann zur Produktion von Pressformen für Karosserieteile. Das Kundenseg- ment Präzisionsmaschinenbau schliesslich wird komplettiert durch die Kombination der Ultrapräzisionsmaschinen von SIP mit den Schleifmaschinen von Berthiez sowie der Ergänzung der Bearbeitungszentren von Starrag Heckert mit den Produkten von Droop+Rein. Geografisch ermöglicht das Zusammengehen vor allem einen deutlichen Ausbau der Präsenz in Nordamerika, Indien, Brasilien und in Russland sowie eine wesentlich verstärkte Marktstellung in China. Mit der Akquisition ergibt sich somit ein gleichermassen umfassendes wie ausgewogenes Produktportfolio, das in der Branche seinesgleichen sucht und für die kommenden Jahre ein zusätzliches Marktpotenzial eröffnet. Die beiden Unternehmen sind der gleichen Philosophie verpflichtet, indem sie stets die Technologieführerschaft anstreben mit dem Ziel, den Kunden zu höchstmöglicher Produktivität und gleichzeitig hoher Präzision zu verhelfen. Mit dieser Strategie grenzt man sich konsequent von Massenherstellern im mittleren und unteren Seg- ment ab. Aufgrund zahlreicher gemeinsamer Kunden kennen sich die Mitarbeiter der beiden Firmen seit Jahren, was die rasche Integration zusätzlich erleichtern wird. lg

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